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FC Bayern München: Jürgen Klinsmann traut Hoffenheim viel zu

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FC Bayern München  

Klinsmann: "Wusste, ich bekomme ein paar mit"

02.12.2008, 11:38 Uhr | dpa

Jürgen Klinsmann ist auch sportlich in München angekommen. (Foto: dpa)Jürgen Klinsmann ist auch sportlich in München angekommen. (Foto: dpa) Jürgen Klinsmann hat vor dem Gipfeltreffen mit Tabellenführer 1899 Hoffenheim "höchste Wertschätzung" für den Sensations-Aufsteiger geäußert. Mit der Unterstützung von Milliardär Dietmar Hopp traut der Trainer des FC Bayern München dem Dorfklub zu, sich in der Bundesliga dauerhaft als ein Konkurrent des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München zu etablieren und auch international anzugreifen.

"Hoffenheim kann langfristig eine Rolle einnehmen, wie es Bayer Leverkusen über Jahre hinweg geschafft hat", sagte der ehemalige Bundestrainer.

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Hopp-Engagement "ist toll"

Das von Trainer Ralf Rangnick angeführte Team arbeite "sehr zielstrebig, durchdacht und mit sehr guten Leuten. Darauf können sie stolz sein. Die Mannschaft hat absolut das Potenzial, auch mittelfristig in der Tabelle unter den ersten Drei, Vier zu bleiben". Am Mäzenatentum des SAP-Gründers Hopp kann Klinsmann ebenfalls "nichts Negatives" erkennen: "Er hilft dem Verein auf die Beine. So was ist toll."

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Nachvollziehbarer Fehlstart

Seine eigene Situation beim FC Bayern bewertet der Coach sehr positiv, auch wenn nicht alles von Anfang an rund lief. "Der holprige Beginn war nachvollziehbar. Die EM-Nachwirkungen, die Ribéry-Verletzung, unsere Neuerungen. Ich wusste, dass es Momente gibt, wo ich ein paar mitbekomme, aber da muss man durch", sagt Klinsmann. Auch der Entschluss, nach Deutschland zurückzukehren, der für seine Familie "nach zehn Jahren USA eine große Entscheidung" gewesen sei, hat Klinsmann noch in keinem Moment bereut.

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Anpassungsfähigkeit gefragt

Seinen Veränderungs-Eifer, den Willen, neue Wege zu gehen habe er nach dem durchwachsenen Start und den Niederlagen gegen Bremen (2:5) und in Hannover (0:1) natürlich anpassen müssen. "Wenn man in der Verantwortung steht, muss man sich in entsprechenden Momenten auch selbst verändern können. Man macht Kompromisse, obwohl ich zuerst meinte, eine höhere Schlagzahl ansetzen zu können."

Arbeit zahlt sich aus

Auch bei den Spielern seien anfangs "viele Fragezeichen" aufgetreten, aber: "Alle merken jetzt, dass die Arbeit sich auszahlt". Eine zu große Abhängigkeit von Top-Star Ribéry befürchtet der Coach nicht, zumal der Franzose für sein Spiel die Unterstützung eines Philipp Lahm oder Zé Roberto sowie "eine intakte, harmonisch geführte Mannschaft braucht, um diese Leistungen abzurufen".

Podolski soll sich durchbeißen

Zum Thema Lukas Podolski hat Klinsmann eine klare Meinung. Dessen sportliche Probleme in München sieht der Trainer darin begründet, dass er sich im Gegensatz zur Nationalmannschaft, wo er "bis zuletzt gesetzt gewesen ist", im Konkurrenzkampf mit Top-Stürmern wie Luca Toni oder Miroslav Klose "schwer tut". In einer Flucht aus München sieht Klinsmann offenbar nicht die Lösung: "Ich will, das er sich durchboxt. Wenn eines Tages bei der Nationalmannschaft vier, fünf Stürmer um die zwei Plätze im Angriff kämpfen, wird es eine ähnliche Situation."

Günstige Spieler durch die Finanzkrise

Die weltweite Finanzkrise wird nach Ansicht des Bayern-Trainers auch den Fußball "richtig treffen". Die ersten Anzeichen kämen aus England, "wo es große Fragezeichen um Eigentümer und Investoren gibt". Für die Bundesliga birgt die Krise seiner Ansicht nach neben Risiken auch Chancen. "Es wird eine Neudefinierung des Marktes geben, auch was Transfers und Gehälter betrifft", prophezeite der 44-Jährige und machte den Bayern-Anhängern Hoffnung auf neue Top-Stars in der Kategorie eines Franck Ribéry. "Spieler, deren Verpflichtung jetzt im Januar undenkbar wäre, weil sie 20 oder 30 Millionen Euro kosten würden, sind vielleicht auf einmal im Juni zu viel niedrigeren Summen zu haben."

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Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Ein nochmaliges Engagement als Nationaltrainer schließt Klinsmann nicht aus, aber erst einmal möchte er "wirklich lange" für den FC Bayern arbeiten. "Wenn ich mich zu etwas entschließe, bin ich hartnäckig." Dies könnte auch Uli Hoeneß erfahren, der Ende 2009 als Manager aufhören und Franz Beckenbauer als Vereinspräsident ablösen möchte. "Uli weiß, dass es unser großer Wunsch ist, dass er ein paar Jährchen weitermacht", sagte Klinsmann, der auf seinen Banknachbarn bei Spielen nicht verzichten möchte - "obwohl wir nicht immer einer Meinung sind".

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