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Tonis Tor aus dem Nichts lässt Bayern jubeln

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FC Bayern München - TSG 1899 Hoffenheim  

Tonis Tor aus dem Nichts lässt Bayern jubeln

05.12.2008, 23:30 Uhr | dpa

Bayerns Siegtorschütze Luca Toni (Foto: dpa)Bayerns Siegtorschütze Luca Toni (Foto: dpa)Der FC Bayern München hat die Machtverhältnisse in der Bundesliga mit viel Mühe und Glück wieder zurechtgerückt und seine Chance auf den Gewinn der Herbstmeisterschaft gewahrt. Dank des "Last-Minute"-Tores von Weltmeister Luca Toni gewann der Meister vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena das spannende und hochklassige Gipfeltreffen des 16. Spieltags gegen Spitzenreiter TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 (0:0).

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Das Tor aus dem Nichts

Die Bayern haben das Südderby beim VfB Stuttgart vor Augen, der nun punktgleiche, aber um vier Tore bessere Liga-Neuling empfängt einen Tag später in Mannheim den FC Schalke 04. "Das Ergebnis ist extrem bitter, wir hätten einen Punkt verdient gehabt", stellte 1899-Trainer Ralf Rangnick nach dem Schlusspfiff enttäuscht fest. "Das war ein echtes Spitzenspiel mit zwei gleich guten Mannschaften. Wer am Ende die bessere ist, sehen wir am Saisonende", meinte Bayern-Kapitän Mark van Bommel, "Tonis Tor ist aus dem Nichts gefallen."

Mit leeren Händen abgereist

Dank Tonis achtem Saisontreffer in der Nachspielzeit haben die Bayern die Kraftprobe gewonnen. In der 60. Minute hatte Nationalspieler Philipp Lahm per Weitschuss Hoffenheims Führung durch den 18. Saisontreffer von Top-Torjäger Vedad Ibisevic (49.) aus. "Wir sind viel gelaufen und haben viel investiert, aber am Ende haben wir nichts. Die Niederlage ist nicht verdient", ärgerte sich der Bosnier nach dem Schlusspfiff.

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168 Länder sehen zu

Mit einer Klasse-Vorstellung nicht nur in der Offensive beeindruckte der Liga-Neuling aus der nordbadischen Provinz die Kulisse in der ausverkauften Allianz Arena und Millionen vor den Bildschirmen - das Topspiel wurde live in 168 Ländern der Welt übertragen. Am Ende stand das Rangnick-Team mit leeren Händen da.

Hoffenheim nach dem Wechsel sofort da

Die Mannschaft aus dem 3.300-Seelendorf in Nordbaden zeigte mit mutigen und schnellem Offensivspiel, dass sie zu Recht an der Tabellenspitze steht. Nach flotter, aber torloser erster Halbzeit, in der die Bayern trotz mehr Ballbesitz kaum zwingende Chancen gegen den im Spiel nach vorne stets gefährlichen Provinzklub hatten, kam Hoffenheim hellwach aus der Kabine.

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Compper hält im falschen Moment den Fuß hin

Nach Zuspiel von Tobias Weis setzte sich Ibisevic gegen Massimo Oddo durch und ließ beim 18. Saisontor seine ganze Klasse aufblitzen. Es brannte weiter im Bayern-Strafraum, doch Torwart Michael Rensing (54.) und Lucio (55.) klärten in höchster Not. Dann fasste sich Lahm ein Herz und erzielte mit einem Schuss aus 16 Metern, der von Jung-Nationalspieler Marvin Comppers Fuß abgefälscht wurde, den Ausgleich. Nach Flanke von Oddo vergab Toni (68.) per Kopfball das zweite Bayern-Tor.

Tonis versucht erfolglos, zu betrügen

Nach den verbalen Scharmützeln, die sie sich unter der Woche geliefert hatten, eröffneten beide Kontrahenten ihr erstes Pflichtspielduell mit enormem Tempo, Mut zur Offensive und Chancen auf beiden Seiten. Demba Ba (7./9.) versuchte es zwei Mal, Toni (12.) traf nach Zuspiel von Zé Roberto nur das Außennetz. Zwei Minuten später lieferte der italienische Weltmeister den ersten Aufreger, doch Schiedsrichter Florian Mayer fiel auf Tonis Schwalbe nicht herein und gab zu Recht keinen Strafstoß.

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Auch der Bundestrainer zollt dem Neuling seinen Respekt

Hoffenheim sorgte mit schnellem Umschalten von Abwehr auf Angriff immer wieder für Gefahr und beeindruckte Bundestrainer Joachim Löw, der in der Halbzeitpause feststellte: "Hoffenheim versucht permanent nach vorne zu spielen und schnell zum Abschluss zu kommen." Die Bayern dominierten aber die Partie und ließen sich von den teilweise harten Attacken des Gegners nicht beeindrucken. Auf die meist über die linke Seite mit Wirbelwind Frank Ribéry vorgetragenen Angriffe hatte sich Hoffensheims Defensive schnell eingestellt. Wirbelwind Frank Ribéry war zumeist abgemeldet.

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