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Müller fährt Breitseite gegen Vorgänger Assauer

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FC Schalke 04  

Müller fährt Breitseite gegen Vorgänger Assauer

07.12.2008, 10:03 Uhr | t-online.de

Schalkes Manager Andreas Müller (Foto: imago)Schalkes Manager Andreas Müller (Foto: imago) Ginge es nach Andreas Müller, so gäbe es das "Wunder von Hoffenheim" in dieser Form gar nicht. Eingeleitet hat es Müllers Vorgänger Rudi Assauer, als er Ralf Rangnick vor genau drei Jahren vom Schalker Markt verjagte.

Schalkes heutiger Manager nutzte seinen Besuch im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF, um zu fragen: "Warum wurde Ralf Rangnick damals nicht von allen im Verein unterstützt? Nicht von allen erkannt, welch hervorragender Trainer er ist?" Heute steht er mit Hoffenheim ganz oben.

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Entlassung aus Eitelkeit

Und Schalke hatte ihn, den heute seit Wochen und Monaten gefeierten "Fußball-Professor", der erst im Badischen die Zeit bekam, etwas aufzubauen. Doch am 10. Dezember 2005, als Rangnick sich mit einem 1:0-Erfolg über den FSV Mainz 05 aus der Veltins-Arena verabschiedete, war noch Rudi Assauer der starke Mann bei dem Verein, der mittlerweile seit über 50 Jahren auf seine nächste Meisterschaft hinarbeitet. Und Assauer duldete niemanden Gleichwertigen oder gar Stärkeren und Beliebteren in der sportlichen Führung neben sich.

Der Spielbericht Der kleine Befreiungsschlag gegen Hertha BSC

Der "Rolf" blieb haften

"Er hatte hier keine Chance", bemerkte Müller bereits vor dem 1:0 über Hertha BSC im Interview mit "Spiegel Online". "Schon bei seiner Vorstellung war er nicht der Ralf, sondern der 'Rolf'", hob Müller ab auf den legendären Versprecher Assauers. "Ich wusste", so Müller über seine Einstellung zu Rangnick, "er ist fachlich top, hat Ideen."

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Heute plötzlich Helfer in der Not?

Aber: "Wenn man als Trainer vom Klub-Manager angezählt wird und demontiert wird in den Medien, dann hat man keine Chance mehr. Und wenn Rudi Assauer heute öffentlich seine Hilfe anbietet, als Interimsmanager für ein halbes Jahr, dann sage ich: Wo war seine Hilfe, als Rangnick auf dem Weg war, unsere Mannschaft richtig nach oben zu bringen?"

Slomka musste weg - Rutten passt

Dies soll Müller nicht passieren: "Ich bin total überzeugt von der Person und der Fachkompetenz unseres Trainers Fred Rutten", passe zwischen beide "kein Blatt Papier. Uns kann man nicht trennen", betonte Müller im ZDF. "Er ist mutig, trifft unangenehme Entscheidungen, wirkt sehr stark nach innen, ist sehr sehr hart, und das tut weh. Wir mussten uns weiterentwickeln. Ich war überzeugt davon, dass wir dies mit Mirko Slomka nicht erreichen würden", begründete Müller den Trainerwechsel im Sommer.

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Endlich den Medien standhaft die Stirn bieten

Schalkes Manager brachte Verständnis auf für die jüngste Kritik und den Unmut der Fans, warb aber knallhart für Geduld und seinen Weg: "Schalke 04 ist in den vergangenen Jahren immer ein Spielball der Boulevardpresse gewesen." Der permanent latent vorhandene Druck der immer weiter zurückliegenden Meisterschaft von 1958 lähme die Mannschaft, frustriere sie: "Was uns fehlt, ist diese Konstanz, eine Mannschaft zu entwickeln und auf ein höheres Niveau zu bringen. Wir dürfen nicht immer so sehr auf die Ergebnisse blicken." Zwei Tage zuvor hatte Müller im Rahmen einer bemerkenswerten Pressekonferenz seine Forderung geäußert: "Das Gequatsche von der Deutschen Meisterschaft, ich will die Schale, mit aller Gewalt, das muss weg!"

Seit Jahren nur Frust

Im DSF legte Müller am Morgen nach seinem Auftritt im ZDF im "Doppelpass" nochmal nach: "Schalke krankt seit Jahren daran, Spielball der Boulevardmedien zu sein. Wir müssen wie eine Wand dagegen angehen. Der Verein krankt daran, dass die Frustriertheit so groß ist, die Meisterschaft seit 1958 nicht geholt zu haben."

Aufbauschen um jeden Preis

Auch das Pfeifkonzert der Fans während der enttäuschenden UEFA-Pokal-Partie gegen Manchester City schrieb Müller der Medienhetze zu: "Wer heizt das an? Wer? Wir oder die Boulevardmedien?", hielt er dem "Doppelpass"-Gast Boris Büchler vom ZDF entgegen. "Gegen Manchester", gab Müller zu, "war eines der schlechtesten Spiele, ohne Leidenschaft, ohne Herz. Aber aus einem Schneeball kann man auch eine Lawine machen, wenn wir das ganze Jahr hören, was wir alles falsch gemacht haben!

Angriff in der Rückrunde

In Hoffenheim genießen sie es, dieses aufkommende Titel-Gequatsche, mit Ralf Rangnick. Dort stimmt das Gesamtergebnis. Hoffenheim duelliert sich sensationellerweise mit Titelverteidiger FC Bayern München um die Herbstmeisterschaft. Eine Rolle, die eigentlich Schalke hatte einnehmen wollen. "In der Rückrunde wollen wir umsetzen, was wir im Kopf haben", versprach Müller. Das 1:0 über Berlin bewerkstelligte zunächst die wichtige Versöhnung mit den Fans.

Müller will eigene Spuren hinterlassen

Und auch die "Rückendeckung aller Gremien" scheint sicher: "Wir wollen die Köpfe nicht so schnell tauschen, wie das in der Vergangenheit passiert ist", sagte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies im ZDF. "Es gibt ein klares Konzept. Wir glauben an Andreas Müller." Und der an sich, daran aus dem Schatten Assauers zu treten: "Es war nicht immer alles so rosarot, wie Rudi Assauer das immer wieder darstellt. Wir haben hier einiges aufgebaut, ich bin dafür seit vier Jahren mit verantwortlich, und das lasse sich mir nicht so einfach kaputtmachen. Hier auf Schalke wird mittlerweile ein Untergangsszenario gemacht, das kann ich nicht nachvollziehen", beklagte Müller im DSF. Am Abend zuvor im "Sportstudio" hatte der 45-Jährige angekündigt: "Ich mache meine eigenen Fußstapfen, dann hinterlasse ich auch meine Spuren."

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Hoeneß schießt gegen die "Bild"

Unterstützung für Müller kommt von ganz oben: "Lass' Dich nicht unterkriegen", stärkte dem Kollegen Bayerns Manager Uli Hoeneß den Rücken. "Vor allem nicht von einer Zeitung, bei der die halbe Sportredaktion mit Rudi Assauer im Bett liegt!"

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