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Jürgen Klinsmann hat sich beim FC Bayern durchgesetzt

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FC Bayern München  

Klinsmann hat sich bei Bayern durchgesetzt

17.12.2008, 11:19 Uhr | t-online.de

Jürgen Klinsmann ist in München angekommen. (Foto: imago)Jürgen Klinsmann ist in München angekommen. (Foto: imago) Wenn sich Lothar Matthäus über seinen Intimfeind Jürgen Klinsmann lobend äußert, dann ist entweder Weihnachten oder es ist etwas Außergewöhnliches passiert. Oder beides. "Ich muss ihn bewundern, dass er als neuer Trainer zu den Bayern kam und den Mut hatte, vieles zu verändern“, sagte der Rekordnationalspieler in der "Sport Bild“.

Nach einer turbulenten Achterbahnfahrt scheint Klinsmann beim FC Bayern München München angekommen zu sein. Seine ersten sechs Monate beim deutschen Rekordmeister wird der ehemalige DFB-Teamchef allerdings wohl nie vergessen.

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Breitner froh über positive Entwicklung

"Ich muss feststellen, dass eine Wand aufgebaut wurde, als Jürgen Klinsmann als Trainer bei uns anfing. Es ist etwas initiiert worden, Klinsmann und seine Ideen in Zweifel zu stellen“, beschreibt Paul Breitner den schwierigen Start des Hitzfeld-Nachfolgers im "DSF“. Der Berater des Bayern-Vorstands weiter: "Er ist anfangs zum Teil in den Dreck gezogen worden. Es gab die Tendenz, Klinsmann an den Pranger zu stellen. Es freut mich umso mehr, dass sich diese Vorrunde so gedreht hat, wie Jürgen es prognostiziert hat und wie wir es erwartet haben.“

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Demontage nahm bereits Formen an

Spätestens als die Buddha-Figuren auf dem Trainingsplatz aufgestellt wurden und Klinsmann mit dem neuen 3-5-2-System nach sieben Spieltagen nur auf dem elften Tabellenplatz rangierte, schien die Demontage des 44-Jährigen ihren Lauf zu nehmen. Zumal der Schwabe seit jeher dem Boulevard-Journalismus eher skeptisch gegenüber stand und besonders aufdringlichen Journalisten erst recht keine Extrawürste zugestand. Auch innerhalb des Vereins, beim dem sich auch strukturell fast über Nacht vieles geändert hatte, herrschte eine gewisse Nervosität.

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Die Zeit war reif

"Jürgen ist ein radikaler Trainer, der alles infrage stellt. Es war wichtig und an der Zeit, dass ein Trainer das bei Bayern macht“, sagt Philipp Lahm. Der deutsche Nationalspieler war schon fast auf dem Sprung ins Ausland, verlängerte dann aber seinen Vertrag beim FC Bayern, nachdem ihm Klinsmann sein Konzept erklärt hatte. 

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Klinsmann und Beckenbauer beim Interview. (Foto: imago)Klinsmann und Beckenbauer beim Interview. (Foto: imago)

Unsicherheiten bei Klinsmann

Doch nach dem Negativlauf zu Rundenbeginn merkte man in Interviews auch Klinsmann eine gewisse Anspannung und Unsicherheit an. Auf "Premiere“ blickte er stets nach jedem Statement fragend Richtung Franz Beckenbauer, um sich zu vergewissern, ob er auch keinen Blödsinn dahergeredet hat. Doch der als beratungsresistent verschriene Klinsmann änderte plötzlich seinen Stil. Unter anderem stand er den Profis mehr Freiheiten zu und reduzierte das proppenvolle Trainingsprogramm.

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Änderungen im richtigen Moment

"Im Leben macht es nie Sinn, wenn es mal schwierig wird, seinen Kopf um jeden Preis durchzusetzen“, sagt Hoeneß. "Große Leute haben sich seit jeher ausgezeichnet, dass sie in diesen Phasen Dinge verändert haben. Jürgen hat seinen Stil zur rechten Zeit angepasst und sich flexibel gezeigt, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren.“ Lahm gibt dem Manager recht und ergänzt: "Die Experimente zuvor waren aber wichtig für ihn, um zu sehen, welche Spieler am besten miteinander harmonieren.“

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Wende in Karlsruhe

Ausgerechnet der glückliche 1:0-Last-Minute-Sieg am achten Spieltag beim Karlsruher SC nach einem Grottenkick war der Wendepunkt. Seitdem hat der FC Bayern kein Spiel mehr verloren. In der Champions League hat man sich sogar als bestes Team der Vorrunde fürs Achtelfinale qualifiziert.

Eigener Lernprozess

Kein Wunder, dass auch Breitner ein rundherum positives Zwischenfazit zieht. "Er wollte für sich und die Mannschaft zu vieles zu schnell. Aber das ist nicht schlimm. Nur wenn ich Risiko gehe, Neues probiere – dann wird man etwas erreichen. Das geht nicht von heute auf morgen. Es hieß, Jürgen sei beratungsresistent, ein Sturkopf. Jetzt, wo sich das Spiel der Mannschaft zum Erfolg gedreht hat, heißt es, er hätte doch auf jemand anderen gehört. Warum kann man nicht akzeptieren, dass das Klinsmanns eigener Lernprozess war?“


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