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Gewichtheben: Matthias Steiner im Porträt

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Porträt Matthias Steiner  

Matthias Steiner im Porträt

21.12.2008, 22:54 Uhr | dpa

Der stärkste Mann der Welt: Matthias Steiner (Foto: dpa)Der stärkste Mann der Welt: Matthias Steiner (Foto: dpa) Er hat schon den Bambi, das Silberne Lorbeerblatt und das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich - nun ist Gewichtheber Matthias Steiner auch noch Deutschlands Sportler des Jahres. Sein Goldmedaillengewinn in Peking ist mit einem besonderen Prädikat versehen: emotionalster Moment der Olympischen Spiele aus deutscher Sicht.

Steiner, der stärkste Mann der Welt, hat Gefühle gezeigt und Millionen Menschen gerührt.

Grenzenloser Jubel

Ins Gedächtnis der Zuschauer gebrannt hat sich seine unbändige Freude, als er im letzten Versuch des Stoßens die Last um unfassbare zehn auf 258 Kilo steigerte, die Hantel "irgendwie nach oben" bugsierte und damit dem haushoch führenden Russen Jewgeni Tschigischew die sicher geglaubte Goldmedaille entriss. Erst hüpfte der 145-Kilo-Koloss wie ein Irrwisch über die Bühne, dann zeigte er auf dem Siegerpodest traurig das Foto seiner toten Frau Susann, die bei einem Autounfall ein Jahr zuvor ums Leben gekommen war, und küsste es immer wieder. Das Bild der Emotionen ging um die Welt.

Steiner schmückt den Weihnachtsbaum

Als er in Peking gewann, war er erst knapp acht Monate Deutscher. Wegen Differenzen mit dem nationalen Verband hatte der gebürtige Österreicher 2005 seiner Heimat den Rücken gekehrt. Der Liebe wegen verschlug es Steiner nach Sachsen, deshalb startet er auch noch heute für den Chemnitzer AC. Bundestrainer Frank Mantek machte in Leimen aus dem veranlagten Kraftprotz einen feinen Techniker. Weihnachten wird er aber "zu Hause bei der Familie" in Obersulz im niederösterreichischen Weinviertel feiern. Steiner: "Da schmücke ich den Baum. Das macht immer der Chef."

Zuckerhaushalt muss immer kontrolliert werden

Dass der "Obelix aus Obersulz", wie er in Österreich genannt wird, als Diabetiker Leistungssport auf höchstem Niveau betreibt, nötigt umso mehr Respekt ab. Selbst während des Wettkampfes muss der gelernte Installateur seinen Zuckerhaushalt kontrollieren und regulieren. Wegen der Diabetes blieb ihm der Weg in die Sportfördergruppe der Bundeswehr versperrt. Finanzielle Unterstützung muss er sich anderweitig suchen.

"Ich werbe nur für Produkte, für die ich stehe"

Mittlerweile, staunt Steiner, habe sein Bekanntheitsgrad "Ballack-Dimensionen" erreicht. "Alles hat sich um 180 Grad gedreht", bekennt er. Der Hüne tingelte durch nahezu alle deutschen TV- und Radio-Studios. Eine PR-Agentur koordiniert seine Termine, denn er selbst würde den Überblick verlieren. Bei der Umsetzung des Plans, Olympia-Gold in klingende Münze zu verwandeln, ist ihm der schnelle Euro nicht wichtig. "Ich werbe nur für Produkte, für die ich stehe", sagt Steiner und versichert: "Als 145-Kilo-Mann für Fast-Food zu werben, halte ich nicht für sinnvoll."

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