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Rallye Dakar: Triumph in Krisenzeiten ist beste Werbung für VW

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Rallye Dakar  

Triumph in Krisenzeiten: beste Werbung für VW

18.01.2009, 16:41 Uhr | dpa

Dakar-Sieger Dirk von Zitzewitz. (Foto: imago)Dakar-Sieger Dirk von Zitzewitz. (Foto: imago) Ein großer Triumph vor eindrucksvoller Kulisse und begeisterten Fans: In wirtschaftlichen Krisenzeiten hat Volkswagen mit seinem Doppelerfolg bei der Rallye Dakar einen enormen Prestigegewinn eingefahren und auch dank des deutschen Co-Piloten Dirk von Zitzewitz beste Werbebilder geliefert.

Nach 9500 Kilometern durch die Steppen Patagoniens, auf den endlosen Schotterpisten der Voranden und den gefährlichen Dünen der chilenischen Atacama-Wüste durften sich der Südafrikaner Giniel de Villiers mit seinem Lotsen von Zitzewitz von Tausenden Zuschauern in Buenos Aires feiern lassen. Der Amerikaner Mark Miller mit Beifahrer Ralph Pitchford machten mit Platz zwei das Happy End nach zweiwöchiger Strapaze für VW perfekt.

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Von Zitzewitz freut sich auf Urlaub bei der Familie

"Absolut zufrieden und glücklich. Weltklasse. Das ist irre gewesen", beschrieb von Zitzewitz seine Gefühle nach der Ankunft in der argentinischen Hauptstadt. Nach einer kurzen Nacht mit einer ausgiebigen Feier durfte der 40-Jährige aus dem norddeutschen Karlshof die Siegerehrung genießen. Danach hatte er nur noch einen Wunsch: "Ich möchte jetzt ganz schnell nach Hause zu meiner Familie und das Ganze sacken und ankommen lassen. Bei meiner Familie zu sein ist wie Urlaub für mich."

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Titelverteidigung noch offen

Ob Volkswagen nach dem ersten Sieg seit dem Schweden Freddy Kottulinsky 1980 in einem privaten VW Iltis nun auch 2010 bei der härtesten Prüfung im Motorsport wieder dabei sein wird, war kurz nach Ende des erstmals in Südamerika ausgetragenen Wüsten-Klassikers noch offen. "So wie die Stimmung im Team ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass Volkswagen im nächsten Jahr nicht seinen Titel verteidigen wird", sagte von Zitzewitz. Er gehe fest davon aus, dass sie wieder dabei sind. "Aber das ist mein persönliches Gefühl."

Erster Sieg eines Diesel-Fahrzeugs

Motorsport-Direktor Kris Nissen und VW-Personalvorstand Horst Neumann gingen in ihren Statements auf die Frage nach der Zukunft nicht ein. Jubel und Erleichterung nach einer beeindruckenden Vorstellung herrschte allerorten. "Volkswagen ist stolz darauf, heute ganz oben auf dem Siegerpodest der Rallye Dakar zu stehen", sagte Neumann und sprach von einer "fantastischen Leistung". Für den Dänen Nissen war der Erfolg der Höhepunkt seiner Arbeit für VW: "Lange haben wir auf dieses Ziel hingearbeitet. Jetzt kommen die Emotionen erst langsam hoch, langsam beginnt man zu begreifen, was man geleistet hat." VW hat auch als erstes Team mit einem Diesel-Aggregat.

Nur der Sainz-Ausfall trübt die Bilanz

Vom ersten Tag an dominierte Volkswagen die Rallye. Zehn von 13 Etappen gewannen die Blauen aus Wolfsburg. Bis Donnerstag war sogar ein Dreifach-Erfolg möglich, ehe der Spanier Carlos Sainz und Michel Périn aus Frankreich in Führung liegend durch einen Unfall ausfielen. Doch das war der einzige Zwischenfall der die Bilanz von VW trübte.

Drei Todesfälle überschatten die Dakar

Das Fazit der Südamerika-Premiere der Dakar konnte nicht nur positiv sein. Auch bei der 30. Auflage gab es Tote: Motorradfahrer Pascal Terry aus Frankreich sowie zwei Fahrer eines Transportfahrzeuges verunglückten und ließen die Gesamtzahl der Todesopfer auf 58 steigen. Kritik an den Organisation wurde auch wegen der Streckenführung und unzureichender Bordbücher laut. Doch die Begeisterung der Millionen Menschen an der Strecke entschädigte die Fahrer.

"Die Mutter aller Rallyes"

Die Euphorie zeigte sich noch einmal am Schlusswochenende: Tausende Argentinier feierten die Teilnehmer wie Helden. Darunter auch den Spanier Marco Coma, der die Motorrad-Wertung zum zweiten Mal nach 2006 gewann. Weniger als die Hälfte der etwa 530 Starter kamen durch. Und denjenigen, die es geschafft haben, waren die Strapazen anzusehen. "Die Dakar ist das härteste Rennen der Welt, das weiß man vorher. Das ist die Mutter aller Rallyes", sagte von Zitzewitz.

Im kommenden Jahr wieder in Südamerika

"Die Dakar gehört für mich zwar vom Gefühl her nach Afrika. Aber hier in Argentinien und Chile war es ein vollwertiger Ersatz, es war ein Rennen genauso anspruchsvoll wie sonst in Afrika", sagte er. Der Veranstalter ASO kündigte bereits an, auch im kommenden Jahr nach Südamerika gehen zu wollen.

Vier Deutsche in der Siegerliste

Von Zitzewitz ist nach Gerd Löffelmann (1980) und Andreas Schulz (2001 und 2003) der dritte siegreiche Beifahrer aus Deutschland. 2001 gewann die Kölnerin Jutta Kleinschmidt im von Mitsubishi Deutschland eingesetzten Pajero als erste Frau die berühmt-berüchtigte Rallye. dpa ro/ce xx z2 ar

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