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Handball-WM: DHB-Team stürmen zum Gruppensieg

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Handball-WM - Deutschland vs. Polen  

Weltmeister stürmen zum Gruppensieg

22.01.2009, 17:36 Uhr | dpa

Torgarant beim Sieg über Polen: Pascal Hens. (Foto: dpa)Torgarant beim Sieg über Polen: Pascal Hens. (Foto: dpa) Mit einer Demonstration ungeahnter Stärke haben die deutschen Handball-Weltmeister bei der WM in Kroatien Hoffnungen auf einen erneuten Medaillencoup geweckt. In der Neuauflage des WM-Finales von 2007 besiegte der neu formierte Titelverteidiger zum Abschluss der Vorrunde in Varazdin den WM-Zweiten Polen mit 30:23 (14:11).

Dadurch geht die ungeschlagene Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) mit der Maximalpunktzahl 4:0 in die Hauptrunde nach Zadar. "Ich bin froh, dass wir mit 4:0 Punkten in die Hauptrunde gehen. Ziel ist jetzt nicht der 11. oder 12. Platz", sagte Bundestrainer Heiner Brand mit einem breiten Grinsen.

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Kraus: "Mit breiter Brust in die nächsten Spiele"

"Für die Moral und das Selbstbewusstsein war das ungemein wichtig", sagte Kapitän Michael Kraus nach der starken Vorstellung, die die deutschen Fans frühzeitig mit stehend dargebrachten Ovationen feierten. Der Sieg sei Gold wert, so Kraus weiter: "Wir gehen mit breiter Brust in die nächsten Spiele."

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Lichtlein zum "Player of the match" gewählt

Vor rund 4500 Zuschauern waren Kraus (7/1) und Holger Glandorf (6) die besten Werfer in der deutschen Mannschaft, die das letzte Aufeinandertreffen mit Polen beim Supercup 2007 verloren hatte. Neben der deutschen Mannschaft hatten sich zuvor Polen und Mazedonien für die zweite Turnierphase qualifiziert. Dort sind nach einem Reise- und Ruhetag ab Samstag Europameister Dänemark, Norwegen und Serbien die nächsten Gegner. "Ich bin überglücklich, dass wir ohne Minuspunkte in die nächste Runde eingezogen sind", betonte Torwart Carsten Lichtlein. Nach seiner Glanzleistung wurde er auch zum "Player of the match" gewählt: "Wir haben uns gegenseitig gepusht."

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Klub-Kollegen feuern Schöne an

Im Spiel um den Gruppensieg musste Bundestrainer Heiner Brand erneut auf den an Grippe erkrankten Hamburger Rechtsaußen Stefan Schröder verzichten. So bestritt Nachrücker Christian Schöne sein zweites Spiel hintereinander von Beginn und wurde bei der Vorstellung besonders von seinen Klub-Kollegen von Frisch Auf Göppingen bejubelt, die aus dem Trainingslager in Zagreb zum Zuschauen nach Varazdin gekommen waren.

Abwehrreihen dominieren die Partie

Die Neuauflage des WM-Finales von 2007 war von Beginn an von zwei starken Deckungsreihen geprägt, die die Angriffe des Kontrahenten immer wieder wirksam unterbanden. In der Offensive taten sich dadurch beide Mannschaften schwer. Trotzdem erarbeitete sich Titelverteidiger Deutschland einen 7:4-Vorteil (15.). Durch drei Treffer hintereinander musste die DHB-Auswahl jedoch wieder den Ausgleich beim 7:7 (19.) und anschließend gar einen 8:9-Rückstand (22.) hinnehmen.

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DHB-Team in Unterzahl stark

Doch zeigte der EM-Vierte wie schon am Vortag beim 33:23 gegen Mazedonien Moral und Einsatz. In den acht Minuten in Unterzahl durch Zwei-Minuten-Strafen kassierten die Mannen um Kapitän Michael Kraus nur einen Gegentreffer, erzielten selbst aber zwei Tore. So verdienten sie sich erst eine 11:9-Führung (27.) und zur Pause beim 14:11 einen Drei-Tore-Vorsprung.

Zwischenspurt bringt die Entscheidung

Als nach Wiederanpfiff Schöne und Holger Glandorf mit zwei Treffern auf 16:11 (33.) erhöhten, kannte der Jubel im deutschen Lager keine Grenzen. Dies wirkte wie eine Initialzündung. Mit einem Zwischenspurt enteilte der Titelverteidiger auf 19:12 (37.), als die Polen durch zwei Zeitstrafen nur mit vier Spielern auf dem Parkett standen.

Lichtlein als sicherer Rückhalt

Doch auch in kompletter Besetzung konnten die Polen den Brand-Team nicht mehr Paroli bieten. Mit dem starken Torhüter Carsten Lichtlein als sicherem Rückhalt vergrößerte das DHB-Team den Vorsprung beim 22:14 (42.) gar auf acht Tore. Davon zehrten sie bis zum Ende und feierten einen verdienten Sieg, auch wenn Sebastian Preiß vier Minuten vor dem Ende noch die Rote Karte sah.

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