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Handball-WM: Heiner Brand will versöhnlichen Abschluss

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Handball-WM - Nationalmannschaft  

Aufbruchstimmung trotz Ausscheidens

28.01.2009, 14:11 Uhr | dpa

Bundestrainer Heiner Brand sieht der Zukunft des deutschen Handballs positiv entgegen. (Foto: dpa)Bundestrainer Heiner Brand sieht der Zukunft des deutschen Handballs positiv entgegen. (Foto: dpa) Begleitet von einem flammenden Appell von Bundestrainer Heiner Brand für die Zukunft des deutschen Handballs ist seine Mannschaft zum finalen Kraftakt nach Zagreb aufgebrochen. Im Spiel um den fünften Platz (Donnerstag, ab 14.45 Uhr im Live-Ticker) gegen Ungarn will der entthronte Titelverteidiger bei der WM in Kroatien mit einem versöhnlichen Abschluss die Grundlage für kommende Erfolge schaffen.

"Alle, die an dieser Sportart beteiligt sind, müssen sich engagieren, damit wir in Zukunft wieder eine Supermacht im Handball werden. Bisher bewegen wir uns irgendwo an der Grenze. Wir schaffen es immer wieder durch besondere Anstrengungen, an die Weltspitze heranzukommen oder uns auch mal kurzfristig in der Weltspitze zu etablieren. Aber bei dem Potenzial, das im Handball in Deutschland steckt, ist viel mehr drin", erklärte Brand in einem langen Monolog vor der Abreise aus Zadar.

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Ein neuer Anfang ist gemacht

Einen Tag nach dem unglücklichen Verpassen des Halbfinales herrschte im deutschen Lager die Gefühlsmischung aus Enttäuschung und Aufbruchstimmung. "Dass wir nicht Serien-Weltmeister werden, ist doch klar. Wir haben gesagt, dass wir eine neue Mannschaft brauchen und dafür war das ein sehr guter Anfang. Es ist bitter, dass wir nicht ins Halbfinale vorgedrungen sind, aber wir haben mehr erreicht als zu erwarten war", urteilte Horst Bredemeier, Vizepräsident im Deutschen Handballbund (DHB).

Traum ist in letzter Sekunde zerplatzt

Noch immer aufgewühlt von den Geschehnissen des Vortages haderten die Spieler mit dem Schicksal. Nach der 25:27-Niederlage gegen Europameister Dänemark hätte anschließend ein Remis zwischen Polen und Norwegen doch noch für das Halbfinale gereicht. Nach 59:58 Minuten stand es 30:30. "Da war die Welt noch in Ordnung. Und dann wirft der den Ball irgendwo hin", sagte der Hamburger Torsten Jansen und meinte den Weitwurf von Artur Siodmiak (TuS N-Lübbecke) ins leere norwegische Tor zum 31:30, der buchstäblich in letzter Sekunde alle Hoffnungen zunichte machte. "Das ist unglaublich, das kann man noch immer nicht begreifen", gab Spielmacher Martin Strobel zu.

Glück haben in diesem Turnier Andere

"Das hätte nicht in dieses Turnier reingepasst, wenn wir da auf einmal Glück gehabt hätten", grummelte der Bundestrainer, der zuvor schon zahlreiche umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen in den Spielen gegen Norwegen (24:25) und Dänemark angeprangert hatte. Damit wollte er sich aber nicht mehr aufhalten und lobte stattdessen die Leistung seines Teams. "Es war ein sehr gutes, teilweise sensationelles Auftreten der Mannschaft. Es hat nur wenige in Handball-Deutschland gegeben, die dieser Truppe eine solche Leistung zugetraut hätte. Besonders wichtig für mich bei dieser umgebauten Mannschaft war die Leidenschaft in jedem der acht Spiele, der unbedingte Wille zu gewinnen", erklärte er.

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Team ist um einen "schönen Abschluss" bemüht

Gegen Ungarn zum WM-Abschluss wollen Brand und seine Spieler dieses Engagement noch einmal vorleben. Fehlen wird dabei neben dem verletzten Kapitän Michael Kraus auch Pascal Hens wegen einer Oberschenkelblessur. Für ihn wurde der Wetzlarer Sven-Sören Christophersen nachnominiert. "Die Mannschaft wird genau wie in jedes andere Spiel reingehen. Das sind wir uns und dem deutschen Handball gegenüber schuldig. Ich kann natürlich nicht versprechen, dass wir gewinnen, aber dass die Leistung entsprechend sein wird", sagte Brand. Dabei erhielt er volle Rückendeckung aus der Mannschaft. "Wir wollen einen schönen Abschluss", sagte Strobel. Und Torhüter Johannes Bitter ergänzte: "Es ist immer noch Frust und Wut im Bauch. Das werden wir alles rauslassen und dann Fünfter werden."

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