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Super Bowl: Arizona Cardinals gegen Pittsburgh Steelers

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American Football - NFL  

Cardinals wollen weiter die Welt schockieren

12.02.2010, 22:50 Uhr | Jens Bistritschan, t-online.de

Cardinals-Quarterback Kurt Warner (Foto: imago)Cardinals-Quarterback Kurt Warner (Foto: imago) Wer im Herbst 2008 ein paar tausend Dollar auf einen Einzug der Arizona Cardinals in den Super Bowl gesetzt hätte, wäre heute ein reicher Mann. Für das Team aus Phoenix hatten die Buchmacher eine Quote von 50:1 ausgelobt, also keine realistische Chance gesehen. Doch allen Unkenrufen zum Trotz steht es nun am Sonntag in Tampa gegen die Pittsburgh Steelers im Finale der National Football League.

Mit einem Sieg könnten die Cardinals ihren ersten Titel seit 1947 holen und damit die zweitlängste Durststrecke einer Mannschaft in einer der vier großen Sportarten in den USA beenden. Auf der anderen Seite könnten die Steelers mit dann sechs Titeln alleiniger Super-Bowl-Rekordhalter werden.

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Warner war schon weg vom Fenster

Maßgeblichen Anteil am Höhenflug der Cardinals hat ein Spieler, der im Oktober 2006 aufs Abstellgleis geschoben wurde. Quarterback Kurt Warner musste seinen Platz in der Startformation nach vier Spielen räumen. Das mit höchsten Vorschusslorbeeren versehene Talent Matt Leinart übernahm die Position des Spielmachers. Warner schien seine Schuldigkeit getan zu haben. Genau so war es ihm zwei Jahre zuvor schon bei den New York Giants ergangen, als er den Platzhalter für Eli Manning spielte, jenem Spieler der letztes Jahr das Team aus dem Big Apple zum Final-Triumph über die bis dahin ungeschlagenen New England Patriots im Super Bowl führte.

Cardinals mit Mühe in die Playoffs

Doch Warner, der vor neun Jahren mit den St. Louis Rams zum Titel gestürmt war und nun das Kunststück vollbringen könnte, als erster Quarterback mit zwei verschiedenen Teams einen Super Bowl zu gewinnen, sollte noch einmal eine Chance bekommen. Im Oktober 2007 brach sich sein junger Teamkollege Leinart das Schlüsselbein. Und für den Veteranen begann der zweite Frühling. Zum ersten Mal seit neun Jahren konnte Arizona am Saisonende zumindest eine ausgeglichene Bilanz vorlegen. In der abgelaufenen Spielzeit steigerten sich die Cardinals noch einmal und gewannen mit neun Siegen bei sieben Niederlagen die NFC West, zugegeben die wohl schwächste Division der NFL.

"Lasst uns die Welt schockieren"

Auch in den Playoffs trauten die Experten Arizona nicht viel zu. Doch nach dem 30:24-Auftaktsieg gegen die Minnesota Vikings und dem 33:13-Erfolg im Viertelfinale bei den hochfavorisierten Carolina Panthers war aus der Lachnummer der vergangenen Jahre ein ernst zu nehmender Titelanwärter geworden. Hatten doch die New York Giants in der Vorsaison bewiesen, dass nicht das Team den Super Bowl gewinnt, dass über die komplette Spielzeit gesehen das beste war, sondern jenes, welches kurz vor und dann in den Playoffs seine Leistungspotential am besten abrufen konnte. Im Halbfinale untermauerte Arizona dies dann weiter mit einem 32:25 gegen die Philadelphia Eagles und Warner gab in der Kabine die Losung aus: "Lasst uns nun die Welt schockieren."

Steel Curtain soll auch gegen Arizona halten

Genau aus diesem Grund warnt Willie Parker auch, dass das Finale für seine Steelers kein Selbstläufer wird. Zwar sehen die Buchmacher Pittsburgh mit einem Touchdown vorne. "Doch die Cardinals wären nicht im Super Bowl, wenn sie nicht derzeit nicht gut spielen würden. Jetzt geht es nicht darum, wer Favorit ist und wer nicht. Wir müssen mental voll da sein“, forderte der Running Back der Steelers von seinen Mitspielern. Doch ein Blick auf die Statistik sollte Parker beruhigen. Der Steel Curtain, der Eiserne Vorhang, wie die Verteidigung Pittsburghs gerne genannt wird, machte in der abgelaufenen Saison seinem Namen alle Ehre. Die Mannschaft hat die wenigsten Punkte pro Spiel abgegeben, die wenigsten Yards zugelassen. Und glaubt man den ungeschriebenen Gesetzten des Footballs gewinnt der Angriff Spiele, die Defense Meisterschaften.

Roethlisberger: Nur der Sieg zählt

In der Offensive waren die Steelers bei weitem nicht so stark. Running Back Parker musste einige Spiele verletzungsbedingt pausieren und auch Quarterback Ben Roethlisberger konnte nicht immer überzeugen. Doch wenn es darauf ankam, war Big Ben meist zur Stelle und brachte die Pässe an den Mann, die Pittsburgh die entscheidenden Punkte sicherten. Auch vor drei Jahren im Finale gegen Seattle hatte Roethlisberger eine schwache Leistung gezeigt. Statistisch gesehen kann kein siegreicher Quarterback schlechtere Werte in einem Super Bowl vorweisen als der Spielmacher der Steelers. "Mein Ziel ist es, noch schlechtere Zahlen zu haben und dennoch zu gewinnen“, erklärte Roethlisberger dann auch mit einem breiten Grinsen am Media Day. Denn das sei schließlich das einzige, was zählt.

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