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Transfermarkt: Albert Streit geht zum HSV und wird doch immer "verarscht"

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Hamburger SV  

Problem-Profi Streit wird immer nur "verarscht"

03.02.2009, 10:55 Uhr | t-online.de

Albert Streit auf der Auswechselbank bei Schalke 04. (Foto: imago)Albert Streit auf der Auswechselbank bei Schalke 04. (Foto: imago) Albert Streit spielt ab sofort für den Hamburger SV. Der Ex-Frankfurter, Ex-Kölner, Ex-Wolfsburger und Ex-Schalker Bundesligaprofi hat nach seiner Ausmusterung bei den Königsblauen kurz vor Transferschluss einen neuen Arbeitgeber gefunden. Auf dem Weg in die Hansestadt schaute er noch schnell bei Hannover 96 vorbei, einigte sich mit den Niedersachsen, um wenige Stunden später in Hamburg einen Vertrag zu unterschreiben.

Doch man muss Streit - zumindest aus seiner Sicht - verstehen. Schließlich wurde der millionenschwere Bundesliga-Profi in seiner Karriere nach eigener Einschätzung von vielen Verantwortlichen immer nur an der Nase herumgeführt.

Hat es Albert Streit mit seinem Verhalten übertrieben? Wie weit dürfen Fußball-Profis gehen? Diskutieren Sie mit in unserem Kommentarfeld am Ende des Artikels.

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Absage an 96 per SMS

Auch Streits Manager Klaus Gerster bat via SMS bei den Verantwortlichen von Hannover 96 um Verständnis. Schließlich ginge es bei einem Bundesliga-Profi auch ums Geld, teilte er laut "Bild“-Zeitung Trainer Dieter Hecking mit. Kurz zuvor hatte 96-Präsident Martin Kind bereits die Einigung mit dem Mittelfeldspieler verkündet. Während das Duo Streit/Gerster satte vier Stunden mit Hannover feilschen musste, ging es wenig später ein paar Kilometer weiter nördlich ganz schnell. Nach einer Stunde war man mit dem HSV einig. Die Hamburger leihen Streit aus und zahlen ihm sein Schalker Jahressalär von rund zwei Millionen Euro. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen", sagte Streit zu Mutmaßungen, er habe nur aus finanziellen Erwägungen gehandelt. Es reiche ein Blick auf die Tabelle, um seine Entscheidung nachzuvollziehen. "Ich kann weiter in den Spiegel schauen."

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Ins Regionalliga-Team verbannt

Bei den Königsblauen war Streit zuvor in Ungnade gefallen. Nachdem sich der 28-Jährige erst unter Trainer Mirko Slomka, dann unter Fred Rutten keinen Stammplatz erkämpfen konnte, dachte er öffentlich über einen Wechsel nach und musste sich von Manager Andreas Müller einen Rüffel einfangen, dass er sich nicht "hundertprozentig mit dem Verein identifiziert“. In der Folgezeit konnte sich Streit im Training erneut nicht aufdrängen, bis Coach Rutten ihn im Winter aussortierte und ins Regionalliga-Team verbannte.

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Öffentliche Kritik

Das brachte den Profi erst richtig auf die Palme. "Auf Schalke ist mir der Spaß am Fußball vergangen. Ich bin hier immer nur links liegengelassen worden", lederte er gegenüber der "Frankfurter Rundschau". Trotz dieser schädlichen Äußerungen gegenüber seinem Arbeitgeber wollte Streit den bis 2012 laufenden Vertrag auf Schalke unbedingt absitzen. "Ich habe hier den besten Vertrag meines Lebens unterschrieben und bekomme noch dreieinhalb Jahre gutes Geld.“ Dieses gute Geld zahlt nun der Hamburger SV.

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Links liegen gelassen und verarscht

Während er auf Schalke also "immer nur links liegen gelassen wurde“, wurde ihm auch von seinem vorigen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt übel mitgespielt. Nach einer starken Saison 2006/2007 - aber ausgestattet mit einem nicht ganz so hoch dotierten Vertrag bis 2009 - provozierte er nach und nach seinen Abgang. Er ließ es im Training schleifen, so dass Trainer Friedhelm Funkel im April 2007 in zwei Spielen auf Streit verzichtete. Streit reagierte auf seine Art und sagte dem „kicker“: "Es ist ein riesengroßer Vertrauensbruch. Ich bin total enttäuscht, die zwei wichtigsten Spiele im Jahr nicht dabei gewesen zu sein. Ich weiß nur, dass es in Zukunft sehr schwer sein wird, wieder Vertrauen aufzubauen. Ich weiß nicht, wie es weitergeht."

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Albert Streit im Stadion seines neuen Arbeitgebers. (Foto: dpa)Albert Streit im Stadion seines neuen Arbeitgebers. (Foto: dpa)

Gegen Frankfurt nachgetreten

Acht Monate später unterschreib er bei Schalke 04 einen Rentenvertrag. Gerade einmal ein paar Tage bei den Königsblauen schickte er aus dem Trainingslager noch schnell eine Abschiedsbotschaft nach Frankfurt und attackierte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, der einen Wechsel zu S04 im Sommer angeblich verhinderte. "Er hat mich - auf gut deutsch - verarscht".

Vom Bundestrainer verkannt

Übel mitgespielt wurde Streit aus seiner Sicht natürlich auch vom DFB. Er war zunächst Mitglied des Perspektivteams 2006, das 2005 aufgelöst wurde. Nachdem ihn Trainer Jürgen Klinsmann allerdings keine Chance gab, nahm Streit kurz darauf die rumänische Staatsbürgerschaft an, um für sein Geburtsland Rumänien zu spielen. Da er aber schon über 21 Jahre alt war und für den DFB Junioren-Länderspiele bestritten hatte, durfte er nicht mehr für Rumänien auflaufen. Endgültig erledigt war seine Karriere in der Nationalmannschaft, als er Bundestrainer Joachim Löw kritisierte, dass er ihn trotz zahlreicher Ausfälle für das Länderspiel gegen England nicht nominiert hatte. Dennoch ist sich Streit, der im Schnitt 27 Bundesliga-Spiele pro Mannschaft absolvierte, bevor er wieder den Klub wechselte (insgesamt 108), nach wie vor sicher mit dem Adler auf der Brust aufzulaufen: "Früher oder später führt kein Weg an mir vorbei.“

Streit auf Mephistos Spuren

Der "Berliner Zeitung" wusste übrigens schon vor einiger Zeit, wann es soweit ist. "Was Mephisto für Goethe war, ist Albert Streit für die Liga: der Geist, der stets verneint. In Frankfurt wollte er nicht bleiben, bei Schalke will er nicht gehen. So viel Widerspruchsgeist wird irgendwann belohnt. Wenn Trainer, Manager, Präsidium und Publikum endlich weg sind, kommt einer groß raus: Albert Streit."

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