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Lizenzerhöhung: Fahrer geben Mosley Kontra

08.02.2009, 11:07 Uhr | dpa, Motorsport-Total.com

Kimi Räikkönen musste kräftig Geld abdrücken (Foto: imago)Kimi Räikkönen musste kräftig Geld abdrücken (Foto: imago) Die Fahrervereinigung GPDA ist wegen ihrer Meinung nach zu hoher Superlizenz-Gebühren in der Formel 1 auf offenen Konfrontationskurs mit dem Automobilweltverband FIA und dessen Präsidenten Max Mosley gegangen.

Seit es zu den Erhöhungen der Superlizenzen durch die FIA gekommen sei, seien die Piloten einstimmig dagegen, da die Steigerungen "unangemessen und unfair" seien, hieß es in einem Statement der GPDA.

Drastische Erhöhungen

So seien vor einem Jahr die Superlizenz-Grundgebühren von 1690 auf 10.000 Euro angestiegen, für jeden Punkt seien 2008 statt 447 Euro (2007) 2000 Euro fällig geworden. In diesem Jahr sollen die Grundgebühr auf 10.400 Euro, die Punkte-Zahlungen auf 2100 Euro ansteigen. Die GPDA habe, auch im Namen der Nicht-Mitglieder, versucht, in der vergangenen Saison das Problem zu lösen und dabei auch ein Meeting in Monza mit FIA-Chef Mosley gehabt.

Räikkönen musste 230.000 Euro abdrücken

"Diese Erhöhung wurde ohne vorheriges Gespräch mit den Fahrern festgelegt", betonten die Fahrer. Die Erhöhung sei auch unfair angesichts der Auswirkungen auf einzelne Fahrer." Beispiel: Kimi Räikkönen musste 2008 als amtierender Weltmeister um 648 Prozent mehr abdrücken als nach altem Gebührenschema, nämlich 230.000 Euro.

Fahrer wollen Details nicht Preis geben

Mosley gibt zu, dass das viel Geld ist, findet solche Beträge angesichts der millionenschweren Fahrergagen aber gerechtfertigt. "Ich habe den Fahrern gesagt: "Gebt mir Details zu eurem Einkommen, dann schaue ich, was ich machen kann." Aber sie wollen mir diese Informationen nicht geben", so der FIA-Präsident. Sein Argument: Sollten die Gebühren die finanziellen Mittel eines Fahrers zu sehr belasten, könnte er sich etwas einfallen lassen.

Erhöhung entsprechend der Inflation?

Aber die GPDA, die übrigens in diesem Fall auch im Namen jener Fahrer spricht, die nicht Mitglied sind, lässt das nicht gelten: "Fahrergehälter sind vertraulich und sollten nur den Fahrern, ihrem Management und ihren finanziellen Beratern zugänglich sein, Das sollte respektiert werden." Sie seien nicht grundsätzlich gegen eine Erhöhung und hätten Mosley bei einem Treffen in Monza 2008 auch eine Erhöhung entsprechend der Inflation angeboten.

Zahlen die Fahrer für das FIA-Defizit?

Nicht einverstanden sind sie jedoch mit der dramatischen Erhöhung, wie sie zwischen 2007 und 2008 stattgefunden hat. Und dann kommt der Knackpunkt: "... Außerdem haben die Fahrer angeboten, Wege zu finden, wie sie der FIA helfen können, das Defizit von 1,7 Millionen Euro aufzutreiben, welches die FIA für den Verbandsbetrieb 2008 benötigen würde." 2009 erwarte die FIA laut GPDA-Statement ein Minus von drei Millionen Euro.

Wohin floss das Geld von McLaren-Mercedes?

Mosley selbst habe diese Summen beim Treffen in Monza genannt, heißt es. Das ist natürlich harter Tobak und lässt diverse Gebührenerhöhungen in verschiedenen FIA-Bereichen in einem anderen Licht erscheinen. Zum ersten Mal steht schwarz auf weiß, dass der Automobilweltverband finanzielle Sorgen hat - und viele fragen sich: Ist die 100-Millionen-Dollar-Geldstrafe gegen McLaren-Mercedes wirklich in die angegebenen Kanäle geflossen?

Teuerste Sportlerlizenz der Welt

Alles Spekulation. Was aber Fakt ist, sind weitere Argumente der GPDA: Die FIA-Superlizenz sei die mit Abstand teuerste Sportlerlizenz der Welt - auf Platz zwei folgen die NASCAR-Lizenzen mit 4.000 US-Dollar (umgerechnet gut 3.100 Euro). Pro Jahr tragen die Superlizenzen laut GPDA-Angaben 1,7 Millionen Euro zum FIA-Budget bei; Lewis Hamilton muss 2009 etwa 270.000 Euro zahlen. Da machen die Fahrer nicht mehr mit...

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