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TSV 1860 München: Spektakulärer Investoren-Deal ist geplatzt

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TSV 1860 München  

Investoren-Einstieg geplatzt - Chaos bei 1860 München

09.02.2009, 22:16 Uhr | dpa

Sportdirektor Miroslav Stevic will bei den Löwen bleiben. (Foto: imago)Sportdirektor Miroslav Stevic will bei den Löwen bleiben. (Foto: imago) Nach dem gestoppten Investoren-Deal steht der Fußball-Zweitligist TSV 1860 München vor einer neuen Zerreißprobe - das vollmundig angekündigte Aufstiegs-Programm 2010 ist erst einmal geplatzt.

Nur eine Woche nach dem angekündigten Millionen-Einstieg der Berliner Unternehmensgruppe von Nicolai Schwarzer zog das Löwen-Präsidium überraschend die Reißleine und löste mit seinem Vorgehen Rätselraten über die Beweggründe und die Zukunft des finanziell angeschlagenen Traditionsvereins aus. "Es ist ein Rückschlag", gestand Vizepräsident Franz Maget - aber trotzig fügte der SPD-Politiker hinzu: "1860 wird nie untergehen."

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Stevic will bleiben

Personelle Konsequenzen sind nicht ausgeschlossen. Am Dienstag wurde die Lage intern sondiert und auch über die Zukunft des neuen Sportdirektors Miroslav Stevic beraten. "Er muss entscheiden, ob er auf dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung diese Aufgabe noch erfüllen kann oder will", berichtete Maget. Stevic wolle nicht zurücktreten, berichtete die "Abendzeitung" auf ihrer Online-Seite: "Ich habe einen Vertrag bei 1860, mit dem Investor habe ich nichts zu tun. Ich bin vom Präsidium geholt worden, um sportlichen Erfolg zu haben. Mein Ziel ist, mit 1860 in die Bundesliga aufzusteigen." Aufsichtsrat Jo Brauner soll derweil laut "tz" zurückgetreten sein, eine Bestätigung gab es zunächst nicht.

Zu enge Verbindung zwischen Stevic und Investor

Eine zumindest indirekte Verbindung zwischen dem Immobilien-Unternehmer Schwarzer und dem ehemaligen Löwen-Profi wäre ein Problempunkt bei dem Investoren-Einstieg gewesen - auch wenn Maget dies am Montagabend im Bayerischen Fernsehen bestritt: "Es gibt diese Verquickung nicht direkt." Schwarzer sollte in den kommenden vier Transfer-Perioden den Löwen mehrere Millionen Euro für Spieler-Einkäufe zur Verfügung stellen. Im Gegenzug hätte er sich Anteile an der Kommanditgesellschaft auf Aktien sichern können. Stevic hatte Stefan Reuter als sportlich verantwortlichen Manager abgelöst.

1860 München Stefan Reuter muss gehen

Weitere Gespräche mit der DFL notwendig

Den Schwarzen Peter für den Blitzausstieg des Investors hatte das 1860-Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) zugewiesen. Beim Ligaverband seien die Vereinbarungen auf "erhebliche Bedenken" gestoßen, darum ziehe man den Genehmigungsantrag zurück. Die DFL wies die Verantwortung zurück. "Es gibt bislang keine Untersagung des angekündigten Investoren-Einstiegs", erklärte Christian Müller, Geschäftsführer Finanzen und Lizenzierung. Die Pressemitteilung der Sechziger sei mit der DFL "nicht abgestimmt" gewesen, betonte Müller: "Die DFL hält weiter ein Gespräch mit 1860 für erforderlich, um eine Klärung der Angelegenheit herbeizuführen."

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Auch Ude mit Zweifeln

Der Einzug von Investoren sei "heikel in der DFL", meinte Maget. Der Verein habe "eine längere Auseinandersetzung" gescheut. Es gibt aber auch Stimmen, die behaupten, das Löwen-Präsidium habe kalte Füße bekommen. Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, der dem Aufsichtsrat angehört, äußerte in der "Süddeutschen Zeitung" "massive Zweifel" an der Genehmigungsfähigkeit der Verträge. "Es ist in den Verträgen von Einflussnahmen des Investors die Rede, die man als bestimmend ansehen kann", berichtete Ude.

Der Anfang vom Ende

Der OB kritisierte auch die Vereinsführung. Es sei "grundsätzlich nicht gut, wenn das Präsidium Verträge aushandelt. Geschäfte sollte die Geschäftsführung wahrnehmen. Die ist dafür da." Bestätigt fühlen darf sich auch Uli Hoeneß. Der Bayern-Manager hatte den Schwarzer/Stevic-Einstieg als "Anfang vom Ende für 1860" bezeichnet.

Investoreneinstieg Uli Hoeneß sieht TSV 1860 am Ende

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