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FC Schalke 04: Kuranyi bleibt trotz Entlassung durch Hacker cool

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FC Schalke 04  

Entlassung durch Hacker: Kuranyi bleibt cool

12.02.2009, 16:06 Uhr | dpa

Gelassen nach seiner "Entlassung": Kevin Kuranyi (Foto: imago)Gelassen nach seiner "Entlassung": Kevin Kuranyi (Foto: imago) Der FC Schalke 04 geht juristisch gegen den Angriff unbekannter Computerhacker auf die vereinseigene Homepage vor und hat durch die illegale Manipulation von außen einen weiteren Imageschaden erlitten. Der Angriff der Hacker, die am Mittwochabend eine Falschmeldung über die Entlassung von Kevin Kuranyi auf der Club-Website platzieren konnten, erfülle den "Straftatbestand der Computersabotage", teilte der Fußball-Bundesligist mit. Man werde "Strafantrag gegen unbekannt" stellen.

"Das ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. Was jetzt passiert ist, hat unseren Verein und unseren Spieler getroffen, das kann aber jedem anderen Bundesligaverein und auch jedem Unternehmen passieren", sagte Schalkes Vorsitzender Josef Schnusenberg.

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Zahllose Anrufe in Abwesenheit auf Kuranyis Handy

Kuranyi selbst reagierte gelassen auf die Netzattacke. "Jeder hat gesehen, dass es ein Fake war. Manche Leute tun Dinge, die nicht sein müssen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass mit meinem Namen etwas gemacht wird", sagte der 26-Jährige nach dem Training. Er sei beim Abendessen mit seiner Frau gewesen, sein Handy sei lautlos gestellt gewesen, erläuterte Kuranyi. "Dann habe ich gesehen, dass viele Anrufe in Abwesenheit darauf waren." Erst durch einen Freund sei er über den Vorfall informiert worden. "Ich habe mir dann auch keine weiteren Gedanken gemacht, weil ich das Vertrauen der Verantwortlichen hier jederzeit spüre", wurde Kuranyi in der Clubmitteilung zitiert.

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Hacker nutzen Sicherheitslücke

"Wartungsarbeiten! Gleich geht es weiter..." - dies war auch am Donnerstagmorgen noch lange auf der Schalke-Homepage zu lesen. Unbekannte hatten eine Sicherheitslücke genutzt und während des Länderspiels Deutschland - Norwegen in Düsseldorf mit der auf der Schalke-Homepage (www.schalke04.de) platzierten Falschmeldung für Verwirrung unter Fans und Medienvertretern und beim betroffenen Club für hektische Betriebsamkeit gesorgt. Zudem löste die Panne eine breite Debatte über Sicherheitslücken in Datenbanken und Computersystemen - nicht nur bei Fußballvereinen - aus.

Peters: "Muss alle anrufen und das richtigstellen"

Geschäftsführer Peter Peters und Manager Andreas Müller hatten sich in der LTU-Arena auf einen unbeschwerten Länderspiel-Abend gefreut, ehe die Handys heiß klingelten. "Da ist nichts dran. Ich muss jetzt erstmal alle anrufen und das richtigstellen", stöhnte Peters. Der Club ließ seine Internetseite einen Viertelstunde nach dem Auftauchen der Falschmeldung um 20.59 Uhr sperren und informierte dann per E-Mail alle Pressevertreter darüber, dass sich Unbekannte "mit krimineller Energie" auf die Homepage gehackt und die frei erfundene Eilmeldung eingeschleust hatten.

Müller auf der Tribüne erschrocken über den Vorfall

Dass einige Online-Anbieter die Meldung "voller orthografischer Fehler und stilistischer Unzulänglichkeiten völlig ungeprüft für kurze Zeit" im Internet weiterverbreitet hatten, sorgte bei den Königsblauen für Unmut. Wie Peters war auch Müller auf der Tribüne erschrocken über den Vorfall. "Er saß neben mir und war schockiert, als er die SMS mit der Nachricht über den Hacker-Angriff bekommen hat", berichtete Stuttgarts Manager Horst Heldt.

Weiterer Imageschaden für den Verein

Obwohl die Verantwortlichen so schnell wie möglich handelten, ist bei den Königsblauen ein weiterer Imageschaden entstanden. Seit Wochen kommt der Club nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Neben der unbefriedigenden sportlichen Situation, der Fan-Kritik an Müller und Kuranyi, der sich kurz vor dem Winter-Transferschluss beim Schalke-Manager nach Angeboten anderer Clubs erkundigt hatte, sorgte zuletzt in Medienkreisen auch die Sonder-Beurlaubung des langjährigen Pressesprechers für Wirbel.

Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren droht

Sollten der oder die Täter von der Polizei in Gelsenkirchen und der zuständigen Staatsanwaltschaft in Essen ermittelt werden, drohen ihnen empfindliche Strafen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Essen sagte, dass das Vergehen den Tatbestand der Datenveränderung (Paragraf 303 a Strafgesetzbuch) erfüllen könne, der einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden könne. Laut Schalke sind sogar Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren möglich.

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