Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

TSG 1899 Hoffenheim: Dietmar Hopp erhält Rückendeckung vom DFB

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

TSG 1899 Hoffenheim  

DFB nach Watzke-Kritik: Hopp ist kein Abramowitsch

13.02.2009, 12:07 Uhr | dpa

Dietmar Hopp fühlt sich zu unrecht angegriffen. (Foto: imago)Dietmar Hopp fühlt sich zu unrecht angegriffen. (Foto: imago) Keine Aussprache mit Widersacher Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund, aber Rückendeckung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB): Nachdem der Geschäftsführer des Bundesliga- Rivalen das Finanzgebaren von Dietmar Hopp als Mäzen des Tabellenführers 1899 Hoffenheim kritisiert hat, konnte auch Reinhard Rauball als Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Wogen nicht glätten.

Dafür hat der Milliardär nun Lob von Günter Netzer und Zuspruch vom DFB erhalten. "Dietmar Hopp ist ganz gewiss kein Roman Abramowitsch", sagte Generalsekretär Wolfgang Niersbach in Sinsheim. "Wir sollten froh sein, dass er sein Geld nicht in Museen und Kunsthallen steckt, sondern unter anderem in den Fußball."

Dortmund BVB-Boss Watzke fordert Überprüfung Hopps
Trotz Führung Hopp glaubt nicht an Titel
Hoffenheim Auf den Spuren des 1. FC Kaiserslautern

Niersbach nimmt Hopp in Schutz

Watzke hatte sehr zum Ärger von Hopp vom DFB und von der DFL gefordert, bei dessen Zuwendungen für Hoffenheim sehr genau zu überprüfen, "ob die 50+1-Regelung durch sein Engagement nicht doch ausgehöhlt wird". Diese Regelung im deutschen Profifußball verhindert, dass Investoren wie der Russe Roman Abramowitsch, Eigentümer des englischen Spitzenklubs FC Chelsea, einen Klub übernehmen. Für Niersbach ist Hopp, der einst selbst in Hoffenheim kickte und dessen Elternhaus in dem 3300-Einwohner-Dorf steht, "mit größter Seriosität und Bodenhaftung" tätig: "Wir haben den allergrößten Respekt davor, was Herr Hopp hier geschaffen und der Region zurückgegeben hat."

Finanzspritze Hopp rettet Waldhof

Netzer lobt Hoffenheimer Modell

Unterstützung und großes Lob bekam Hopp auch von Günter Netzer. "Was in Hoffenheim geschieht, hat nichts mit dem englischen Modell zu tun. Herr Hopp hat behutsam angefangen und den Verein nach oben geführt. Das ist doch ein Husarenstück", sagte der ehemalige Nationalspieler und ARD-Experte. Man könne "die Menschen, die das Modell initiiert haben, gar nicht genug dafür loben".

Aktuell Die Bundesliga-Tabelle
Aktuell Die Torjägerliste der Bundesliga

BVB-Boss Watzke vermutet Aushöhlung der 50+1-Regelung durch Hopp. (Foto: imago)BVB-Boss Watzke vermutet Aushöhlung der 50+1-Regelung durch Hopp. (Foto: imago)

Hopp kontert Watzke-Kritik

Hopp ist es nach eigenen Angaben "egal", ob die 50+1-Vorschrift - wie es beispielsweise Hannovers Präsident Martin Kind will - gekippt wird. Allerdings ist der 68-Jährige der Meinung, dass Fußballvereine nicht - wie Borussia Dortmund - an die Börse gehören. Die 175 Millionen Euro, die Hopp in sein Projekt Hoffenheim gesteckt habe, so sagte wiederum Watzke, seien 35 Millionen mehr als Borussia bei seinem Börsengang eingenommen habe. Der SAP-Mitgründer erklärte, dass "über 80 Prozent meiner von Herrn Watzke angesprochenen Investitionen in Jugendförderstützpunkte, Sportplätze, Trainingszentren und den Bau der Rhein-Neckar-Arena geflossen sind". Er sei immer für Transparenz gewesen, und wenn er sich nicht gegen Leute wie Watzke wehre, "dann kommt womöglich der Verdacht auf, dass etwas nicht in Ordnung sei".

Hoffenheim Finanzkrise trifft Hopp empfindlich

Eiszeit zwischen Hopp und Watzke

Wegen Watzke hatte Hopp diese Woche DFL-Präsident Rauball kontaktiert: "Er hat gemeint, ich solle Herrn Watzke selbst anrufen. Aber das habe ich mir nicht gegeben." Dass die Giftpfeile ausgerechnet aus Dortmund kommen, hat den Macher aus Walldorf besonders getroffen. Borussia-Fans hatten im vergangenen Jahr bei der Niederlage bei Hoffenheim ein Plakat im Stadion gezeigt, auf dem Hopps Gesicht in einem Fadenkreuz zu sehen und die Aufschrift "Hasta la vista, Hopp" zu lesen war. An Schmähungen aus den Fankurven der Gegner ist der Milliardär mittlerweile gewöhnt, nicht aber an verbale Attacken von Kollegen aus den Führungsetagen: "In einer Solidargemeinschaft wie der DFL sollte man das nicht machen."

Bundesliga-Fanshop
Bundesliga-Forum Ihre Meinung zählt!

Zwei Milliarden Euro Verlust

Dass Hopp durch die Finanzkrise von seinem geschätzten Vermögen von über 6 Milliarden etwa 2 Milliarden verloren hat, wird an seinem Engagement für den Heimatklub kaum etwas ändern. "Es handelt sich um reine Buchverluste. Verluste mit einem Augenzwinkern, sozusagen", meinte Hopp diese Woche in der "Rhein-Neckar-Zeitung". Persönlich müsse er den Gürtel nicht enger schnallen - und ein Verkauf von Stars ist schon gar kein Thema: "Wir geben keinen unserer Profis ab."

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal