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Bremens Krise wird immer schlimmer

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Energie Cottbus - Werder Bremen  

Bremens Krise wird immer schlimmer

21.02.2009, 18:25 Uhr | dpa

Bremens Frings kommt gegen den Cottbuser Rost zu spät. (Foto: AP)Bremens Frings kommt gegen den Cottbuser Rost zu spät. (Foto: AP)Dimitar Rangelow hat Werder Bremen endgültig in die Krise geschossen. Der bulgarische Stürmer des FC Energie Cottbus erzielte in der 90. Minute den Siegtreffer der Lausitzer zum 2:1 (1:1) gegen die immer weiter verunsicherten Bremer. Damit bleibt das Team von Trainer Thomas Schaaf 2009 in der Bundesliga weiter ohne Sieg und verschwindet im Niemandsland der Tabelle.

Der letzte und bisher einzige Auswärtssieg des SV Werder in der Saison datiert bereits vom September vergangenen Jahres. In Cottbus brachte Hugo Almeida (46.) die lange Zeit zu pomadig agierenden Bremer zwar in Führung. Doch Ivica Iliev (51.) schaffte für die mutigen Lausitzern vor 14.780 Zuschauern den Ausgleich, ehe Rangelow in letzter Minute zuschlug. Bremen rutschte in der Tabelle auf Rang elf (27 Punkte), Cottbus kletterte aus der Abstiegszone auf Rang 14 (20).

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Immer wieder Fehler im Bremer Spielaufbau

Nach dem harten Durchgreifen von Schaaf, der Claudio Pizarro nach dem verpassten Abschlusstraining für die Partie in Cottbus suspendiert hatte, setzte der Werder-Coach im Mittelfeld auf die Routiniers Torsten Frings und Frank Baumann sowie auf Daniel Jensen. Außerdem verzichtete er auf Jung-Nationalspieler Mesut Özil in der Startelf. Doch vor allem Jensen, aber auch seine Nebenleute, unterliefen im Spielaufbau immer wieder Fehler, so dass die umformierte Energie- Abwehr lange Zeit nicht in ernsthafte Gefahr geriet. Erst in der Endphase brauchten die Cottbuser auch das Glück des Tüchtigen.

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Energie-Verteidigung zunächst sicher

Einen Freistoß von Diego (12.), der nach seiner Rot-Sperre erstmals auch in der Bundesliga wieder ran durfte, hielt der überragende Cottbus-Schlussmann Gerhard Tremmel sicher. Hugo Almeida verzog aus guter Position knapp (44.). Ansonsten zeigte sich die nach den Gelb-Sperren gegen Cagdas und Ziebig umgestellte Energie-Innenverteidigung mit dem rumänischen Debütanten Ovidiu Burka gegen die zu langsam agierende Werder-Offensive sicher. Nur die Außenverteidiger Savo Pavicevic und Ivan Radeljic wackelten einige Male - zunächst noch ohne Konsequenzen.

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Vander statt Wiese im Tor

Die Gastgeber, bisher auf eigenem Platz mit der schwächsten Punkte-Ausbeute der Liga, erkannten nach einer Viertelstunde ihre Chance und spielten mutiger und zwingender nach vorn. Vor allem Dimitar Rangelow, von Frings in höchster Not gestoppt (25.), bereitete den Bremern zunehmend Probleme. Cottbus kämpfte nicht nur, sondern kombinierte aus einer kompakten Abwehr heraus und erarbeitete sich Möglichkeiten: Ervin Skela zielte knapp vorbei (26.), Timo Rost setzte einen Kopfball aus fünf Metern (34.) über das Gäste-Tor, das für den verletzten Tim Wiese (Muskelfaserriss) Christian Vander hütete.

Cottbus nur fünf Minuten geschockt

Die Werder-Profis kamen nach deutlichen Pausen-Worten von Schaaf drei Minuten eher als die Cottbuser aus der Kabine - und schlugen nach 50 Sekunden zu. Clemens Fritz setzte sich gegen Iliev durch, die perfekte Flanke köpfte Almeida aus sechs Metern ein. Doch Cottbus war nur fünf Minuten geschockt. Schiedsrichter Marc Seemann ließ ein hartes Einsteigen von Iliev gegen Fritz durchgehen, der Serbe konnte ungehindert von der Bremer Abwehr ins kurze Eck einschießen.

Rangelow macht den dritten Heimsieg perfekt

Danach wogte die Partie hin und her, keiner gab sich mit dem Remis zufrieden. Bremen agierte jetzt mit mehr Biss und Zielstrebigkeit: Diegos abgefälschter Freistoß strich knapp am Tor vorbei (56.), Tremmel klärte gegen Almeida (62.) und den eingewechselten Özil (68.). Auf der anderen Seite zog Rost den Ball um Zentimeter vorbei (66.). Iliev bekam nach Foul von Fritz den Elfmeter nicht (64.). Doch nach Pass von Rost macht Rangelow den dritten Heimsieg der Cottbuser in dieser Saison noch perfekt.

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