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1899 Hoffenheim: Ralf Rangnick rechtfertigt verspätete Doping-Kontrollen

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1899 Hoffenheim  

Rangnicks Rechtfertigung sorgt für Wirbel

23.02.2009, 12:49 Uhr | dpa, sid

Trainer von 1899 Hoffenheim: Ralf Rangnick. (Foto: imago)Trainer von 1899 Hoffenheim: Ralf Rangnick. (Foto: imago) Ralf Rangnick bringt sich selbst in Zugzwang: Der Trainer von 1899 Hoffenheim hat in der Dopingtest-Affäre seine Spieler in Schutz genommen und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit einer Äußerung stutzig gemacht.

Laut Rangnick sind Verstöße gegen die Anti-Doping-Richtlinien, wie sie seine beiden Profis Andreas Ibertsberger und Christoph Janker begangen haben, in der Bundesliga an der Tagesordnung. Diese Aussage soll der Trainer nun in einer schriftlichen Stellungnahme konkretisieren. Sollte sich die Behauptung bewahrheiten, kündigte der DFB sofortige "sportgerichtliche Ermittlungen" an. Der DFB hat zudem die Spieler aufgefordert, eine schriftliche Stellungnahme zu dem Verstoß abzugeben.

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Trikotwechsel als Grund für Verspätung

"Bei uns war es in der Vergangenheit des Öfteren so, dass sogar der Dopingbeauftragte gesagt hat, die Spieler können noch mal kurz in die Kabine gehen und sollen sich ein frisches Trikot anziehen", hatte Rangnick im Südwestfernsehen gesagt: "Ich habe jetzt auch mit einigen Trainer-Kollegen gesprochen. Es ist auch in anderen Vereinen so, dass es durchaus die Möglichkeit gibt oder sogar aufgefordert wird, noch mal kurz ein Trikot anzuziehen."

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DFB wehrt sich gegen Rangnicks Behauptung

DFB-Vizepräsident Rainer Koch, zugleich Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission, wollte davon jedoch nichts wissen. "Es steht außer Frage, dass der DFB die Anti-Doping-Richtlinien exakt einhält". Rangnicks Erklärungen stießen auch bei anderen Erstliga-Klubs auf Widerspruch. "Es ist schon ein Versäumnis, was nicht passieren darf", sagte Bremens Manager Klaus Allofs zum Fauxpas der ansonsten so professionell organisierten Hoffenheimer. Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl erklärte: "Es war früher normal, dass man erst in die Kabine geht, um sich vor der Dopingprobe umzuziehen. Zu meiner Zeit haben wir teilweise vorher noch geduscht. Aber das hat sich geändert: Es gibt die klare Vorgabe, dass die Spieler sofort zur Dopingprobe gehen müssen."

Zu spät zum Dopingtest erschienen

Doping-Vorwürfe wies Rangnick erneut von sich: "Dass bei uns in Hoffenheim und in der Bundesliga nicht gedopt wird, steht für mich außer Frage." Es sei nun aufzuklären, warum die Spieler in der Wahrnehmung der Doping-Beauftragten zu spät gekommen sind. Ibertsberger und Janker hatten bei den unangemeldeten Doping-Kontrollen nach dem Bundesliga-Spiel am 7. Februar 2009 bei Borussia Mönchengladbach (1:1) gegen die Richtlinien verstoßen, weil sie mit zehnminütiger Verspätung zur Kontrolle erschienen waren.

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Die Regeln sind eindeutig

Die Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur schreiben vor, dass die Kontrollen unmittelbar nach Spielende stattfinden müssen. Theoretisch kann der Urin nämlich in kurzer Zeit durch Medikamente verschleiert oder durch Fremd-Urin ausgetauscht werden. Dirk-Reiner Martens, Richter am Internationalen Sportgerichtshof (CAS) betonte, dass die Mindeststrafe für das Vergehen der Spieler ein Jahr betrage: "Die Standardsanktion für einen Dopingverstoß sind zwei Jahre. Diese Sperre kann ermäßigt werden bei nicht wesentlichem Verschulden, aber nur um höchstens die Hälfte. Da bliebe dann also ein Jahr übrig. Weniger als ein Jahr geht also nicht. Es sei denn, es liegt überhaupt kein Verschulden vor."

Schindelmeiser: "Es gab keine Mannschaftssitzung"

Die Verantwortlichen der Hoffenheimer widersprechen mittlerweile der bisherigen Darstellung, wonach eine Teamsitzung der Grund für die Verspätung von Ibertsberger und Janker war. "Es gab keine Mannschaftssitzung", sagte Manager Jan Schindelmeiser dem "kicker". Laut Schindelmeiser habe Rangnick nach dem Spiel "zwei, drei Sätze zur Mannschaft gesagt. Wer dabei alles anwesend war, muss noch recherchiert werden."

Zehn Minuten Verspätung?

Schindelmeiser will außerdem überprüfen, ob die Verspätung der beiden Profis tatsächlich zehn Minuten betragen habe und ob ein Missverständnis zwischen dem Kontrolleur und dem Hoffenheimer Mannschaftsarzt zu der prekären Lage geführt habe.

Punktabzug und Sperre drohen

Neben einer Sperre von einem Jahr für Ibertsberger und Janker droht Hoffenheim mittlerweile auch ein Punktabzug, da die Mönchengladbacher Verantwortlichen Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt haben.

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