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Bundesliga: 1899 Hoffenheim schweigt und ist angespannt

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1899 Hoffenheim  

Hoffenheim schweigt und ist angespannt

26.02.2009, 16:51 Uhr | t-online.de, sid

Ralf Rangnick ist angespannt. (Foto: imago)Ralf Rangnick ist angespannt. (Foto: imago) Eigentlich ist in Hoffenheim derzeit alles wie immer. Rund um das TSG-Trainingsgelände im Kraichgau-Dörfchen weht eine kühle Prise Landluft und im überheizten kleinen Presse-Container des Bundesligisten riecht es muffig. Wie vor jedem Ligaspiel stellt sich Ralf Rangnick auch vor dem Duell mit Borussia Dortmund den Fragen der Medienvertreter. Die sind nicht stärker vertreten als sonst auch, was wohl daran liegt, dass von vorneherein klar ist, dass zum einzig wirklich interessanten Thema nichts gesagt wird.

Gemeint sind die Doping-Ermittlungen des DFB gegen die Hoffenheimer Profis Andreas Ibertsberger und Christoph Janker, die beide am 7. Februar nach der Partie bei Borussia Mönchengladbach zu spät zur Doping-Kontrolle erschienen. Weil es ein schwebendes Verfahren ist, haben sie sich in Hoffenheim einen Maulkorb verpasst. Rangnick sagte nur so viel: "Im Training war das kein Thema. Die Jungs haben konzentriert gearbeitet und die Stimmung in der Mannschaft ist gut."

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Vorzeigemodell bekommt Kratzer

Das mag so stimmen, verhehlen kann man aber auch nicht, dass in Hoffenheim die Atmosphäre angespannter ist, also je zuvor. Denn das Vorzeigemodell hat einige Kratzer bekommen. Auf fast allen Gebieten arbeitet der Herbstmeister professionell mit den besten Experten. Nichts wird dem Zufall überlassen. Bei der Doping-Kontrolle wurde scheinbar geschlampt. Das will in Hoffenheim natürlich niemand zugeben. Doch wenn Rangnick erklärt, dass jeder Verein vor dem Spiel einen Doping-Beauftragten in den Spielberichtsbogen einträgt, ist eigentlich klar an welcher Stelle der Fehler gemacht wurde. Der Coach will keine Namen nennen, sagt aber vielsagend, dass bei 1899 entweder "der Mannschaftsarzt oder die Physiotherapeuten" für die Doping-Kontrollen zuständig sind.

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Mündliche Verhandlung wahrscheinlich

Trifft die Spieler gar keine Schuld, könnten sie um eine Sperre herum kommen. Ob dem so ist, muss jetzt geklärt werden. Hoffenheim hat jedenfalls am Mittwoch fristgerecht seine schriftlichen Stellungnahmen beim Deutschen Fußball-Bund eingereicht. Der Chef des Kontroll-Ausschusses, Anton Nachreiner, wird diese jetzt prüfen, ehe er sich zu Gesprächen mit den Beteiligten trifft. Genaue Termine hierfür gibt es noch nicht. Es gilt mittlerweile als ziemlich sicher, dass es in dem Fall wegen seiner Brisanz zu einer mündlichen Verhandlung kommt.

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Franke klärt auf

Eine Bagatelle ist die Geschichte jedenfalls nicht. In den zehn Minuten, die Ibertsberger und Janker zu spät kamen, gäbe es genug Möglichkeiten den Medikamenten-Missbrauch zu vertuschen. Werner Franke, Molekularbiologe und Doping-Fahnder aus Heidelberg spricht vom sogenannten "Polvos Rojos". "Das sind eiweißabbauende Enzyme. Davon genügt ein Stäubchen, um einen Epo-Nachweis zunichtezumachen. Dass diese auch bei der TSG zum Einsatz kam, kann nicht ausgeschlossen werden. So bleibt der Fall heikel. Eine Sperre für die Spieler, mindestens aber eine saftige Geldstrafe für den Verein, ist zu erwarten. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Hoffenheim und Rangnick Unterstützung von einem Kollegen bekommen.

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Unterstützung von Klopp

Jürgen Klopp, Trainer vom nächsten Hoffenheimer Gegner Borussia Dortmund, hat sich gegen eine Sperre der beiden Hauptdarsteller ausgesprochen. "Ich hoffe, dass die beiden Jungs nicht gesperrt werden für einen Fehler, den nicht sie begangen haben", sagte Klopp am Donnerstag in Dortmund. Einen Verzicht auf Ibertsberger und Janker beim Duell mit dem BVB schloss Rangnick aus. Beide würden zum Kader für das Dortmund-Spiel gehören. "Natürlich, solange sie spielberechtigt sind", erklärte der Hoffenheimer Trainer lapidar.

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