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VfL Wolfsburg  

Felix Magath muss Strafe zahlen

02.03.2009, 18:54 Uhr | dpa

Felix Magath ist sauer. (Foto: imago)Felix Magath ist sauer. (Foto: imago) Bundesliga-Trainer Felix Magath hat auch vor dem Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Kürzeren gezogen und muss wegen Schiedsrichterbeleidigung eine Geldstrafe bezahlen. Der 55 Jahre alte Coach des VfL Wolfsburg kam bei der Verhandlung am Montag unter dem Vorsitzenden Richter Goetz Eilers in Frankfurt/Main zwar mit seiner Berufung durch, die Strafe wurde jedoch nur um 2500 Euro von 10.000 auf 7500 Euro reduziert.

"Ich bin natürlich nicht ganz glücklich und sehe einige Tatsachen verdreht", sagte Magath.

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Vergleich mit der Küche

Magath hatte am 22. November in der Halbzeitpause der Partie gegen den VfB Stuttgart (4:1) Schiedsrichter Helmut Fleischer mit den Worten "Ihre Spielleitung ist unter aller Sau" beleidigt. "Das war nicht Sportman like. Das weiß man eigentlich im Sport, dass das nicht geht", sagte Eilers. "Wenn Sie die Kochleistung Ihrer Frau als unter aller Sau bezeichnen, dann führt das zu einer persönlichen Betroffenheit, die in Ihrer Familie für Unfrieden sorgt."

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Vorbildfunktion vergessen

Magath war damals auf die Tribüne verbannt worden, womit er seiner Ansicht nach genügend bestraft worden ist. Das DFB-Sportgericht wertete am 11. Dezember, als der Urteilsspruch aus dem schriftlichen Verfahren vom 28. November bestätigt wurde, den Satz jedoch als Schmähkritik und "herabwürdigende Äußerung" und belegte ihn wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro. Ähnlich sah es DFB-Kläger Anton Nachreiner. Er beschwor die Vorbildfunktion des Trainers: Wenn alle Verantwortlichen die Schiedsrichter so beschimpfen würden, "dann haben wir in Zukunft anarchische Zustände auf den Fußballplätzen".

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Gang vors Bundes-Verfassungsgericht?

Als weitere juristische Möglichkeiten, gegen das Urteil vorzugehen, bleiben Magath nun noch der Anruf des DFB-Schiedsgerichts und der Gang vors Bundesverfassungsgericht. Dies ließ er jedoch noch offen. "Ich war klar bei Verstand, als ich mit Doktor Fleischer gesprochen habe", sagte er nach der Verhandlung. "Eigentlich weiß ich jetzt nur, dass ich nichts sagen darf."

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Umgangssprachliche Sachkritik

Magath hatte bei der Vernehmung zuvor eingeräumt, "dass ich auch nicht glücklich über die Wortwahl bin". Von einer Beleidigung des Schiedsrichters wollte der 43-malige Nationalspieler jedoch nichts wissen und verwies sogar auf ein Lexikon für Redewendungen. Demnach sei dieser Ausdruck eine "geläufige, umgangssprachliche Sachkritik". Der Unparteiische Fleischer (Sigmertshausen) berichtete als Zeuge von einer "sehr lauten Ansprache" Magaths.

Kritik am Gericht

Mit Händen und Füßen hatte sich Magath in den vergangenen Monaten gegen die Geldstrafe gewehrt. Sein Anwalt Walther Behrends ging auch gleich auf Konfrontationskurs, indem er das Bundesgericht kritisierte: "Das ist ein Verbandsgericht und kein unabhängiges objektives Gericht." Magath war in beiden Verhandlungen bescheinigt worden, er sei ein unbescholtener Trainer, der in 14 Jahren nie vor dem Sportgericht erscheinen musste.

Koch im Fokus

Der Streit zwischen dem langjährigen Bundesliga-Coach und dem DFB war dann weiter eskaliert. Magath fühlte sich an den Pranger gestellt und machte dafür den DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch verantwortlich. Dieser hatte ihm vorgehalten, die "massive Beleidigung des Schiedsrichters zu bagatellisieren, Stimmung gegen die Schiedsrichter zu machen und sich mit den Rechtsorganen des DFB anzulegen".

Mit dem Sanktionskatalog gedroht

Nachdem Magath einen Gang durch alle Instanzen angekündigt hatte, drohte Koch mit noch härteren Maßnahmen und kündigte an: "Notfalls muss der Kontrollausschuss den Sanktionskatalog auspacken." Die Auseinandersetzung hatte auch für Aufsehen gesorgt, da der Wolfsburger Coach nur wenige Tage vor dem Zwischenfall noch mit Bundesliga-Vertretern und Unparteiischen am Runden Tisch in München gesessen hatte.

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