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Renault  

Briatore steht mit KERS auf dem Kriegsfuß

03.03.2009, 11:13 Uhr | Motorsport-Total.com

Kein Freund von KERS: Flavio Briatore (Foto: xpb.cc)Kein Freund von KERS: Flavio Briatore (Foto: xpb.cc) Flavio Briatore gilt als einer der größten Verfechter des Sparkurses in der Formel 1, will der Italiener die Königsklasse doch nachhaltig zukunftsfähig gestalten. Mit der Einführung des neuen KER-Systems steht der Renault-Teamchef allerdings auf dem Kriegsfuß. Dem Chef von Fernando Alonso und Nelson Piquet will der Sinn dieser Technologie nicht so recht einleuchten, wenn jeder KERS in seinem Fahrzeug spazieren fährt.

"Wir können doch keine Politik zur Reduzierung der Kosten an den Tag legen und dann mit der Einführung von KERS ein ganz neues Fass aufmachen", sagte Briatore der "Gazzetta dello Sport".

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Hunderte Millionen Euro in den Sand gesetzt?

Trotzdem wird auch Renault beim Auftaktrennen am 29. März in Melbourne wohl damit an den Start gehen: "Ich gehe davon aus, dass wir es in Australien einsetzen werden, weil es zwei oder drei Zehntelsekunden bringt", meinte der 58-Jährige. "Aber wenn jeder KERS einsetzt und sich dadurch zwei oder drei Zehntel verdient, dann wurden hunderte Millionen Euro in den Sand gesetzt." Die KER-Systeme speichern während der Fahrt abfallende Bremsenergie, die den Fahrern über einen Knopf am Lenkrad pro Runde für maximal 6,7 Sekunden 82 zusätzliche PS zur Verfügung stellen.

Renault-Boss will Einigkeit der Teams

Briatore forderte: "Die Formel 1 sollte als Einheit auftreten. Wir müssen einerseits die Kosten reduzieren, andererseits müssen wir die Effizienz und das Spektakel aufrecht erhalten. Wir sollten dabei allerdings die menschliche Komponente nicht vergessen." Die Teams müssten die Regeln machen und sie dann an den Automobilverband weiterleiten, brach Briatore eine Lanze für die Arbeit der Teamvereinigung FOTA.

Briatore: "Zuschauer interessieren sich nicht für Technik"

"Es handelt sich hierbei nun einmal um einen Sport, der Emotionen darstellt und so die Zuschauer unmittelbar am Geschehen beteiligt. Millionen von Fans wollen doch Überholmanöver sehen und interessieren sich überhaupt nicht für die Technik", erklärte der Renault-Teamchef abschließend.

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