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Bundesliga trotzt der Finanzkrise - Hopp kritisiert hohe Gehälter

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Bundesliga  

Bundesliga: Gewinner der Finanzkrise?

05.03.2009, 11:24 Uhr | t-online.de

Dietmar Hopp fordert die Liga zum Sparkurs auf. (Foto: imago)Dietmar Hopp fordert die Liga zum Sparkurs auf. (Foto: imago) Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis sich die Finanzkrise auch im Fußball bemerkbar machen wird. Dietmar Hopp kritisierte jetzt in der "Bild“-Zeitung, dass die Spielergehälter zu hoch seien. "Wenn die Krise länger anhält, werden diese sinken müssen.“ Einige Klubs haben bereits angekündigt, in der kommenden Saison den Gürtel enger zu schnallen.

Dennoch gibt es auch Stimmen, die sagen, dass der deutsche Fußball im internationalen Vergleich von der Krise profitieren könnte. Doch in einem Punkt sind sich alle einige: Die Spielergehälter sind generell zu hoch.

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Hopp vermutet Dauerkarten-Rückgang

Daher hält Hopp in diesem Bereich auch Reduzierungen für logisch: "Die große Ausgabenkomponente sind nun mal die Personalkosten, da ist auch das größte Einsparpotential. Das ist wie bei jedem Wirtschaftsunternehmen“, erklärte der Mäzen und Gönner der TSG 1899 Hoffenheim. Zumal "sich die Finanzkrise auch beim Dauerkarten-Verkauf für die nächste Saison auswirken wird. Das Problem ist einfach, dass dann nicht mehr genug Geld da ist.“

Hertha BSC Berlin plant konservativ und will sparen

Klubs kündigen Kürzungen an

Eintracht Frankfurt hat bereits reagiert und wird die Gehälter in der neuen kürzen. "Wir werden eine Million einsparen“, sagte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen. Hertha BSC will seinen Etat um drei Millionen kürzen. Und nach Informationen der "Sport Bild“ wird Werder Bremen noch deutlich drastischere Schritte einleiten. Sollte die Champions League nicht erreicht werden und danach sieht es aus, wollen die Grün-Weißen ihren Etat von 100 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro zurückfahren.

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Zwanziger kritisiert Gehältersituation

So könnte die Finanzkrise dafür sorgen, dass die exorbitanten Gehälter wieder etwas zurückgefahren  werden. Auch DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger kritisierte zuletzt im "Focus“ die "unermessliche Gehältersituation“. Zwanziger: "Es gibt für mich keinen Bereich des Lebens, in dem solche Zahlungen an Einzelpersonen leistungsangemessen sein können."

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Erfolgsstory Bundesliga

Zwanziger sieht in der Krise allerdings auch eine Chance. „Die Bundesliga ist seit ihrer Gründung eine Erfolgsstory ohnegleichen und kann sogar gestärkt aus der Krise herausgehen.“ Er könne sich deshalb vorstellen, dass ausländische Klubs sich an Deutschland orientieren. "Manche werden sich überlegen, diesen deutschen Weg zu gehen, anstatt von der Laune eines Milliardärs abhängig zu sein“, sagte Zwanziger.

Auch für AC Mailands Klubboss Berlusconi sind die fetten Jahre vorbei. (Foto: imago)Auch für AC Mailands Klubboss Berlusconi sind die fetten Jahre vorbei. (Foto: imago)

AC Mailand muss sparen

Italiens Renommierklub AC Mailand hat bereits angekündigt, die Spielergehälter um 30 Prozent kürzen. Den Beschluss habe Klubbesitzer Silvio Berlusconi wegen der zunehmenden Verschuldung des Vereins gefasst, berichtete die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". Milan lässt sich seine Profis jährlich 120 Millionen Euro kosten.

Was passiert in England?

Interessant dürfte die Entwicklung in England sein. Hier haben längst ausländische Investoren mit zweifelhaften Absichten das Heft des Handelns übernommen. Fußballexperte Günther Netzer kritisierte kürzlich den ausufernden Fußball-Kapitalismus als "unmoralisch" und "unanständig". Die von einigen Klubs in der Premier League gezahlten gigantischen Ablösesummen und Spieler-Gehälter würden in keinem Verhältnis mehr zur Leistung stehen. Netzer sieht die Premier League in einer heiklen Situation. "Es ist durchaus möglich, dass dort irgendwann alles zusammenbricht.“

UEFA hat Problem erkannt

Längst ist die Problematik der ausufernden Spielergehälter auch bei der UEFA angekommen. Präsident Michel Platini denkt darüber nach, wie man diesen Auswüchsen entgegensteuern kann. "Das europäische Sportmodell beruht auf offenen Ligen, unabhängigen Klubs und dem System von Auf- und Abstieg", erklärte der UEFA-Chef. "Eins ist jedoch sicher: Die europäischen Klubs sagen uns heute, dass unser System mittelfristig von einer finanziellen Implosion bedroht ist. Mit ihnen untersuchen wir derzeit die Idee, die Personalkosten eines Klubs, d.h. Gehälter und Transferausgaben, an einen bestimmten Prozentsatz seiner direkten und indirekten sportlichen Einnahmen zu binden."

Stabile Bundesliga trotzt der Krise

Für die Bundesliga indes kann die Finanzkrise sogar eine Imagesteigerung bedeuten. Der Vize-Präsident der Deutschen Fußball-Liga (DFL) Peter Peters sagte: "Wir in Deutschland haben jahrelang neidisch in die anderen Länder geschaut. Wir haben keine jubelnden Verhältnisse gehabt, aber stabile. Und das Stabile ist in diesen Zeiten vielleicht wichtiger als das Wachstum."

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