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FC Schalke 04 steht gegen 1. FC Köln am Scheideweg

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23. Spieltag - Freitagsspiel  

Schalke steht gegen Köln am Scheideweg

05.03.2009, 14:57 Uhr | dpa

Schalkes Coach Fred Rutten (li.) und Manager Andreas Müller (Foto: imago)Schalkes Coach Fred Rutten (li.) und Manager Andreas Müller (Foto: imago) Sportlich am Tiefpunkt, wirtschaftlich vor schwierigeren Zeiten, personell in der Zwickmühle - der FC Schalke 04 droht wieder einmal im hausgemachten Chaos zu versinken. Das Heimspiel gegen den 1. FC Köln (ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) wird wohl zum Endspiel für Trainer Fred Rutten und Manager Andreas Müller.

Gleichzeitig wächst der Druck auf die marode Mannschaft, die jeden Beweis ihrer angeblichen Klasse beharrlich schuldig bleibt und das Führungsduo im Stich lässt. Eine Schlappe gegen Köln könnte das Pulverfass zur Explosion bringen.

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Höwedes und Co.

Müller fordert Entscheidung des Aufsichtsrates

"Müller bettelt um Rauswurf", interpretierte die "Bild"-Zeitung Müllers Äußerungen nach der Pokal-"Katastrophe" (Rutten) in Mainz, nachdem er den zaudernden Aufsichtsrat zu einem klaren Wort aufgefordert hatte. Freiwillig, das machte der 46-jährige Müller im "kicker"-Interview deutlich, werde er sein Büro nicht räumen: "Eines steht felsenfest: Ich werde hier niemals zurücktreten."

Fehlende Rückendeckung der Klubbosse bemängelt

Die Schockstarre nach der sportlichen Bankrotterklärung am Mainzer Bruchweg hat inzwischen alle im Verein erfasst. Gefragt nach seiner Zukunft, beklagte der seit Monaten im Epizentrum der Kritik stehende Müller die fehlende Rückendeckung durch die Klubbosse. "Entweder man hat ein klares Bekenntnis zur sportlichen Führung, oder man hat keines. Alle im Verein haben die Pflicht, sich in einer solch schwierigen Situation Gedanken zu machen. Nur müssen die Gedanken irgendwann einmal auch enden. Dann muss man zu einem Ergebnis kommen und sagen, entweder machen wir mit Trainer und Manager weiter oder man zieht die Reißleine und sagt, man macht nicht weiter", so Müller.

Sind Andreas Müller und Fred Rutten auf Schalke überfordert? Provoziert Müller ihrer Meinung nach seinen Rauswurf? Nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende des Artikels.

Tönnies und Schnusenberg halten sich bedeckt

Der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies macht - wie alle Beteiligten - eine unglückliche Figur in einem unsäglichen Spiel, das zur quälenden Hängepartie werden könnte. Weder Präsident Josef Schnusenberg, der Rutten und seinem Vorstandskollegen Müller noch vor zwei Wochen eine Jobgarantie über diese Saison hinaus gab, noch der mit ihm beruflich verbandelte Tönnies lassen sich zu einem klaren Bekenntnis hinreißen.

Weit und breit keine Alternativen

Stattdessen gibt es nichtssagende Äußerungen. "Wirklich betroffen über die Vorstellung in Mainz" sei er, so Tönnies. "Wir im Aufsichtsrat werden uns in den nächsten Tagen genau überlegen, wie wir sportlich wieder auf die Beine kommen. An diesem Wochenende wird es keine Entscheidungen darüber geben. Alles Weitere will ich nicht kommentieren", sagte der Fleischfabrikant. Das Problem: Keiner weiß, ob eine Entlassung des Duos Rutten/Müller positive Folgen hätte. Oder ob sich ein Durchhalten am Ende noch auszahlen könnte. Zudem sind weit und breit keine adäquaten Alternativen in Sicht.

Schalke bläst geplante Riesenparty ab

Erschwerend ist, dass sich die treuen Fans, eigentlich das höchste Gut auf Schalke, in Scharen und mit Grausen abwenden. Der Frust über den Niedergang ist so groß, dass sogar die Lust aufs Feiern verflogen ist. So wurde eine für den 4. April geplante Riesenparty zum 30-jährigen Bestehen des Schalker Fan-Club-Verbandes (SFCV) abgeblasen. "Wir hätten sehr gerne mit den Anhängern und der Mannschaft an diesem Tag gemeinsam gefeiert", erläuterte der SFCV-Vorsitzende Rolf Rojek. "Aber wir haben viele Rückmeldungen von Anhängern bekommen, die uns gefragt haben, ob der augenblickliche Zeitpunkt der Richtige ist. Uns allen ist derzeit einfach nicht zum Feiern zumute. Das ist zwar schade und traurig, aber leider die Realität", sagte Rojek.

Rutten gibt sich kämpferisch

Wie Rutten in dieser vergifteten Atmosphäre die von Selbstzweifeln gequälte Elf auf die Köln-Partie erfolgversprechend vorbereiten soll, ist sogar dem Niederländer selbst ein Rätsel. "Die Realität ist, dass wir das nächste Spiel vor uns haben. Es ist zwar schwierig, die Mannschaft nach solch einer Enttäuschung wie in Mainz wieder auf die nächste Aufgabe in der Bundesliga vorzubereiten, aber das müssen wir", sagte Rutten. Doch wie Müller gibt er nicht auf: "Ich bin ein Kämpfer und sehe meine Arbeit hier noch nicht als beendet an."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:


FC Schalke 04: Neuer - Rafinha, Höwedes (Krstajic), Bordon, Kobiaschwili - Jones - Rakitic, Westermann - Farfan, Kuranyi, Sanchez

1. FC Köln: Mondragon - Brecko, Geromel, Mohamad (McKenna), Matip - Petit, Pezzoni - Brosinski, Vucicevic, Ehret - Novakovic

Schiedsrichter: Perl (München)

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