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Hamburger Polizei beschwert sich bei der DFL

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2. Bundesliga - Freitagsspiel  

Hamburger Polizei beschwert sich bei der DFL

07.03.2009, 14:56 Uhr | dpa

Ein brennender Bus vor den Einsatzkräften in Hamburg am Rande des Zweitligaspiels zwischen St. Pauli und Rostock. (Foto: dpa)Ein brennender Bus vor den Einsatzkräften in Hamburg am Rande des Zweitligaspiels zwischen St. Pauli und Rostock. (Foto: dpa) Am Tag nach den sweren Kchrawallen im Umfeld des Zweitliga-Nordderbys zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Hansa Rostock beschwerten sich die Einsatzkräfte der Hamburger Polizei über die ihrer Ansicht nach unmögliche Terminierung dieses so genannten Risikospiels. "Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen sollte ein solches Spiel beim nächsten Mal nicht noch einmal an einem Freitagabend stattfinden", sagte Polizeisprecher Ralf Meyer.

"Es kann nicht wahr sein, dass man Wasserwerfer und mehr als 1000 Polizeibeamte aufbieten muss, um Fans zweier rivalisierender Vereine auseinanderzuhalten. Man sollte nicht einfach zur Tagesordnung übergehen." Bei den Straßenschlachten waren fünf Polizisten, zwei Fans und ein Passant verletzt worden.

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Ex-Paulianer Hieronymus wehrt sich

Die DFL arbeitet bei der Auswahl der Spieltermine aus der 2. Bundesliga eng mit der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) der Polizei mit Sitz in Düsseldorf zusammen. "Wir stimmen alle Ansetzungen mit der ZIS ab und haben auch hier den Vorgaben der ZIS entsprochen", sagte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus auf dpa-Anfrage. Er hatte bereits am Tag vor der Begegnung in der "Hamburger Morgenpost" darauf hingewiesen, dass die ZIS gefordert hatte, die Partie entweder am Freitag oder am Montag spielen zu lassen.

Inakzeptable Situation

Nach den Vorfällen im Hinrunden-Spiel in Rostock galt für die Begegnung ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Bei dem Großeinsatz nahm die Polizei fünf Menschen vorläufig fest, zehn weitere kamen in Gewahrsam. "Das war der größte Polizeieinsatz, den wir bei einem Zweitligaspiel in Hamburg je hatten", berichtete Meyer. "Die Lage hat gezeigt, dass das leider notwendig war. Wenn man sich vorstellt, dass das ein Fußballspiel war - das ist eigentlich eine Situation, die nicht akzeptabel ist."

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Zwei nicht zu besänftigende Fanlager

Randalierer aus beiden Lagern bewarfen Polizisten mit Steinen, Flaschen und Böllern. In der Gegend um das Stadion brannten die teils vermummten Krawallmacher Feuerwerkskörper und bengalische Feuer ab. Die Einsatzkräfte rückten mit mehreren Wasserwerfern an und setzten Schlagstöcke sowie Pfefferspray ein. "Die beiden Fangruppen sind so verfeindet, dass sie nur noch rot sehen", sagte eine Polizeisprecherin.

Ausnahmezustand

In der Nähe des Stadions hatten sich nach dem Spiel bis zu 1000 St. Pauli-Fans und schwarz gekleidete Autonome gesammelt. "Alles, was sich bewegen ließ, war auf der Straße verteilt - von Müllcontainern bis zu herausgerissenen Gehwegplatten", sagte die Sprecherin. Beamte seien massiv angegriffen worden. Dabei wurde unter anderem ein 23 Jahre alter Polizeimeister aus Schleswig-Holstein von Glasscherben schwer am Bein verletzt. Als die Polizei erneut Wasserwerfer einsetzte, zogen sich die Randalierer in kleinen Gruppen zurück.

Polizisten als Blitzableiter

Gegen 22.00 Uhr hatte sich die Lage beruhigt. "Durch den massiven Polizeieinsatz haben wir ein Aufeinandertreffen beider Gruppen verhindert - aber leider Gottes wurden dann Polizeibeamte als Ersatzgegner genommen und traktiert", sagte Meyer.

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Beiden Klubs droht eine Geldstrafe

In der Halbzeit des Nordderbys zündeten Rostocker Chaoten bengalische Feuer und Feuerwerkskörper, worauf die zweite Spielhälfte erst mit Verspätung angepfiffen werden konnte. Der DFB kündigte an, dass der Kontrollausschuss ermitteln werde. Beide Vereine müssen mit einer Geldstrafe rechnen. Insgesamt waren nach Polizeiangaben rund 1500 Rostocker Fans im Stadion.

Erleichterung beim Pauli-Boss

"Dass es ein Problem mit den Rostocker Fans gibt, war allen vorher bewusst", sagte Corny Littmann, Präsident des FC St. Pauli. Littmann war erleichtert, dass die Partie zu Ende gespielt werden konnte: "Zumindest ist es gelungen, das Spiel über 90 Minuten durchzuführen."


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