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FC Schalke 04 feuert Manager Müller - Rutten darf bleiben

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Schalke 04  

Schalke feuert Manager Müller

09.03.2009, 14:48 Uhr | sid

Andreas Müller ist nicht mehr Schalke-Manager. (Foto: imago)Andreas Müller ist nicht mehr Schalke-Manager. (Foto: imago) Bundesligist FC Schalke 04 hat Andreas Müller zum Sündenbock für die verkorkste Saison gestempelt und erwartungsgemäß die Trennung vom umstrittenen Manager vollzogen. Das gab der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies nach einem Krisengespräch mit Müller im Beisein von Aufsichtsratsmitglied Jens Buchta in der Geschäftsstelle in Gelsenkirchen bekannt.

Der 46-jährige Müller, der als Spieler, Co-Manager und Manager insgesamt 21 Jahre dem Traditionsklub angehörte, war von Tönnies zum Rapport bestellt worden. "Wir haben Andreas Müller beurlaubt. Es war ein einstimmiger Aufsichtsratsbeschluss. Das sportliche Konzept, das er uns schon vor einigen Wochen vorgelegt hat, hat uns nur teilweise überzeugt", sagte Tönnies vor mehreren Dutzend Medienvertretern.

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Nachfolger noch nicht in Sicht

Zuvor hatte der mächtige Aufsichtsrats-Boss dem Manager den Rücktritt nahe gelegt. Tönnies: "Das hat er aber abgelehnt." Müller habe sich, so Tönnies, "zweifelsohne Verdienste" in den letzten Jahren erworben, deshalb sei es eine schwierige Entscheidung und "kein schöner Tag für mich gewesen". Ein Nachfolger für Müller ist derzeit noch nicht in Sicht.

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Kommt jetzt Olaf Thon?

Die sportliche Leitung wurde auf die Schultern von Trainer Fred Rutten, der zunächst im Amt bleibt, Geschäftsführer Peter Peters und Präsident Josef Schnusenberg verteilt. "Es liegen bereits viele Bewerbungen auf dem Tisch", so Tönnies, "aber wir befinden uns noch nicht in der Entscheidungsfindung. Unser erstes Ziel ist es, bis zum Saisonende sportlich erfolgreich zu sein. Dann sehen wir weiter." Immer wieder wurden Schalke-Idol Olaf Thon, aber auch Schalkes dänischer Ex-Profi Ebbe Sand gehandelt.

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Einkaufspolitik ließ zu wünschen übrig

Müller, der im Mai 2006 die Nachfolge von Rudi Assauer als Manager auf Schalke angetreten hatte, stand bereits seit November wegen seiner Einkaufspolitik massiv in der Kritik. Er setzte zahlreiche Transfers in den Sand, vor allem die Spielmacherposition konnte von Müller nicht adäquat besetzt werden - das große Manko im Spiel der Königsblauen.

286 Spiele für Schalke bestritten

Vor Wochenfrist war der Traditionsklub im DFB-Pokal im Viertelfinale am Zweitligisten FSV Mainz 05 gescheitert (0:1). Zuvor war bereits in der Champions-League-Qualifikation und im UEFA Cup frühzeitig Endstation gewesen. Müller bestritt für die Königsblauen von 1988 bis 2000 insgesamt 286 Erst- bzw. Zweitligaspiele (30 Tore). 1997 gehörte er den Euro-Fightern beim UEFA-Cup-Triumph an.

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