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McLaren-Mercedes geschockt: Lewis Hamilton fährt hinterher

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McLaren-Mercedes - Lewis Hamilton  

Miese Prognose für den Weltmeister - vom eigenen Stall

20.03.2009, 12:03 Uhr | sid, dpa

Lewis Hamilton testet in Barcelona den neuen Silberpfeil, den Mercedes-McLaren MP4-24. (Foto: imago)Lewis Hamilton testet in Barcelona den neuen Silberpfeil, den Mercedes-McLaren MP4-24. (Foto: imago) Natürlich weiß vor dem ersten Saisonrennen der Formel 1 niemand, wo er steht. Die Wahrheit liegt auf dem Asphalt, unter Rennbedingungen. Doch noch bevor in Melbourne die erste Ampel auf Grün umschaltet, schlägt ausgerechnet das Team des Weltmeisters Alarm. Lewis Hamilton fahre ab dem Saisonstart in Australien am 29. März auf unbestimmte Zeit der Musik hinterher. Das jedenfalls liest Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug aus den Resultaten der Testfahrten heraus.

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Die Silberpfeile sind geschockt

"Wir müssen uns nach den Testergebnissen darauf einstellen, im letzten Drittel der Startaufstellung zu stehen", sagte Haug. Bei den Testfahrten erlebte Hamilton sein blaues Wunder, denn der Weltmeister fuhr weit hinter den großen Rivalen her. Ein Schock für das gesamte Team. "Wir müssen unser technisches Paket deutlich verbessern. Dieser Prozess benötigt Zeit - und das kann bis zum Beginn der Europasaison dauern, vielleicht sogar etwas länger", meint Haug.

Hamilton beginnt - wie alle - von vorne

Die Rollen sind klar verteilt: Hamilton ist der Weltmeister, der Finne Heikki Kovalainen der Wasserträger. Hamilton könne mit dem, was er in zwei Jahren erreicht habe, sehr zufrieden sein, sagt Haug. Das gäbe dem Briten noch mehr Kraft und Ruhe. "Geschenkt bekommt Lewis deshalb aber gar nichts, und den Bonus des amtierenden Weltmeisters hat er auch nicht", sagt der Mercedes-Sportchef über den Topverdiener der Branche

BMW ist zum Titelaspiranten gereift

Während bei den Silberpfeilen derzeit nur die Startnummer eins auf Hamiltons Auto glänzt, funkeln beim deutschen Erzrivalen BMW die Augen vor Angriffslust. "Wir wollen um den Titel mitkämpfen", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Erstmal mit dem neuen Reglement klarkommen

Haug schaut im Titelrennen nicht nur auf Ferrari: "BMW will es wissen, kein Zweifel, und ich schätze sie als stark ein." In der neuen Saison werden die Karten laut Theissen allerdings völlig neu gemischt. Die zusätzliche Herausforderung bestehe in den größten Regeländerungen, die es in der Formel 1 jemals gegeben habe, sagt der BMW-Motorsportdirektor: "Die Einführung einer völlig neuen Aerodynamik, der Slicks und KERS sowie das neue Motorenreglement machen das Kräfteverhältnis schwer berechenbar."

Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel

Hätte die FIA nur an den Vorschriften für die Autos gebastelt, wäre dies noch hinzunehmen. Aber das neu erdachte Prozedere zur Ermittlung des Weltmeisters, also nur noch Siege zählen zu lassen, nervt die gesamte Szene und jene, die ihr anhängen: "Es ist eine Schande, was mit der Formel 1 passiert", urteilte Hamilton. Ferraris Firmenboss Luca Di Montezemolo, der auch Chef der Teamvereinigung FOTA ist, schimpfte: "Es ist absurd, ernst und gefährlich, dass die Formel 1 eine Woche vor dem ersten Grand Prix in so einer Situation ist, die sehr schlecht für ihre Glaubwürdigkeit, ihre Sicherheit, die Teams, die Autohersteller, die Fans, die Journalisten und die Sponsoren ist."

Dachverband versus Teams und Fahrer

Rennställe und Piloten fühlen sich von den Beschlüssen der FIA überrumpelt und in der Regel-Debatte übergangen. "Zum ersten Mal in den vergangenen Jahren arbeiten die Teams, Fahrer, Sponsoren und Fans alle zusammen für das Gute in unserem Sport. Jetzt müssen uns die Dachverbände nur noch zuhören und dabei helfen", sagte Hamilton in Anspielung auf den offensichtlichen Alleingang der FIA.

Aktuelle News Nachrichten rund um die Formel 1

Die Rückkehr zum alten Modus wird gefordert

In der Debatte um den WM-Modus forderte der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso die sofortige Rückkehr zum alten Wertungssystem, in dem die Gesamtzahl der Punkte über den Titelgewinn entschied. Skeptisch zeigte sich inzwischen auch der Australier Mark Webber. "Wir könnten einen Weltmeister bekommen, der mehr Fehler macht als der Zweite", erklärte der Red-Bull-Fahrer.

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