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FC Schalke 04  

Schalke beurlaubt Trainer Fred Rutten

26.03.2009, 14:05 Uhr | sid, dpa

Die Zeit auf Schalke läuft ab für Fred Rutten (Foto: AP)Die Zeit auf Schalke läuft ab für Fred Rutten (Foto: AP) Der FC Schalke 04 hat die zur Posse gewordenen Spekulationen über eine Entlassung von Cheftrainer Fred Rutten beendet. Mit sofortiger Wirkung beurlaubte der Bundesligist den 46-jährigen Niederländer. Vorangegangen war dieser Entscheidung ein Gespräch zwischen Josef Schnusenberg, dem Vorstandsvorsitzenden der in die Krise geratenen Königsblauen und Rutten.

Wie der Klub mitteilte, habe es eine "sehr sachliche und teilweise auch emotionale" Auseinandersetzung gegeben. Als Interimslösung wird zunächst der verbliebene Trainerstab mit Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck das Training leiten.

Fred Rutten muss Schalke 04 verlassen. Ist das die richtige Entscheidung des Klubs? Nutzen Sie die Kommentar-Funktion am Ende des Artikels uns sagen Sie uns Ihre Meinung.

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Alle Saisonziele verfehlt

Rutten hatte sein Amt auf Schalke am 1. Juli 2008 angetreten und hatte einen Vertrag bis Sommer 2010. Grund für die vorzeitige Trennung ist Erfolglosigkeit: Die Knappen sind in der Qualifikation zur Champions League ausgeschieden und in der Gruppenphase des UEFA Cups sowie im Viertelfinale des DFB-Pokals gescheitert. In der Bundesliga rangiert das Team derzeit lediglich auf Platz acht.

"Schalke ist ein super Verein"

Obwohl über die vorzeitige Entlassung kaum noch Zweifel bestanden hatte, teilte der Niederländer zunächst nur mit, dass Schalke ihn in der kommenden Spielzeit nicht mehr als Trainer haben wolle. "Peter Peters hat mir in den vergangenen Tagen gesagt, dass ich in der nächsten Saison nicht mehr Trainer sein werde", sagte er nach Unterredungen mit seinem Geschäftsführer, gab sich aber am frühen Nachmittag noch kämpferisch. "Ich bin nicht mit dem PSV Eindhoven im Gespräch, sondern konzentriere mich auf meine Sache mit Schalke", sagte er. Schalke sei "ein super Verein und hat ein sehr großes Potenzial. Es macht mir immer noch Spaß, hier zu arbeiten".

Der künftige Manager hat viel zu tun

Neun Spieltage vor dem Bundesliga-Ende stehen die einst hoch ambitionierten Schalker endgültig vor einem Scherbenhaufen. Manager Andreas Müller seit mehr als zwei Wochen weg, der Trainer nach einigem Hickhack ebenfalls abgesetzt - die Verantwortlichen um Schnusenberg müssen einen Problemberg abtragen. Der kommende Manager, der möglicherweise Oliver Kahn heißt und den die Königsblauen laut Zeitplan schon in dieser Woche präsentieren wollen, hat enorme Zukunfts-Herausforderungen zu bewältigen. Nach Angaben des "kicker" soll sich Aufsichtsratschef Tönnies in der Frage eines neuen Trainers sogar nach Arsene Wenger vom FC Arsenal informiert haben.

Königsblau fängt wieder von vorne an

Schnusenberg hatte bereits am Dienstag finanzielle Einschnitte und personelle Veränderungen angekündigt. Man werde "um einige Leistungsträger herum eine junge und hungrige Mannschaft aufbauen. Die Jugend spielte auf Schalke immer eine große Rolle. Diesen Trend wollen und müssen wir fortsetzen", lautet die Prämisse des 68-Jährigen vor dem Neuaufbau, der spätestens mit dem Ende der aktuellen Saison einsetzen soll.

Assauer kritisch zu Kahn eingestellt

Schalkes früherer Manager Rudi Assauer ging mit der Führung des Krisenclubs hart ins Gericht. "Die Verantwortlichen von Schalke 04 sind im Moment ein bisschen kopflos", sagte der 64-Jährige der "Nordwest-Zeitung" Oldenburg. "Sie haben große Schwierigkeiten, alles wieder einigermaßen zurückzuholen. Das heißt in Form von Klasse, Spielen und Gewinner-Mentalität." Assauer bezeichnete den Status quo als "Katastrophe". Die Frage, ob der frühere Nationaltorwart Kahn der geeignete Müller-Nachfolger wäre, beurteilt er skeptisch. "Mit Oliver Kahn ist das äußerst schwierig. Erstens ist er Torwart und kein Feldspieler, und Torhüter sind bekanntlich eine ganz besondere Spezies." Außerdem sei die Frage, wie Kahn mit den Verantwortlichen und den Fans auskomme und etwas Neues beginnen könne.

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