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Formel-1-Kolumne zum Großer Preis von Australien von Australien

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Formel-1-Kolumne zum GP von Australien  

Das große Plus und Minus der neuen Formel 1

30.03.2009, 09:20 Uhr | t-online.de

Aus Melbourne berichtet Elmar Brümmer

Wie ein Außerirdischer: Jenson Button (Foto: xpb.cc)Wie ein Außerirdischer: Jenson Button (Foto: xpb.cc) Das erste Rennen der neuen Saison liegt hinter uns. Einhundert Minuten runderneuerte Formel 1 in Melbourne - reicht das schon zu einem Urteil, wie gut die Formel Zweitausendneun wirklich ist? Zumindest genügt es, um die Pluspunkte des spektakulären Auftaktrennens zu addieren, und hier und da auch noch das ein oder andere Minus zu verteilen.

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PLUS: Eine Schweigeminute für den Sieger

Die Titelseite von "The Age", der größten Zeitung Melbournes, zeigt einen Jenson Button, der wie ein Außerirdischer die behandschuhten Finger in die Dämmerung streckt. Dicke Letter verkünden darunter: "Die neue Ordnung der Welt." In der Tat ist nach der Triumphfahrt von Melbourne etwas passiert, was es in der Formel 1 noch nie gab. Der Sieg des schon als ewiges Talent abgestempelten Button brachte den genialen Teamchef Ross Brawn, der von Button nur "der große Bär" genannt wird, eine glatte Viertelstunde lang zum verstummen. Schweigeminute für Sieger.

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MINUS: Reich an Erfahrung, aber trotzdem abgewürgt

Jeder Zirkus braucht einen Clown, auch der Grand-Prix-Zirkus. Der findet sich ebenfalls im Rennstall von Ross Brawn: Rubens Barrichello, jahrelang Beifahrer von Michael Schumacher, hat zwar die meisten Formel-1-Rennen (272) auf dem Konto, aber die Erfahrung reichte nicht, um seinen Rennwagen am Start in die Gänge zu bringen. Abgewürgt, reichlich Kollisionen ausgelöst, und am Ende wieder den Traum vom Weltmeistertitel erneuert. Wenn der Brasilianer nicht dran glaubt, wer dann?

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PLUS: Der Fahrer steht wieder im Mittelpunkt

Die neue Geheimwaffe: KERS (Foto: xpb.cc)Die neue Geheimwaffe: KERS (Foto: xpb.cc) Es kommt in der neuen Technik-Formel wieder mehr auf die Fahrer an, wie die Fehlerquote, die im großen Knall zwischen Sebastian Vettel und Robert Kubica mündete, am spektakulärsten zeigte. Der große Gegner der Piloten sind mal wieder die Reifen, wie eindrucksvoll am Totalausfall der Scuderia Ferrari abzulesen war. Nick Heidfeld, früh um alle Chancen gebracht, nutzte seinen KERS-Zusatzschub nicht zum Überholen - aber zum Verteidigen seiner Position. Platz zehn ist seine Plakette für ausgezeichneten Kampfgeist. Ein Extra-Lob geht an den Debütanten Sebastien Buemi, der als Vettel-Nachfolger bei Toro-Rosso mit seiner coolen Leidenschaft gleich zwei Punkte einfahren konnte. Die Schweiz hatte seit 1985 auf WM-Zähler warten müssen.

MINUS: Zurück zur alten Skandal-Formel

Das erste Rennen war auch der Beginn zu einer Protest-Weltmeisterschaft. Das Ergebnis von Australien (und auch Malaysia) wird bis zum 14. April vorläufig bleiben, bis über die Doppel-Diffusoren von Brawn, Williams und Toyota entschieden ist. Toyota wollte einen illegalen Heckflügel einsetzen, Williams das halbe Feld per Protest gegen die Aerodynamik lahm legen lassen. Noch mehr als die Techniker haben gerade die Anwälte hinter den Kulissen zu tun, Toyota überlegt noch einen Einspruch gegen die Degradierung von Jarno Trulli, der während der Safety-Car-Phase überholt hatte. Das würde aus der neuen Formel 1 ruck-zuck wieder die alte Skandal-Formel machen.

PLUS: Die Formel 1 spricht wieder fließend deutsch

Auf das deutsche Rennquintett lässt sich wieder wetten. Nicht nur, weil Sebastian Vettel auf dem Podium gelandet wäre, wenn das Rennen nur vier Runden kürzer gewesen wäre. Timo Glocks bravouröser Kampf von der Boxengasse auf Rang vier, Nico Rosbergs mit drei WM-Punkten belohnte schnellste Runde im Williams, Sutil und Heidfeld nach der Chaos-Startphase am Ende auch unter den Top Ten: Die Deutschrunde kann getrost so weitergehen.

MINUS: Silberpfeile nur stark im Kundendienst

Noch nicht ganz auf der Höhe: die Silberpfeile (Foto: xpb.cc)Noch nicht ganz auf der Höhe: die Silberpfeile (Foto: xpb.cc) Zwar vertrauen die drei besten Fahrer von Melbourne auf Mercedes-Motoren, aber so richtig zum Lachen findet das Mercedes-Sportchef Norbert Haug auch nicht, wenn er vom Kundendienst spricht. Die Fahrt von Titelverteidiger Lewis Hamilton von hinten nach vorn war zwar eine seiner besten Darbietungen in der Königsklasse, aber auch stark von den Zufällen des Chaos-Rennens geprägt. Ansonsten gilt der Silberpfeil nach eigenen Angaben noch als "stark unterentwickelt". Tendenziell kommt zwar die bajuwarische Konkurrenz von BMW besser zurecht, für den Sprung als Titelherausforderer hat es aber im ersten Anlauf nicht gereicht.

PLUS: Heppenheimer im Schumi-Stil

Sebastian Vettel, trotz allem. Fehler gemacht, Reue gezeigt, sich nicht aus dem Konzept bringen lassen - so muss die Strategie des Heppenheimers lauten. Immerhin weiß er jetzt, dass er wirklich ein Auto hat, das nicht nur gut aussieht, sondern auch ganz nach vorn fahren kann. Und er hat sich durch eine kluge und konstante Fahrweise - blenden wir die Nummer in Kurve drei mal aus - hinter Jenson Button eingeigelt. Der Sieger attestierte: "Vettel war stark." Und nur durch Ellbogen-Aktionen schafft man sich ganz vorne Respekt. Schumi-Stil.

MINUS: Sonnenuntergang über dem Albert Park

Die Idee, durch ein Rennen in die Dämmerung das Frühaufstehen in Europa erträglicher zu machen, hat den Charakter der Grand-Prix-Party im zerstört. Der Einbruch der Zuschauerzahlen war das eine bei der Spät-Schicht. Schlimmer und gefährlicher war die Tatsache, dass die Fahrer in der untergehenden Sonne manche Kurven nicht einsehen konnten, oder die Randsteine im gleißenden Licht nicht erkannten. Blenden steht der neuen Formel 1 überhaupt nicht.

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