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Großer Preis von Australien: Briatore beschimpft Brawn als Banditen

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GP von Australien  

Briatore beschimpft Brawn als Banditen

31.03.2009, 09:26 Uhr | dpa

Flavio Briatore schießt gegen Ross Brawn. (Foto: imago)Flavio Briatore schießt gegen Ross Brawn. (Foto: imago) Legal, illegal oder alles egal: An Ross Brawns außerirdischem Auto scheiden sich in der Formel 1 die Geister. Nach dem Doppelsieg beim Saisonauftakt in Melbourne wird das Superhirn in der englischen Heimat gefeiert, doch von den Formel-1-Kollegen wüst beschimpft.

Renault-Teamchef Flavio Briatore, der 1994 und 1995 bei Benetton gemeinsam mit Brawn Michael Schumacher zum Weltmeister machte, nennt den ehemaligen Weggefährten jetzt wegen der Diffusor-Affäre einen "Banditen".

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Reingelegt und ausgetrickst

Briatore behauptet, dass der technisch Delegierte des Automobil-Weltverbandes FIA hinters Licht geführt wurde. "Die Wahrheit ist, als Charlie Whiting um seine Meinung über die Legalität der Lösung gefragt wurde, sagte man ihm nicht die ganze Wahrheit. Er ist nur ein einzelner Polizist, umgeben von einer Bande von Banditen. Die haben ihn reingelegt und ausgetrickst', sagte der Italiener, der - wie andere Teams auch - fest davon überzeugt ist, dass das Brawn-Team nur wegen eines angeblich illegalen Heck-Diffusors so schnell ist.

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"Brawn: Er feuert in alle Richtungen"

Auch die sieben WM-Titel, die Benetton (2) und Ferrari (5) mit Brawn als Technikchef eingefahren haben, sind laut Briatore nicht das Verdienst des Superhirns: "Ross Brawn hat nie Titel gewonnen, denn sie wurden von Jean Todt und Stefano Domenicali, Flavio Briatore und Ron Dennis gewonnen", lästerte der Renault-Boss. Brawn reagiert scheinbar gelassen auf die Vorwürfe. "Wenn er einen Schritt zurückgeht und darüber nachdenkt, waren sie nicht logisch und etwas emotional", sagte der Brite: "Natürlich steht er mit seinem Team im Moment vor einer Herausforderung, und er feuert in jede Richtung."

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Ein Jahr hopp, dann topp

Brawns Erfolgsgeheimnis ist offenbar ganz einfach: Als er merkte, dass Honda in der Saison 2008 keine Chance hat, schenkte er das Jahr einfach mal ab. Diese Strategie habe schon bei Benetton mit Schumacher funktioniert, sagte Brawn: "Wir opferten 1993 und holten 1994 den WM-Titel." Das sei völlig verrückt gewesen: "Denn wir waren ein kleiner T-Shirt-Hersteller, der die Weltmeisterschaft gewann."

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Titelgewinn kein Thema

Diesmal sei es ähnlich gewesen, meinte Brawn: 'Wir haben mit diesem Auto vor 15 Monaten begonnen, und ich denke, dass wir das einzige Team sind, das dies getan hat." Vom Titelgewinn will der 54-Jährige aber noch nichts hören: "Die erste Aufgabe ist es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln und Rennen zu gewinnen."

Stuck: Technischer Vorsprung kaum aufzuholen

"Für den ehemaligen deutschen Formel-1-Piloten Hans-Joachim Stuck hat Brawn "einen technischen Vorsprung, der von der Konkurrenz nur sehr schwer aufzuholen ist. Es sei denn, die FIA nimmt ihnen diesen wieder weg." Das FIA-Berufungsgericht kommt am 14. April in Paris zusammen, um über den Protest der drei Rennställe Ferrari, Red Bull und Renault gegen die angeblich illegalen Diffusoren von Brawn, Toyota und Williams zu entscheiden.

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