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Doping - Radsport  

Radprofi Kohl gesteht Blutdoping

12.02.2010, 22:26 Uhr | sid, dpa

Radprofi Kohl belastet seinen ehemaligen Manager Matschiner schwer. (Foto: imago)Radprofi Kohl belastet seinen ehemaligen Manager Matschiner schwer. (Foto: imago) Der österreichische Radrennfahrer Bernhard Kohl hat ein umfassendes Dopinggeständnis abgelegt. Der ehemalige Gerolsteiner-Profi und Drittplatzierte der Tour de France 2008 räumte auf einer Pressekonferenz ein, Kunde bei der Wiener Blutbank Humanplasma gewesen zu sein. Schwere Vorwürfe richtete er vor allem gegen seinen Ex-Manager Stefan Matschiner.

"Ich habe von ihm EPO, Wachstumshormone, Insulin und Testosteron bekommen. Außerdem hat er mir bei Blut-Transfusionen geholfen", sagte Kohl. Bisher hatte der Österreicher nur Doping mit dem EPO-Nachfolgepräparat CERA zugegeben und war dafür im Oktober für zwei Jahre gesperrt worden.

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Mehrere Besuche bei der Wiener Blutbank

Der Drittplatzierte der letztjährigen Tour de France sagte aus, mit Matschiner dreimal bei der Wiener Blutbank gewesen zu sein und dort Blutdoping durchgeführt zu haben. Erstmals habe er 2005 Doping betrieben und insgesamt 50.000 Euro an den Manager bezahlt. Das ihm bei der Tour zum Verhängnis gewordene CERA habe er hingegen von dem Manager aber nicht bekommen. "Mein Lieferant war nicht Matschiner. Ich habe alle Namen, alle mir bekannten Hintermänner genannt, will diese aber aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht öffentlich machen", erklärte Kohl.

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Langlauf-Olympiasieger unter Verdacht

Bei seiner Aussage beim Bundeskriminalamt soll Kohl zuvor zwei weitere österreichische Sportler belastet haben. Laut österreichischen Medienberichten soll einer der Sportler Christian Hoffmann sein, Langlauf-Olympiasieger von 2002. Dieser wehrte sich jedoch empört. "Was? Was hat der gemacht? Ich kenne weder eine Blutzentrifuge noch Bernhard Kohl. Ich meine persönlich - ich kenne ihn nur aus dem Fernsehen", sagte Hoffmann der "Kronen"-Zeitung. Hoffmann nannte die Vorwürfe "absoluten Wahnsinn" Der 34-Jährige hatte das Olympiagold 2002 über die 30 Kilometer Freistil nachträglich erhalten, weil der ursprünglich siegreiche Johann Mühlegg des Dopings überführt worden war.

Matschiner drohen fünf Jahre Haft

Kohl erklärte weiterhin, die letzte Bluttransfusion habe im September 2008 stattgefunden. Damit fallen die Vorwürfe gegen Matschiner in die Zeit, für die das im vergangenen Jahr verabschiedete österreichische Anti-Doping-Gesetz gilt. Danach kann Handel und der Besitz von verbotenen Substanzen mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Matschiner war von einer Polizei-Sonderkommission wegen Verdachts auf Handel mit Dopingsubstanzen vorläufig festgenommen worden. Kurz zuvor hatte Matschiner seinerseits nur die Beteiligung an Bluttransfers eingeräumt, die Weitergabe von Doping-Präparaten aber bestritten.

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