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Formel 1: Jarno Trulli profitiert von Lewis Hamiltons Disqualifikation

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GP von Australien  

Trulli profitiert von Hamiltons Disqualifikation

02.04.2009, 13:05 Uhr | dpa

Lewis Hamilton wird für das Rennen in Australien disqualifiziert. (Foto: dpa)Lewis Hamilton wird für das Rennen in Australien disqualifiziert. (Foto: dpa) Lewis Hamilton flüchtete wortlos von der Strecke, seinen Chefs Martin Whitmarsh und Norbert Haug stand der Schreck ins Gesicht geschrieben: Die Folgen der Entscheidung der Rennkommissare, den Formel-1-Weltmeister und sein Team McLaren-Mercedes nachträglich aus der Wertung des Grand Prix von Australien zu streichen, sind für das sportlich ohnehin schon schwer gebeutelte silberne Lager weitreichend.

Schlimmer als der verlorene dritte Platz und die sechs Punkte schmerzt die Verantwortlichen das Image-Debakel. Denn die Glaubwürdigkeit ihres Chefpiloten und des Teams ist durch die Begründung des Urteils schwer erschüttert.

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Trulli wieder auf Platz drei

Die Kommissare bezichtigten Hamilton und den Rennstall, sie "absichtlich irregeführt" zu haben und damit indirekt der Lüge. Zugleich setzten die Funktionäre des Automobil-Weltverbandes FIA Toyota-Pilot Jarno Trulli wieder auf den dritten Platz und hoben die in Melbourne ausgesprochene Zeitstrafe von 25 Sekunden wegen verbotenen Überholens in der Safety-Car-Phase auf. Hamilton war durch das Urteil von Australien vom vierten auf den dritten Rang vorgerückt, Trulli auf Position zwölf zurückgefallen.

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McLaren-Mercedes soll absichtlich getäuscht haben

Die FIA lieferte in Malaysia in einer Presseinformation ihre Belege dafür, dass der Titelverteidiger und McLaren-Mercedes in der Verhandlung am vergangenen Sonntag gegen Trulli "absichtlich Beweise" vorgelegt hätten, durch die die Stewards zu einem falschen Urteil gekommen seien. Hamilton und Teammanager David Ryan haben laut FIA zweimal die Frage von Renndirektor Charlie Whiting verneint, ob es von Seiten des Teams die Anweisung gegeben habe, dass der Brite seinen Kontrahenten freiwillig vorbei lassen soll. Der protokollierte Funkverkehr bewies das Gegenteil.

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Haug wehrt sich gegen die Vorwürfe

Den Vorwurf der absichtlichen Falschaussage hatten Mercedes-Motorsportchef Haug und Teamchef Whitmarsh zuvor weit von sich gewiesen. "In unserem Team sagt niemand absichtlich etwas Falsches", wehrte sich Haug in Sepang, wo am Sonntag der Große Preis von Malaysia startet.

Mercedes verzichtet auf Berufung

Dennoch verzichtet der Silberpfeil-Rennstall auf eine Berufung. "Die Härte dieses Urteils ist unübersehbar. Wir brauchen jetzt all unsere Kraft für unsere weitere Leistungssteigerung auf der Strecke und erwägen auch deshalb keine Berufung, sondern akzeptieren die Dinge, wie sie sind", sagte Haug. "Wir konzentrieren uns auf das, was vor uns liegt: Der nächste Grand Prix wird am Sonntag gestartet, der letzte ist abgehakt."

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Trulli: "Ich bin glücklich"

Trulli war erleichtert. "Alle Beweise zeigen, dass ich nicht die Regeln gebrochen habe. Ich habe immer die Wahrheit gesagt. Ich bin glücklich", meinte der 34 Jahre alte Teamkollege von Timo Glock. Dennoch hatte Toyota am Mittwoch auf einen Einspruch wegen geringer Erfolgsaussichten verzichtet. Die Rennkommissare wurden selbst aktiv, nachdem neue Beweise aufgetaucht waren.

Überholmanöver im Zentrum der Diskussionen

Von der ominösen Szene in der 56. Runde gibt es offiziell keine TV-Bilder. Trulli war in Melbourne in der Safety-Car-Phase nach dem Unfall von Sebastian Vettel (Red Bull) und Robert Kubica (BMW-Sauber) an Position drei liegend kurz von der Strecke abgekommen. Hamilton überholte ihn, ließ sich dann aber wieder zurückfallen. Trulli dachte, der Brite habe ein Problem und ging wieder an ihm vorbei. In Australien hatte es geheißen, dass der 24-Jährige und das Team sich nicht sicher gewesen seien, ob sein Überholmanöver korrekt gewesen sei. Deshalb habe er Trulli passieren lassen.

Team-Anweisungen über Boxenfunk

Haug und Whitmarsh bemühten sich in Sepang mit einer Medienoffensive, den Imageschaden so gering wie möglich zu halten. Das Verhalten ihres Chef-Chauffeurs auf der Strecke wurde von den Stewards nicht moniert. Knackpunkt ist, dass er und McLaren-Mercedes die Kommissare aber nicht über das Gespräch zwischen Fahrer und Team während des Vorgangs und die Anweisung informiert hatten, sich wieder zurückfallen zu lassen. In Interviews in Australien soll Hamilton dann erwähnt haben, dass er auf Anweisung seines Teams Trulli passieren lassen habe.

Whitmarsh dachte, die Kommissare hören ohnehin mit

Wenn er diese Version aber vor den Renn-Juristen ausgesagt hätte, wäre Trulli schon am vergangenen Sonntag entlastet worden und der Brite hätte sich nicht um einen Platz und einen Punkt verbessern können. "Wir dachten, die Kommissare hätten ohnehin die Konversation zwischen uns und Lewis mitbekommen, weil der Funkverkehr abgehört wird", meinte Whitmarsh. "Das war ein Fehler des Teams."

100 Millionen Euro Strafe vor zwei Jahren

Auseinandersetzungen mit der FIA sind nichts Neues für McLaren-Mercedes. Am spektakulärsten war das Urteil 2007 in der Spionage-Affäre mit Ferrari. McLaren-Mercedes musste die Rekord-Geldstrafe von 100 Millionen Dollar zahlen und wurde für die Konstrukteurs-Wertung disqualifiziert.

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