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Transfermarkt: Der beste Fußballer Afrikas bald in der Bundesliga?

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Bundesliga - Transfermarkt  

Der beste Fußballer Afrikas bald in der Bundesliga?

03.04.2009, 21:40 Uhr | t-online.de

Mahmoud Abdel Razek, genannt "Shikabala", 2005 im Trikot PAOK Salonikis. (Foto: imago)Mahmoud Abdel Razek, genannt "Shikabala", 2005 im Trikot PAOK Salonikis. (Foto: imago) Sie sind den Deutschen in der Spielanlage so ähnlich, werden jedoch hier zu Lande zu Gunsten der technischen Eleganz der Schwarzafrikaner gerne übersehen: Ägypter finden selten den Weg in die Bundesliga. Dabei kommen sie aus dem Land des Rekordsiegers des African Nations Cups und aus der stärksten Liga des Schwarzen Kontinents. An ihrem Besten aber kommt auch die Bundesliga nicht vorbei: "Shikabala".

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Den Zug nicht verpassen

"Einige Bundesligaklubs springen jetzt auf den afrikanischen Zug auf", weiß Sascha Empacher von der Spielermanagementagentur "Spocs", "weil die Jungs dort sehr viel billiger sind als gleich gute Südamerikaner." Die ägyptische Liga sei "die stärkste in Afrika, etwa so stark wie die Türkei, Dänemark oder Belgien in Europa." Und Mahmoud Abdel Razek eines ihrer Aushängeschilder. Der Offensiv-Allrounder nennt sich nur "Shikabala" und gab bereits bis Februar 2007 ein knapp zweijähriges Gastspiel in Europa, beim griechischen Spitzenklub PAOK Saloniki. "Der beste Fußballer Afrikas", schätzt Empacher den 23-Jährigen ein.

Shikabala wird beobachtet

Zum afrikanischen Gipfeltreffen mit Ghana, als bei den Gästen Isaac Vorsah aus Hoffenheim seinen ersten Nationalmannschaftseinsatz feierte, hatten sich am 11. Februar 2009 Vertreter Dortmunds und des 1. FC Köln auf der Tribüne in Kairo eingefunden - wegen Shikabala. Der Star hatte sich jedoch mit den Fans bei seinem Klub Zamalek überworfen und war von seinem Nationaltrainer Hassan Shehata aus diziplinarischen Gründen nicht berücksichtigt worden. Trotzdem: Interessenten aus ganz Europa hängen an Shikabalas Fersen.

Zwei Mal nacheinander Sieger des Afrika-Cups

2008 gewannen er und Kollegen zum zweiten Mal nacheinander die Afrika-Meisterschaft. Allerdings jagen die Ägypter ihrer dritten WM-Teilnahme seit 1990 vergeblich hinterher. Diese fehlende internationale Präsenz sorgt für schleppendes oder kaum vorhandenes Interesse aus Deutschland. Immerhin liegt auch der einzige Länderspielvergleich schon über 50 Jahre zurück. Am 28. Dezember 1958 gewann Ägypten mit 2:1 gegen den damaligen WM-Vierten.

England wirft Ägypten und Kamerun raus

WM: ein leidiges Thema im Land der Pyramiden. Zuletzt gab es auf dem Weg nach Südafrika ein ernüchterndes 1:1 daheim gegen Sambia. 1990 in Italien verlangten sie ihren renommierten Gruppengegnern Niederlande, Irland und England alles ab und schieden nur auf Grund eines Gegentores gegen die Engländer frühzeitig aus. Die brauchten im Viertelfinale gegen Kamerun damals sogar die Verlängerung, weshalb im kollektiven Gedächtnis bezüglich des afrikanischen Fußballs eher die Eckfahnen-Tänze des unvergessenen Roger Milla hängengeblieben sind.

Die Deutschen Afrikas

Seit vielen Jahren ist Ägypten trotzdem ein steter Anziehungspunkt für deutsche Fußballlehrer. An deren Einfluss liegt es auch mit, dass die Ägypter zu einem eher taktisch-disziplinierten Spielstil neigen, der dem deutschen ähnelt.

Zidan allein auf weiter Flur

Trotz der Aussicht darauf, Spieler von dort problemloser integrieren zu können, verirren sich noch immer wenige Ägypter nach Deutschland. Der Dortmunder Mohamed Zidan glänzte zumindest, als er noch Mainzer war, und aus Kaiserslautern und Bremen blieb Hany Ramzy in bester Erinnerung.

Zobel schüttelt den Kopf

"In Deutschland scheint es keinen zu interessieren, was sich in Ägypten entwickelt", sagte Ex-Bayern-Profi Rainer Zobel Anfang Dezember 2008 in einem Interview mit dem "Premiere"-Internetableger "Spox". Zobel kennt sich als Trainer im Land der Pyramiden seit Jahren bestens aus. "Die Mischung aus Unkenntnis, Traditionalismus und Vorurteilen führt dazu, dass es die Bundesliga-Klubs nicht für nötig befinden, etwas an ihren Routinen zu ändern."

Zaki startet lieber in England durch

Deshalb landete auch Torjäger Amr Zaki im vergangenen Sommer in der englischen Premier League, obwohl der neue Star von Wigan Athletic in der Bundesliga ein Thema gewesen war. "Ich wollte zu einem Klub gehen, bei dem ich etwas ausrichten kann", bekannte sich Zaki in einem Interview mit dem englischen Fußballmagazin "The League" klar zu Wigan. Dessen Coach Steve Bruce habe sechs Monate um seine Verpflichtung gekämpft.

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