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Doping - Biathlon  

Luck stärkt Bundestrainer Ullrich den Rücken

12.02.2010, 23:03 Uhr | dpa

Luck (li.) und Ullrich bei der World Team Challenge 2002 (Foto: imago)Luck (li.) und Ullrich bei der World Team Challenge 2002 (Foto: imago) Nach seiner Bestätigung, in der DDR unwissentlich gedopt worden zu sein, hat Erfolgs-Biathlet Frank Luck seinen unter Verdacht geratenen langjährigen Trainer Frank Ullrich entlastet. "Er hat mich nie angehalten, irgendwas zu schlucken, war auch nie anwesend, als ich die Tabletten genommen habe. Ob Frank Ullrich davon etwas wusste, weiß ich nicht. Bei mir hat er jedenfalls nie die Einnahme kontrolliert", erklärte der mit elf Titeln erfolgreichste deutsche Skijäger bei Weltmeisterschaften.

Dagegen bleibt Jürgen Wirth, der einst auch vom heutigen Bundestrainer trainierte Staffel-Weltmeister von 1987, bei seiner Aussage, Ullrich habe die Einnahme von DDR-Dopingpillen angeordnet und kontrolliert.

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DSV hat Kommission zur Überprüfung eingesetzt

Wirth ist der einzige Belastungszeuge für eine Verstrickung Ullrichs ins DDR-Dopingsystem. Inzwischen hat der Deutsche Skiverband (DSV) eine Kommission eingesetzt, die nochmals Ullrichs angebliche Doping-Vergangenheit überprüfen soll. Derzeit studiert die Kommission die Akten und will sich auch um Einsicht weiterer Unterlagen bei der Stasi-Behörde bemühen.

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Ullrich weist die Vorwürfe zurück

Eine Anhörung Ullrichs, der vor den Olympischen Winterspielen 1992 und auch danach mehrmals vom NOK überprüft worden ist, soll im Mai stattfinden. Der Bundestrainer weist die seiner Meinung nach rufschädigenden Vorwürfe zurück. Er hat einen Rechtsanwalt beauftragt, rechtliche Schritte dagegen zu prüfen und will sich erst danach wieder äußern.

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Pillen zur schnelleren Regeneration

Luck, der 2004 seine erfolgreiche Laufbahn beendete, waren in der Saison 1987/88 die Pillen nach eigenen Angaben von Mannschaftsarzt Arlt als erlaubte Mittel zur schnelleren Regeneration nach extremen Trainingsumfängen verabreicht worden. Auch Wirth hatte die medizinische Abteilung als Pillenverteiler benannt, aber Ullrich eine Beteiligung unterstellt.

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Weitere Athleten stehen hinter Ullrich

Wie Luck haben auch dessen ehemalige Oberhofer Trainingskollegen Matthias Jacob, Sven Fischer und Peter Sendel sowie der Zinnwalder Doppel-Olympiasieger Frank-Peter Roetsch erklärt, weder von Ullrich zu Doping aufgefordert oder kontrolliert worden zu sein, noch von ihm Dopingpräparate erhalten zu haben. Der Zinnwalder Jens Steinigen, der sich geweigert hatte, Dopingmittel einzunehmen, will sich daran erinnern, dass Ullrich 1986 bei einem Gespräch teilweise zugegen gewesen sei, als es um Doping-Einnahme ging. Ullrich gehörte aber erst seit 1987 zum Trainerstab der DDR-Nationalmannschaft.

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Steinigen: "Doping im Team gab es nicht"

Als Steinigen 1992 gemeinsam mit Ricco Groß, Mark Kirchner und Fritz Fischer olympisches Staffelgold in Albertville gewann, war Ullrich Co-Trainer. "Ich gehe davon aus, dass meine Teamkollegen so sauber waren wie ich. Doping im Team gab es nach meiner Kenntnis nicht", erklärte Steinigen, der kurz nach der Wende wie Groß aus der DDR-Biathlonhochburg Zinnwald nach Ruhpolding wechselte und inzwischen als Rechtsanwalt in Traunstein arbeitet.

Rivalität Zinnwald contra Oberhof

Auch Steinigens ehemaliger Zimmerkollege und 1988er Olympiastarter André Sehmisch erklärte, die zumeist weggeworfenen Dopingmittel vom Mannschaftsarzt erhalten zu haben und betonte: "Da war Frank Ullrich nie dabei. Man darf ja nicht vergessen, dass es damals die große Rivalität zwischen Oberhof und Zinnwald gab. Da hat jede Truppe möglichst oft ihr Süppchen gekocht, ohne dass die anderen etwas davon erfahren haben."

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