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Formel 1 - McLaren-Mercedes  

FIA lädt die Silberpfeile vor

07.04.2009, 20:45 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Lewis Hamilton hat wissentlich gelogen. (Foto: imago)Lewis Hamilton hat wissentlich gelogen. (Foto: imago) "Wer beginnt mit Lügen, endet mit Betrügen", sagt ein altes deutsches Sprichwort. Bei McLaren-Mercedes verhält es sich entgegengesetzt. Betrogen hat das Team 2007 bei der Spionage-Affäre. Gelogen hat es jetzt, und das kann die Silberpfeile finanziell und sportlich noch teuer zu stehen kommen. Der Formel-1-Rennstall muss sich auf einer außerordentlichen Sitzung am 29. April vor dem Automobil-Weltverband FIA für den Vorfall verantworten.

Der Verband wirft den Silberpfeilen einen Verstoß gegen Artikel 151c des Internationalen Sporting Codes vor, der das Handeln gegen den Geist des Sports unter Strafe stellt. Das mögliche Strafmaß für das Team reicht von Geldstrafen bis zu einem Ausschluss aus der WM. Mercedes wollte sich zu dem schwebenden Verfahren nicht äußern. Auf der McLaren-Internetseite hieß es: "Wir werden alles unternehmen, um mit dem World Motor Sport Council zu kooperieren."

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Hamilton zu Falschaussage angestiftet

Der ehemalige McLaren-Sportdirektor Dave Ryan, der am Sonntag suspendiert und dann am Dienstag unmittelbar nach der FIA-Anklage entlassen wurde, hatte Lewis Hamilton zu einer Falschaussage gegenüber den Renn-Kommissaren angestiftet. Hamilton war nach einer Zeitstrafe für Jarno Trulli auf Platz drei vorgerückt. Der italienische Toyota-Pilot hatte den Silberpfeil in einer Safety-Car-Phase unerlaubt überholt. Hamilton hatte damals vor den Stewards ausgesagt, keine Anweisung bekommen zu haben, Trulli passieren zu lassen. Auch Ryan hatte dies bestätigt. Bei einer weiteren Anhörung am 2. April bekräftigten sie ihre Aussagen. Allerdings belegten von der FIA veröffentlichte Funk-Aufzeichnungen sowie Aussagen von Hamilton vor Medienvertretern das Gegenteil. Der Weltmeister war dafür nachträglich aus den Ergebnislisten des Grand Prix in Melbourne gestrichen worden.

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FIA wirft McLaren-Mercedes fünf Verstöße vor

Im Einzelnen wirft die FIA dem Team fünf Verstöße vor. Erstens habe man bei der Anhörung am 29. März nach dem Großen Preis von Australien in Melbourne erklärt, Hamilton nicht angewiesen zu haben, für Toyota-Pilot Jarno Trulli Platz zu machen, obwohl das der Fall gewesen war. Zweitens sei Hamilton dazu aufgefordert worden, diese Falschaussage gegenüber den Kommissaren zu bestätigen.

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Strafe für anderes Team in Kauf genommen

Drittens habe McLaren-Mercedes nichts dagegen unternommen, dass ein anderer Fahrer und ein anderes Team als Konsequenz der Falschaussage zu Unrecht bestraft wurden. Viertens sei das Team bei einer erneuten Anhörung am 2. April in Kuala Lumpur bei seiner Falschaussage von Melbourne geblieben, obwohl dem Rennstall bereits erlaubt worden war, einen Mitschnitt des belastenden Funkverkehrs zwischen Hamilton und der Box anzuhören. Fünftens sei Hamilton am 2. April angewiesen worden, darauf zu beharren, dass seine falsche Aussage die Wahrheit gewesen sei, obwohl man wusste, dass das nicht so war.

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Erinnerungen an die Spionage-Affäre werden wach

Unmittelbar nach der FIA-Ankündigung teilte McLaren-Mercedes die endgültige Trennung von Ryan mit. "Er ist nicht länger ein Angestellter irgendeines Unternehmens der McLaren-Gruppe", hieß es in einer Presseerklärung. Die Affäre ist umso pikanter, nachdem McLaren-Mercedes 2007 durch die Spionage-Affäre in die Schlagzeilen geraten war. Die FIA hatte damals das Team mit einer Rekordstrafe von 100 Millionen US-Dollar belegt. Zudem waren die Silbernen aus der Konstrukteurswertung gestrichen worden.

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