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TSG 1899 Hoffenheim: Die dramatische Talfahrt geht weiter

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TSG Hoffenheim  

Hoffenheims dramatische Talfahrt geht weiter

12.04.2009, 13:06 Uhr | dpa

Sead Salihovic (re.) kann den aktuellen Negativlauf nicht begreifen. (Foto: imago)Sead Salihovic (re.) kann den aktuellen Negativlauf nicht begreifen. (Foto: imago) Trainer Ralf Rangnick und Manager Jan Schindelmeiser hielten auch nach dem neunten Spiel ohne Sieg von 1899 Hoffenheim ihre schützende Hand über die Mannschaft - doch Kapitän Selim Teber sprach Klartext. "Die Zeit ist gekommen, dass wir aufhören zu träumen. Es kann schon sein, dass ein paar denken, dass sie die Superstars sind", meinte der Bankdrücker, der zum Saisonende den Bundesliga-Herbstmeister verlassen wird, nach dem blamablen 0:3 (0:1) gegen den VfL Bochum ungewöhnlich deutlich. "Wenn man nicht alles gibt, dann gibt es eben auf die Mütze."

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Ausgerechnet jetzt spricht Rangnick vom UEFA Cup

Rangnick, der vom Ehrgeiz getriebene Perfektionist, hatte unter der Woche ein dreitägiges Trainingslager im Schwarzwald angesetzt und erstmals Platz fünf als Saisonziel ausgegeben. Doch er musste machtlos mit ansehen, wie seine Spieler durch drei Tore von Stanislav Sestak (42./55./69. Minute) vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena vorgeführt wurden. Dass Carlos Eduardo nach einem Ellbogencheck gegen Philipp Bönig (59.) seinen dritten Platzverweis innerhalb eines Jahres kassierte und zwei Minuten später auch Torwart Daniel Haas nach einer Notbremse an Sestak Rot sah, ärgerte den Trainer maßlos. Der 50-Jährige flüchtete sich jedoch in Sarkasmus: "Die Saison ist noch nicht zu Ende. Wir haben nicht vor, den Spielbetrieb auslaufen zu lassen."

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Timo Hildebrand Keeper erneut verletzt

Zwei Platzverweise sprechen Bände

Wiederholungstäter Carlos Eduardo werden nach der zu erwartenden Sperre jedoch nicht mehr viele Spiele bleiben. Schindelmeiser hatte dem kleinen Brasilianer schon nach der Keilerei mit HSV-Stürmer Ivica Olic im Testspiel im Januar in Spanien die Leviten gelesen, "aber er hat die Botschaft nicht verstanden". Auch auf der Torhüterposition plagen die Hoffenheimer Sorgen: Nachdem Timo Hildebrand an einer Knieverletzung laboriert, musste nach Haas' Platzverweis der fast abgeschriebene Österreicher Ramazan Özcan zwischen die Pfosten.

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Trainer Ralf Rangnick ist maßlos bedient. (Foto: imago)Trainer Ralf Rangnick ist maßlos bedient. (Foto: imago)

Kapitän bemängelt Rückendeckung

"Es fehlt einfach der letzte Wille. Der Trainer muss jetzt die elf Besten finden, die bereit sind, sich reinzuschmeißen und das nächste Spiel zu gewinnen", sagte Teber. Ob denn außer dem Trainer in der jungen Mannschaft jemand die Richtung vorgibt? "Was soll ich auf den Tisch hauen? Mir fehlt die Rückendeckung, dass ich absolut gesetzt bin." Rangnick sprach nur von einer "Ergebniskrise". Es habe keinen Sinn, erklärte Schindelmeiser, "auf die Mannschaft draufzuschlagen".

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Hoffenheim wollte Sestak haben

Bochums Held des Tages hätte eigentlich auf der anderen Seite stehen sollen: Die Hoffenheimer wollten Sestak im Winter als Ersatz für den verletzten Vedad Ibisevic holen, wie der Sportliche Leiter des VfL, Thomas Ernst, bestätigte: "Wir haben dankend abgelehnt." Der Slowake selbst meinte nur grinsend: "Ich habe damals nicht gehört, dass ich nach Hoffenheim gehen kann." Während die desolaten Nordbadener allmählich sogar die Teilnahme am internationalen Geschäft aus den Augen verlieren, sammelten die Bochumer in der Rückrunde bereits die Punkte 15, 16 und 17.

Bochum fiebert Duell mit Dortmund entgegen

"Das nächste Spiel gegen Dortmund wird sehr wichtig. Wenn wir da gewinnen und danach noch mal, dann bleiben wir vielleicht in der Bundesliga", meinte Sestak. Kapitän Marcel Maltritz behauptete: "Ich hatte gestern den guten Traum, dass wir durch ein Tor von Sestak 1:0 gewinnen. Jetzt hat er drei gemacht - umso besser."

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