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TSG 1899 Hoffenheim: Die Himmelsstürmer sind tief abgestürzt

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1899 Hoffenheim  

Die Himmelsstürmer sind tief abgestürzt

13.04.2009, 11:25 Uhr | t-online.de, dpa

Enttäuscht: Die Hoffenheimer Janker (li.) und Weis nach der Niederlage gegen Bochum (Foto: imago)Enttäuscht: Die Hoffenheimer Janker (li.) und Weis nach der Niederlage gegen Bochum (Foto: imago) "Rambos" auf dem Rasen, ein übereifriger Trainer Ralf Rangnick, ein erzürnter Mäzen Dietmar Hopp und ein Kapitän Selim Teber, der schon mal abrechnet: Die Traumfabrik von 1899 Hoffenheim bekommt immer mehr Risse. Die Nordbadener stürzten so tief ab wie kein Herbstmeister in der Bundesliga zuvor und warten nun schon seit neun Spielen auf einen Sieg.

"Die Zeit ist gekommen, dass wir aufhören zu träumen. Es kann schon sein, dass ein paar denken, dass sie die Superstars sind", kritisierte Teber, der den Klub zum Saisonende verlässt und wohl deshalb mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt. Nach dem blamablen 0:3 (0:1) gegen den VfL Bochum und dem Sturz aus dem Wolkenkuckucksheim meinte der Bankdrücker: "Wenn man nicht alles gibt, dann gibt es eben auf die Mütze."

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Hopp sauer über Ausraster

Rangnicks einstige Musterschüler produzieren keinen Zauber-Fußball mehr und bringen sich mittlerweile selbst um die Früchte ihrer Arbeit. Mehr noch. Bei der Pleite gegen Bochum prasselte so ziemlich alles auf den einstigen Ligaprimus ein, was ein Team nur treffen kann: Spielmacher Carlos Eduardo kassierte nach einem Ellbogencheck gegen Philipp Bönig seinen dritten Platzverweis innerhalb eines Jahres. Torwart Daniel Haas sah ebenfalls Rot, als er Stanislav Sestak derart ungebremst umnietete, dass dieser einen Salto schlug. "Verlieren darf man. Aber dass man durch Unbeherrschtheiten so ein Spiel aus der Hand gibt, ist fast unverzeihlich", sagte Hopp in der "Bild am Sonntag".

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Eduardo dürfte nicht mehr oft spielen

Manager Jan Schindelmeiser hatte Carlos Eduardo schon nach der Keilerei mit HSV-Stürmer Ivica Olic im Testspiel im Januar in Spanien die Leviten gelesen, "aber er hat die Botschaft nicht verstanden". Als Wiederholungstäter dürfte der Brasilianer nicht mehr viele der noch sieben verbleibenden Spiele mitmachen.

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Ibisevic wird schmerzlich vermisst

Die Nerven liegen also blank bei den Hoffenheimern und es gibt Gründe für den Absturz. Da wäre die Verletzungsmisere in der Rückrunde, angefangen bei Stürmer Vedad Ibisevic. Der Torjäger schoss den Klub quasi im Alleingang zum Herbstmeister, bis er von einem Kreuzbandriss gestoppt wurde. Und da wäre der gestiegene Druck. Plötzlich waren einige Hoffenheimer Nationalspieler, das Medieninteresse stieg - der Dorfklub war kein Dorfklub mehr. Wahrscheinlich fühlten sich ein paar Spieler wirklich wie die Stars. Zudem tat den Hoffenheimern der Umzug in die neue Arena nicht gut, in der einfach keine Siege mehr gelingen wollen.

Hoffen auf Hildebrand

Und es gibt weitere Baustellen. Zum Beispiel zwischen den Pfosten, wo nach Haas' Feldverweis der bereits abgeschriebene Österreicher Ramazan Özcan stand. Ob der am Knie verletzte Ex-Nationaltorwart Timo Hildebrand bis zum Baden-Derby am Samstag beim Karlsruher SC wieder fit wird, ist fraglich.

Noch immer gut im Rennen

Doch bei allen Sorgen richtet Trainer Rangnick den Blick nach vorne. Denn noch immer liegt (Aufsteiger!) Hoffenheim im Kampf um die Europacup-Plätze mit Platz sechs gut im Rennen. "Es geht jetzt nur darum, mal wieder zu gewinnen", sagte der Coach. Und Teber bringt die Situation auf den Punkt: "Der Trainer muss jetzt die elf Besten finden, die bereit sind, sich reinzuschmeißen und das Ruder herumzureißen."

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