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Formel 1: Ferrari-Anwalt nennt Ross Brawn "rachsüchtig"

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Rund um den Rennzirkus  

Ferrari-Anwalt nennt Brawn "rachsüchtig"

15.04.2009, 10:03 Uhr | Motorsport-Total.com

Legal: Doppeldiffusor am Heck des Brawn GP (Foto: xpb.cc)Legal: Doppeldiffusor am Heck des Brawn GP (Foto: xpb.cc) Mit Spannung wird heute das Urteil des Berufungsgerichts der FIA erwartet. Sind die Diffusoren, welche Brawn GP, Williams F1 Team und Toyota in den ersten beiden Rennen der Saison einsetzten, dem Reglement entsprechend? Müssen die übrigen sieben Teams nun nachrüsten? Oder entscheidet sich der Weltverband gegen die Interpretation der Angeklagten? Bei der gestrigen Anhörung in Paris ging es auf jeden Fall schon hoch her.

Die Kläger (Ferrari, Red Bull Racing, Renault und BMW Sauber) fuhren schwere Geschütze auf, wurden sogar persönlich. So bezeichnete Ferrari-Anwalt Nigel Tozzi Ross Brawn, Chef des gleichnamigen Teams, als "rachsüchtig".

Hintergrund Was ist ein Diffusor?

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Zuversichtliches Eröffnungsplädoyer von Brawn

Brawn übergab ein von seinem eigenen Team ausgearbeitetes Dossier zur Verteidigung der zweistöckigen Diffusoren an das Berufungsgericht und schickte ein Eröffnungsplädoyer hinterher, in dem er sich zuversichtlich äußerte, Recht zu bekommen: "Man kann sich nicht zu 100 Prozent sicher sein, aber ich hoffe, dass sich die Vernunft durchsetzen wird und dass das Berufungsgericht entscheidet, dass es eine Prozedur gibt, die von uns eingehalten wurde."

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Trifft das Berufungsgericht die richtige Entscheidung?

Es handle sich außerdem um "eine sehr komplexe technische Angelegenheit", so der Brite, dessen Rennstall die ersten beiden Grands Prix gewonnen hat. Daher sei es für das Berufungsgericht möglicherweise schwieriger als für die Rennkommissare, die richtige Entscheidung zu treffen. Genau auf diese Worte schoss sich Tozzi ein, den man spätestens seit der Spionageverhandlung im Jahr 2007 kennt.

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Ferrari-Anwalt bringt Rachsucht ins Spiel

Tozzi bezeichnete den Brawn-Teamchef als "rachsüchtig", weil dieser gesagt haben soll, die berufenden Teams hätten "zu langsam kapiert", worum es eigentlich geht. Und der Rechtsanwalt fügte an: "Jeder, der des Englischen einigermaßen mächtig ist, wird Ihnen sagen, dass es sich hier um ein Loch handelt. Lassen Sie sich also nicht von jemandem in die Irre führen, der mit clever gewählten Worten argumentiert."

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Harte Kritik an der FIA und Charlie Whiting

"Wir haben dieses Berufungsverfahren nicht, weil wir nicht das Maximum aus einer Möglichkeit gemacht, sondern weil sich Brawn, Toyota und Williams nicht innerhalb des Reglements bewegen", fügte Tozzi an. Gleichzeitig kritisierte er die FIA und insbesondere deren Technischen Delegierten Charlie Whiting, der laut Ferrari-Statement "nicht versteht, worum es geht". Man müsse die FIA vor sich selbst schützen, sagte Tozzi.

Ferrari misst mit zweierlei Maß

Außerdem sei ausgerechnet FIA-Präsident Max Mosley ein großer Verfechter der Kostenkontrolle in der Formel 1, was es für ihn schwer nachvollziehbar macht, dass sieben Teams gezwungen werden sollen, für teures Geld neue Diffusoren zu entwickeln. Das verwundert freilich gerade aus Ferraris Mund, schließlich sind es die Italiener, die bis zum Europaauftakt für mehrere Millionen Euro ein Leichtgewichtschassis entwickeln, um KERS besser nutzen zu können.

Auch Renault hatte Doppeldiffusor geplant

Renault wiederum beschwerte sich darüber, dass man selbst eine ähnliche Lösung wie Brawn bei Whiting angefragt hatte, aber ein Nein als Antwort bekam: "Es ist nicht so, dass Renault den Zug verpasst hätte, wie Brawn es darstellt, sondern Renault hat diese Lösung nicht umgesetzt, weil sie von der FIA damals als illegal eingestuft wurde. Dadurch hat Renault die Entwicklung eines solchen Diffusors eingestellt", erklärte Rechtsanwalt Andrew Ford.

Nachrüsten oder Rückrüsten?

Ein Urteil wurde noch nicht verkündet - dazu soll es erst heute Nachmittag kommen. Somit haben die Entscheider genug Zeit, sich ausgiebig Gedanken zu machen. Die Konsequenzen sind klar: Werden die Diffusoren für legal erklärt, dann müssen die anderen sieben Teams nachrüsten, werden sie jedoch nachträglich doch als illegal eingestuft, dann wird Brawn, Toyota und Williams nichts anderes übrig bleiben als auf eine konventionelle Lösung umzusteigen.

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