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FIA fällt Urteil: Doppeldiffusoren in Formel 1 sind legal

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Rund um den Rennzirkus  

FIA fällt Urteil: Doppeldiffusoren sind legal!

15.04.2009, 13:20 Uhr | Norman Gosch

Legal: Doppeldiffusor am Heck des Brawn GP (Foto: xpb.cc)Legal: Doppeldiffusor am Heck des Brawn GP (Foto: xpb.cc) Der Streit um die Diffusoren an den Boliden von Brawn GP, Williams F1 Team und Toyota ist ganz offiziell beendet. Das Berufungsgericht des Weltverbandes FIA hat das umstrittene Bauteil für legal erklärt und damit die Klage von Ferrari, Red Bull Racing, Renault und BMW Sauber Racing abgewiesen. Die drei angeklagten Teams dürfen demnach nicht nur weiterhin mit den von ihnen entworfenen Doppeldiffusoren antreten, sie behalten natürlich auch alle bisher eingefahrenen Punkte.

Für die restlichen sieben Teams beginnt nun eine hektische Zeit, in der sie versuchen werden, ebenfalls einen solchen Diffusor zu entwickeln und somit den entstandenen Nachteil wettzumachen.

Hintergrund Was genau ist der Diffusor?

Aktuelle News Nachrichten rund um die Formel 1

FIA: "Die Kommissare haben richtig gehandelt"

"Basierend auf den gehörten Argumenten und den vorherigen Beweisen ist das Gericht zu dem Schluss gekommen, dass die Kommissare richtig gehandelt haben, als sie entschieden, dass die Autos den Regularien entsprechen", hieß es in der ersten FIA-Erklärung. Toyota-Teamchef Tadashi Yamashita zeigte sich erleichtert. "Ich war zuversichtlich, dass das Berufungsgericht zu diesem Urteil kommen würde, und bin damit zufrieden. Wir hatten nie daran gezweifelt, dass unser Auto den Regeln entspricht. Es war eine herausfordernde Zeit für die Formel 1. Ich bin froh, dass diese jetzt hinter uns liegt und wir uns auf eine aufregende Saison auf der Strecke konzentrieren können."

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Ergebnisse der ersten Rennen nun offiziell

Nach dem Urteil der fünf Berufungsrichter sind nun auch die Ergebnisse der ersten beiden Saisonrennen offiziell. Der Brite Jenson Button gewann im Auto des Honda-Nachfolgeteams Brawn in Australien und Malaysia und führt die WM-Wertung vor dem Großen Preis von China (das Rennen am Sonntag ab 8.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) mit 15 Punkten vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello aus Brasilien (10) an.

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Regelgrauzone oder doch alles legal?

Die beiden eingekreisten Bleche (hier bei einem Williams) bilden den Doppel-Diffusor. (Foto: imago)Die beiden eingekreisten Bleche (hier bei einem Williams) bilden den Doppel-Diffusor. (Foto: imago) Die vier Kläger hatten angemahnt, dass sich Brawn, Toyota und Williams mit ihrer Auslegung der Diffusoren in einer Regelgrauzone bewegen würden. Löcher im Unterboden, die die Luft in den oberen Teil des Diffusors leiten, seien nach ihrer Auffassung nicht dem Reglement entsprechend. Die Rennkommissare sowohl in Melbourne als auch in Sepang hatten dies allerdings für eindeutig legal erklärt.

Unschöne Szenen im Gerichtssaal

Während der Berufungsverhandlung kam es zu einigen unschönen Szenen. So hatte Ferrari-Anwalt Nigel Tozzi Ross Brawn als "rachsüchtig" betitelt, der FIA und ihrem Technischen Delegierten Charlie Whiting unterstellt, nicht zu wissen, was zu tun sei. Brawn aber blieb gelassen, antwortete per Pressemitteilung nach der Urteilsverkündung: "Wir respektieren das Recht unserer Konkurrenten, jegliches Design oder Konzept an unseren Autos in Frage zu stellen."

Brawn will an die Erfolge anknüpfen

Mit Blick auf die kommenden Rennen fügte Brawn, der zusammen mit Michael Schumacher bereits sieben Weltmeistertitel in der Formel 1 sammeln konnte, an: "Die Entscheidung des Gerichts bringt die ganze Angelegenheit zu einem Ende. Wir freuen uns nun, auf der Strecke an den sehr aufregenden Start in die Saison 2009 anzuknüpfen."

Die Chronologie des Diffusor-Streits

23. März: Nach unerwartet starken Testfahrten des Honda-Nachfolgers Brawn GP wird Kritik von der Konkurrenz laut. Der Rennstall habe die Regeln für den Diffusor am hinteren Unterboden der Autos zu weit interpretiert und sich damit einen unerlaubten Vorteil verschafft, urteilen mehrere Teams. Red Bull kündigt Protest an - auch gegen die Rennwagen von Williams und Toyota.

26. März: Einen Tag vor dem ersten Training zum Saison-Auftaktrennen in Australien legen Ferrari, BMW-Sauber, Renault und Red Bull Protest gegen die Autos von Brawn GP, Toyota und Williams ein. Wegen eines Formfehlers scheitert der Protest von BMW-Sauber. Kurz vor Mitternacht in Melbourne lehnen die Renn-Kommissare auch den Protest der anderen drei Teams ab und erklären die Autos für regelkonform.

27. März: Ferrari, Renault und Red Bull kündigen umgehend Einspruch gegen die Entscheidung an. Über ihre Nationalverbände wollen die Rennställe eine Berufungsverhandlung erwirken.

28. März: Der Internationale Automobilverband FIA setzt als Termin für die Berufungs-Verhandlung den 14. April fest.

29. März: Brawn-GP-Pilot Jenson Button gewinnt vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello das Auftaktrennen in Melbourne.

4. April: Ein erneuter Protest von BMW-Sauber gegen das Doppel-Diffusor-Modell wird vor dem Großen Preis von Malaysia von den Renn-Kommissaren wie erwartet abgelehnt. Button gewinnt einen Tag später auch das Abbruchrennen in Sepang.

14. April: Bei der Berufungsverhandlung wirft Ferrari-Vertreter Nigel Tozzi dem Brawn-GP-Teamchef Ross Brawn "außerordentliche Arroganz" vor. Die Kläger beharren darauf, dass Brawn GP, Williams und Toyota Regeln überschritten hätten. Brawn kontert, das Team habe alle Prozeduren eingehalten.

15. April: Die FIA-Richter erklären die Entscheidungen der Renn- Kommissare von Australien und Malaysia für korrekt und weisen die Einsprüche ab. Dem Urteil zufolge entsprechen die Rennwagen von Brawn GP, Williams und Toyota den gültigen Regeln.

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