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Ferrari und BMW Sauber F1 kritisieren FIA-Urteil

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Rund um den Rennzirkus  

Ferrari und BMW kritisieren das Diffusor-Urteil

15.04.2009, 17:18 Uhr | sid

BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen (li.) und Ferrari Teamchef Stefano Domenicali (Foto: imago)BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen (li.) und Ferrari Teamchef Stefano Domenicali (Foto: imago) BMW und Ferrari haben die Zulassung der umstrittenen Heck-Diffusoren der Konkurrenten Brawn, Toyota und Williams durch den Automobil-Weltverband FIA kritisiert. "Wir werden die Entscheidung des Berufungsgerichts akzeptieren. Damit herrscht hier nun Klarheit bezüglich der Anwendung des Reglements. Eines wird somit allerdings nicht erreicht: Die von der Overtaking Working Group bei der Ausarbeitung des neuen Reglements beabsichtigte Reduzierung von Abtrieb und Kurvengeschwindigkeit", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

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Ferrari muss sein Design ändern

Gleichzeitig führe die Entscheidung dazu, so Theissen, "dass nun sieben Teams große Investitionen tätigen müssen, um ihre Autos entsprechend umzubauen". Ähnlich äußerte sich Ferrari-Teamchef Stefeno Domenicali: "Leider zwingt uns diese Entscheidung, fundamentale Bereiche unseres Designs zu ändern, um wieder auf Augenhöhe zu kommen. Das wird Zeit und Geld kosten." Vor weiteren Kommentaren wolle man erst noch die Urteilsbegründung abwarten.

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Haug: "Wir nehmen die Herausforderung an"

Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug sieht auf die sieben übrigen Teams zusätzliche Kosten zukommen und rechnet mit einem zeitlichen Verzug. "Der Vorteil, den sich drei Teams seit ihrer Reglementsinterpretation gesichert haben, ist auf keinen Fall kurzfristig wettzumachen - was die einen in neun Monaten erreichten, können die anderen nicht in neun Wochen schaffen", sagte Haug, der aber nach vorne blickte: "Unser Sportsgeist sagt uns jetzt: So ist es nun mal - Augen auf und durch, wir nehmen die Herausforderung an, auch wenn dazu einige Zeit eingeplant werden muss."

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Berufung von fünf Teams abgewiesen

Das fünfköpfige Berufungsgericht der FIA hatte eine Berufung von BMW-Sauber, Ferrari, Red Bull und Renault zurückgewiesen und damit die Entscheidung der Rennkommissare vom Saisonauftakt in Melbourne bestätigt. Die hatten dort die Diffusoren für legal erklärt.

Die Chronologie des Diffusor-Streits

23. März: Nach unerwartet starken Testfahrten des Honda-Nachfolgers Brawn GP wird Kritik von der Konkurrenz laut. Der Rennstall habe die Regeln für den Diffusor am hinteren Unterboden der Autos zu weit interpretiert und sich damit einen unerlaubten Vorteil verschafft, urteilen mehrere Teams. Red Bull kündigt Protest an - auch gegen die Rennwagen von Williams und Toyota.

26. März: Einen Tag vor dem ersten Training zum Saison-Auftaktrennen in Australien legen Ferrari, BMW-Sauber, Renault und Red Bull Protest gegen die Autos von Brawn GP, Toyota und Williams ein. Wegen eines Formfehlers scheitert der Protest von BMW-Sauber. Kurz vor Mitternacht in Melbourne lehnen die Renn-Kommissare auch den Protest der anderen drei Teams ab und erklären die Autos für regelkonform.

27. März: Ferrari, Renault und Red Bull kündigen umgehend Einspruch gegen die Entscheidung an. Über ihre Nationalverbände wollen die Rennställe eine Berufungsverhandlung erwirken.

28. März: Der Internationale Automobilverband FIA setzt als Termin für die Berufungs-Verhandlung den 14. April fest.

29. März: Brawn-GP-Pilot Jenson Button gewinnt vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello das Auftaktrennen in Melbourne.

4. April: Ein erneuter Protest von BMW-Sauber gegen das Doppel-Diffusor-Modell wird vor dem Großen Preis von Malaysia von den Renn-Kommissaren wie erwartet abgelehnt. Button gewinnt einen Tag später auch das Abbruchrennen in Sepang.

14. April: Bei der Berufungsverhandlung wirft Ferrari-Vertreter Nigel Tozzi dem Brawn-GP-Teamchef Ross Brawn "außerordentliche Arroganz" vor. Die Kläger beharren darauf, dass Brawn GP, Williams und Toyota Regeln überschritten hätten. Brawn kontert, das Team habe alle Prozeduren eingehalten.

15. April: Die FIA-Richter erklären die Entscheidungen der Renn- Kommissare von Australien und Malaysia für korrekt und weisen die Einsprüche ab. Dem Urteil zufolge entsprechen die Rennwagen von Brawn GP, Williams und Toyota den gültigen Regeln.

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