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McLaren-Mercedes: Schmeißt Ron Dennis heute alles hin?

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McLaren-Mercedes  

Pressekonferenz: Schmeißt Ron Dennis heute alles hin?

16.04.2009, 09:33 Uhr | Norman Gosch

Zerrüttet: Lewis Hamilton (li.) und Ron Dennis (Foto: xpb.cc)Zerrüttet: Lewis Hamilton (li.) und Ron Dennis (Foto: xpb.cc) Alle Augen schauen heute auf Woking. Ron Dennis, ehemaliger Teamchef und nun Vorstand der McLaren-Group, hat zu einer Pressekonferenz in den Hauptsitz McLarens geladen. Worum es im Detail gehen wird, ist nicht bekannt - die Gerüchteküche aber brodelt. Dennis soll zum prominentesten Opfer der als "Lie-Gate" betitelten Lügen-Affäre um Weltmeister Lewis Hamilton werden, heute seinen Rückzug aus dem Formel-1-Geschäft bekannt geben.

Anscheinend wird der Druck auf den noch immer im Hintergrund agierenden 61-Jährigen zu groß. Lewis Hamilton soll mit einem Wechsel gedroht haben.

Video Porträt von Weltmeister Lewis Hamilton

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Öffentliche Demontage des Weltmeisters

Nach dem Auffliegen der Lügen-Affäre (siehe unten: Chronologie der Vorkommnisse) hatte McLaren zunächst Hamiltons Sportdirektor Dave Ryan als Bauernopfer an die frische Luft gesetzt, danach wurde Hamilton selbst an den Pranger gestellt. Die anschließende öffentliche Demontage des Weltmeisters missfiel verständlicherweise dessen Vater Anthony - der daraufhin die Zusammenarbeit mit McLaren in Frage stellte.

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Im Hintergrund die Fäden in der Hand

Doch warum soll ausgerechnet Dennis' Kopf rollen? Schließlich hatte der Brite Hamilton über Jahre unterstützt, ihn zu dem gemacht, was er heute ist. Darüber hinaus übergab Dennis sein Amt als Teamchef an Martin Whitmarsh, die Entscheidungen traf nun also ein anderer. Doch im Hintergrund hatte er anscheinend weiterhin die Fäden in der Hand - und wohl auch in der Lügen-Affäre.

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Hatte Dennis Kontakt zu Ryan und Hamilton?

Whitmarsh hatte gegenüber der FIA und den Medien behauptet, dass weder Ryan noch Hamilton vor den beiden Verhören vor dem Weltverband Kontakt zu irgendeinem Teammitglied hatten. Dennis aber soll sowohl mit Ryan als auch mit Hamilton gesprochen haben. Angeblich gab es rund 80 Telefonate zwischen ihm und seinem sportlichen Ziehsohn. In diesen Gesprächen soll er versucht haben, Hamilton davon zu überzeugen, seine Lüge nicht zuzugeben.

Jüngster Weltmeister kontra Formel-1-Veteran

Diese Art der Beeinflussung seines Sohnes hat Hamilton Senior nun angeblich als Druckmittel eingesetzt. Seine Forderung: Dennis muss gehen - sonst gehen wir! Und scheinbar ist es einfacher, sich von einem altgedienten Formel-1-Veteranen (Dennis ist seit 1982 fest im McLaren-Team verankert) zu trennen, als einen Nachfolger für den jüngsten Weltmeister der Geschichte zu finden.

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Chronologie der Lügen-Affäre um McLaren-Mercedes

29. März

Toyota-Pilot Jarno Trulli wird wegen Überholens in der Safety-Car-Phase beim Großen Preis von Australien mit einer 25-Sekunden-Zeitstrafe belegt. Lewis Hamilton rückt im McLaren-Mercedes aufs Podest (3.) vor. Bei der Anhörung geben Hamilton und Sportdirektor Dave Ryan nach FIA-Angaben zu Protokoll, dass es keine Anweisung gab, Trulli überholen zu lassen. Toyota kündigt Einspruch gegen die Entscheidung an.

1. April

Toyota verzichtet auf den Einspruch gegen die Trulli-Strafe. Man sehe keine Chance, die Entscheidung der Rennkommissare vor dem Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA zu kippen.

2. April

Die FIA verhandelt den Fall doch noch einmal neu. Hamilton wird disqualifiziert, dem Team werden die Punkte gestrichen. Trulli kann sich doch über seinen Podiumsplatz freuen.

3. April

Sportdirektor Dave Ryan wird suspendiert. Der 54-Jährige hatte Hamilton am Sonntag in Melbourne zu der Anhörung vor den Rennkommissaren begleitet. Ryan war seit 1974 bei McLaren, seit 1990 war er Teammanager. 2008 wurde er Sportdirektor.

3. April

Bei einer Pressekonferenz im offiziellen FIA-Raum sagt Hamilton. "Ich habe gemerkt, dass es ein großer Fehler ist. Ich habe mich noch nie so schlecht gefühlt. Ich bin kein Lügner. Ich habe in meinem Leben noch nie gelogen. Ich kann nicht sagen, wie beschämend das für mich ist." Ryan solle ihn aufgefordert haben, Informationen zurückzuhalten. "Ich hatte keine Zeit, darüber nachzudenken."

5. April

Martin Whitmarsh stellt am Rande des Großen Preises von Malaysia seine Zukunft als Teamchef in Frage. Er sei bereit, seinen Rücktritt anzubieten. Doch die Entscheidung liege bei den Anteilseignern.

7. April

Die FIA gibt bekannt, dass sich McLaren-Mercedes bei einer außerordentlichen Sitzung des Weltrates am 29. April in Paris verantworten muss. McLaren sichert volle Zusammenarbeit zu und gibt die Entlassung Ryans bekannt.

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