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Großer Preis von China: Sebastian Vettel siegt im Regen von Shanghai

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Das Rennen in Shanghai  

Vettel mausert sich zum neuen "Regengott"

19.04.2009, 09:22 Uhr | Norman Gosch

Der Regengott von Shanghai: Sebastian Vettel (Foto: Reuters)Der Regengott von Shanghai: Sebastian Vettel (Foto: Reuters) Zum zweiten Mal gewinnt Sebastian Vettel ein Rennen in der Königsklasse des Motorsports, zum zweiten Mal unter widrigen Bedingungen: Der deutsche Youngster siegt in überlegener Manier beim Großen Preis von China und lässt Erinnerungen an "Regengott" Michael Schumacher wach werden. Schumacher war dementsprechend begeistert: "Das war grandios. Da kann man wirklich nur mit Spaß zusehen und genießen, was da abgelaufen ist. Grandios", sagte er bei RTL.

Auf dem Asphalt blieb jeder Missklang aus, nicht aber anschließend: An Siege Red Bulls sind die Veranstalter noch wenig gewöhnt, weswegen Vettels Hersteller auf dem Podium statt - richtigerweise - mit der österreichischen, mit der englischen Nationalhymne geehrt wurde: "Ich bin etwas enttäuscht, wir haben eine österreichische Bewerberlizenz, aber es ist keine österreichische Hymne gekommen. Wahrscheinlich haben die Chinesen die nicht im Programm", sagte Red-Bull-Berater Helmut Marko bei "Premiere". Mögliche Erklärung des Zwischenfalls: Die Red Bulls werden im englischen Milton zusammengesetzt.

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Ferrari wieder punktlos

Von der Pole Position aus ins Rennen gestartet, fährt Vettel, dessen deutsche Hymne fehlerfrei erklang, einen fehlerfreien Grand Prix und überzeugt die Fans im strömenden Regen von Shanghai. Neben Vettel standen am Ende Mark Webber und Jenson Button auf dem Podium. Ferrari blieb einmal mehr ohne Punkte, Weltmeister Lewis Hamilton wurde Sechster.

Vettel: "Jetzt darf es gerne weiterregnen"

"Es war ein schwieriges Rennen", sagte Vettel nach dem Grand Prix. "Aber was soll ich sagen? Ich freue mich riesig, das zweite Mal im Regen gewonnen - jetzt darf es gerne weiterregnen." Der Deutsche bedankte sich mit leuchtenden Augen bei seinem Team: "Jeder hat sein Bestes gegeben. Doppelsieg, das ist einfach unglaublich." Durch seinen Sieg in Shanghai schiebt sich Vettel in der Fahrerwertung auf Rang drei vor. Angeführt wird das Tableau nach wie vor von Button, der mittlerweile 21 Punkte auf seinem Konto hat. In der Teamwertung liegt Red Bull mit 19,5 Punkten bereits auf Platz zwei hinter Brawn GP (36).

Start hinter dem Safety Car

In Shanghai gefragt: das Safety Car (Foto: dpa)In Shanghai gefragt: das Safety Car (Foto: dpa) Regen und Safety Car in Melbourne, Regen und Rennabbruch in Sepang - so, wie die beiden ersten Rennen der aktuellen Saison endeten, so begann der Große Preis von China. Starke Regenfälle setzten die Strecke in Shanghai unter Wasser. Hinter dem von Bernd Mayländer pilotierten Safety Car ging das Fahrerfeld ins Rennen. Die Sicht war stark eingeschränkt, immer wieder rutschte der eine oder andere Fahrer von der Bahn.

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Erste Pfiffe von den Rängen

Nico Rosberg pokerte. Auf Platz sieben in nicht aussichtsloser Position liegend, ging der Deutsche in die Box. Einmal volltanken, neue Reifen - und mit der Hoffnung, das Feld von hinten aufrollen zu können, wieder zurück auf die Strecke. Nach fünf Runden, die das Feld hübsch aufgereiht hinter dem Safety Car herschlich, gab es von den Rängen die ersten Pfiffe. Die Fans wollten Rennaction sehen - und auch die Fahrer wurden langsam unruhig.

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Alonso mit leichtem Auto im Hintertreffen

Allen voran Fernando Alonso. Der Renault-Pilot hatte sich mit einem sehr leichten Auto im Qualifying bis auf Platz zwei vorgearbeitet. Doch der vermeintliche Gewichtsvorteil, auf den man bei dem Spanier setzte, wurde im chinesischen Regen zum Klotz am Bein. Alonso musste wie Rosberg zum Nachtanken an die Box, fand sich so am Ende des Feldes wieder. Nur eine Runde später verließ das Safety Car dann den Grand-Prix-Kurs und überließ den Piloten die Strecke.

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Ausrutscher bestimmen das Bild

Während Vettel beim Restart seine Spitzenposition locker verteidigte, musste Kimi Räikkönen im Ferrari Weltmeister Lewis Hamilton passieren lassen - und sah sich gleich heftigen Attacken von Neuling Sebastien Buemi ausgesetzt. Das Wasser stand hoch auf der Strecke, so dass Ausrutscher das Bild bestimmten und das Klassement immer wieder aufs Neue durcheinander würfelten.

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Spektakulärer Crash zwischen Trulli und Kubica

Bei einem Überholversuch von Timo Glock, der nach seiner Strafversetzung das Rennen aus der Boxengasse begann, gab es eine leichte Berührung des Toyota-Piloten mit Nick Heidfeld - allerdings ohne großen Schaden anzurichten. Ganz anders endete das Duell zwischen Jarno Trulli und Robert Kubica. Der Pole im BMW Sauber raste Trulli ins Heck, sein Wagen hob ab und landete auf dem Toyota. Während Kubica nur eine neue Nase brauchte, fuhr Trulli ohne Heck umher.

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Vettel in Unfall verwickelt, Massa fällt aus

Das Safety Car musste erneut auf die Strecke, um die Aufräumarbeiten nach dem spektakulären Crash nicht zu behindern. Abseits von der Unfallstelle kam es derweil zur nächsten Kleinholz-Situation. Sébastien Bourdais fuhr auf der Start-und-Zielgeraden auf Vettel auf, zerstörte sich dabei seinen Frontflügel. Vettel konnte aber weiterfahren. Unterdessen baute Felipe Massa seine unrühmliche Serie aus. Der Brasilianer blieb auf der Strecke liegen - drei Rennen, drei Ausfälle.

Buttons Verbremser als Schützenhilfe für Vettel

Nach dem erneuten Restart des Rennens drehte Vettel an der Spitze den Gashahn bis zum Anschlag auf. Pro Runde nahm er dem WM-Führenden Button rund eine Sekunde ab, vergrößerte sukzessive den Vorsprung auf den Briten. Vettel wurde dann zwar eher als Button an der Box erwartet. Aber Button leistete unfreiwillig Schützenhilfe, als er sich ausgangs der Start-und-Zielgeraden verbremste, in die Auslaufzone rollte und Webber vorbeizog.

Vettel überholt Button nach Tankstopp

Einmal noch musste Vettel seine Führung hergeben - beim zweiten Boxenstopp. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Heppenheimer bereits einen Vorsprung von rund 18 Sekunden herausgefahren, bei noch anstehenden Stopps von Webber und Button. Sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, war aber nicht Vettels Ding. Nach seinem Stopp kam er direkt hinter Button zurück auf die Piste. Anstatt genügsam hinter dem Brawn herzufahren, attackierte Vettel den Kontrahenten - und überholte ihn.

Red Bull feiert Doppelsieg, Ferrari bleibt Letzter

Der Red-Bull-Pilot ließ sich in den letzten Runden des Rennens nicht mehr aus der Ruhe bringen, fuhr seinen zweiten Sieg in der Formel 1 nach Hause. Webber machte mit seinem zweiten Platz die Sensation für den österreichischen Rennstall perfekt. Alles andere als perfekt bleibt weiterhin die Performance von Ferrari. Nach Massas Ausfall kam auch Räikkönen nicht mehr in die Punkte. Damit bleiben die Roten in der WM-Wertung auf dem letzten Platz.

Sutil sorgt für den nächsten Unfall

Wenige Runden vor Schluss lieferten sich ausgerechnet zwei Deutsche einen spannenden Kampf um Rang acht - und damit um einen Punkt für die Fahrer- und Teamwertung. Nick Heidfeld sah Timo Glock im Rückspiegel immer größer werden. Gerade, als es zwischen den beiden richtig eng wurde, krachte es erneut. Adrian Sutil, auf Rang sechs liegend, verlor die Kontrolle über seinen Force-India-Boliden, krachte in die Streckenbegrenzung.

Glock nutzt Chaos für Platzverbesserung

Das Safety Car konnte in der Boxengasse bleiben, die Bergungsarbeiten wurden schnell abgeschlossen. Das Duell zwischen Glock und Heidfeld hatte sich erledigt, Glock nutzte das Chaos, um auf Rang sieben vorzufahren. Heidfeld fiel hinter Sebastien Buemi auf Position neun zurück.

Die Ergebnisse des Wochenendes im Überblick

Ergebnis Qualifying Vettel holt die Pole in Shanghai
Ergebnis 3. freies Training Rosberg vor Trulli
Ergebnis 2. freies Training Rosberg rast auf Rang zwei
Ergebnis 1. freies Training Hamilton vor Button

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