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TSG 1899 Hoffenheim: Herbstmeister im Bundesliga-Niemandsland

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1899 Hoffenheim  

Warum Hoffenheim derzeit so schlecht ist

20.04.2009, 11:35 Uhr | t-online.de

Ba und Sanogo können es nicht fassen. (Foto: imago)Ba und Sanogo können es nicht fassen. (Foto: imago) Bei 1899 Hoffenheim ist wieder Ruhe eingekehrt. Die Zeiten, da Dutzende Reporterteams das Trainingsgelände belagerten und sich die Interviewanfragen im Pressebüro stapelten, scheinen endgültig vorbei. So ist das im Medienzeitalter: Bleibt der Erfolg aus, schwindet das Interesse. Mit dem enttäuschenden 2:2 in Karlsruhe hat sich die TSG endgültig ins Niemandsland der Bundesliga verabschiedet.

Auch wenn Platz acht für einen Aufsteiger aller Ehren wert ist, der Absturz der TSG ist dramatisch. Noch nie in der Bundesliga-Geschichte stand ein Herbstmeister nach 28. Spieltagen schlechter da als der Kraichgau-Klub. Wie kam es zu diesem Einbruch? Was sind die Gründe?

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Ibisevic fehlt

An erster Stelle ist die Verletzung von Toptorjäger Vedad Ibisevic zu nennen. 18 Treffer und sieben Vorlagen gingen auf das Konto des Bosniers. Einen Ausfall dieser Größenordnung ist für keine Mannschaft der Liga zu verkraften. "Seine Coolness vor dem Tor geht uns gewaltig ab", sagt Sturmkollege Demba Ba. Landsmann und Freund Sejad Salihovic ergänzt: "Bei Vedad wussten wir immer, dass er irgendwann trifft." Weder Ba noch Chinedu Obasi oder Boubacar Sanogo konnten die Ibisevic-Rolle adäquat ausfüllen. Und so blieben in fast allen Rückrundenspielen zahlreiche Chancen ungenutzt.

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Schlechte Chancenverwertung

Möglichkeiten hatte die Rangnick-Elf übrigens weiterhin reichlich. Die Statistik belegt: Es fehlt an der Effizienz. Nutzte Hoffenheim bis zum 17. Spieltag noch mehr als 30 Prozent der Chancen, sind es jetzt nur noch 26 Prozent. Auch in dieser Wertung stürzte Hoffenheim ab - von Platz vier auf Rang zwölf. Und da auch die Defensive (insgesamt 40 Gegentore) nicht zu den besten zehn der Liga gehört, war ein allgemeiner Niedergang nicht zu vermeiden.

Unnötige Undiszipliniertheiten

Unnötige Platzverweise sorgten zudem für Zündstoff im Verein. Über die doppelte Undiszipliniertheit von Carlos Eduardo ärgert sich besonders Mäzen Dietmar Hopp: „Meine Enttäuschung über ihn war sehr groß, weil ich wenig Verständnis habe, wenn jemand innerhalb von einem Jahr dreimal vom Platz fliegt. Ich hoffe, dass Carlos endlich erwachsen wird. Schließlich schadet er dem Verein, der Mannschaft und seiner Entwicklung.“ Und zuletzt bereitete ausgerechnet der als Musterknabe geltende Luis Gustavo den Verantwortlichen Ärger. Erst wuchtete der Brasilianer in Hannover Gegenspieler Arnold Bruggink den Ellebogen ins Gesicht und jetzt in Karlsruhe sah er für sein rüdes Einsteigen gegen Kontrahent Christian Eichner völlig zurecht Gelb-Rot. "So etwas ärgert mich brutal. Wir haben schon genug Ausfälle", sagt Trainer Rangnick.

Schlechte Wintereinkäufe

Ausfälle ist ein gutes Stichwort. Eigentlich hatte man mit Sanogo und Timo Hildebrand in der Winterpause extra zwei erfahrene Profis geholt, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Beide erfüllten die Erwartungen aber nicht. Während Hildebrand ständig Verletzungssorgen plagen, enttäuschte Sanogo wie schon auf seinen vorherigen Stationen Hamburg und Bremen auf ganzer Linie. Und die beiden trugen nicht unbedingt zur Verbesserung des Teamgeistes bei. Der sei, so Trainer Rangnick, nach wie vor intakt.

Nur noch Spaß haben

Die Erwartungen haben sie in Hoffenheim deutlich gesenkt. Von Europa träumt keiner mehr. Mäzen Dietmar Hopp ist zufrieden, "wenn es bei einem einstelligen Tabellenplatz bleibt". Und Trainer Ralf Rangnick, der vor zwei Wochen noch Platz fünf als Ziel ausgab, will nur noch Spaß haben: "Die Jungs sollen die letzten sechs Spiele genießen."

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