Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

McLaren-Mercedes: Martin Whitmarsh schreibt Brief an die FIA

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

McLaren-Mercedes  

Lügen-Affäre: Whitmarsh schreibt Brief an die FIA

24.04.2009, 13:07 Uhr | dpa

Entschuldigte sich bei der FIA: McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh (Foto: xpb.cc)Entschuldigte sich bei der FIA: McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh (Foto: xpb.cc) McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh hat in der Lügen-Affäre um Weltmeister Lewis Hamilton angeblich ein Fehlverhalten gegenüber dem Internationalen Automobil-Verband FIA eingeräumt. Die britische Tageszeitung "Times" berichtete, der Nachfolger des zurückgetretenen Ron Dennis habe in einem Brief an FIA-Präsident Max Mosley Verstöße gegen den Sportparagrafen 151c zugegeben.

Dieser Paragraf sieht Strafen vor, wenn das Ansehen des Sports beschädigt wird.

Fotos, Fotos Die besten Bilder vom GP von Bahrain

Aktuelle News Nachrichten rund um die Formel 1

Dennis und Mosley: zwei erbitterte Gegner

McLaren-Mercedes muss sich am 29. April vor dem FIA-Weltrat in Paris verantworten. Im schlimmsten Fall droht dem Rennstall ein Ausschluss aus der Weltmeisterschaft. Nach Dennis' Rückzug auch von seinem Posten als Vorstandsvorsitzender der McLaren Group in der Vorwoche scheint aber eine wesentlich mildere Strafe wahrscheinlich. Dennis und Mosley sind seit Jahren erbitterte Gegner. So soll der FIA-Präsident den ehemaligen Teamchef auch für die Enthüllung seiner für viel Wirbel sorgenden Sex-Affäre verantwortlich gemacht haben. Dieser Skandal hätte Mosley beinahe das Amt gekostet.

Online-Game Formula Fast
Gadget Holen Sie sich alle Infos zur Formel 1 auf Ihren Computer

Zwei Rennen Sperre oder hohe Geldstrafe?

Nun wird spekuliert, dass McLaren-Mercedes mit einer Sperre von zwei bis drei Rennen oder einer hohen Geldstrafe davonkommen könnte. In der Spionage-Affäre 2007, wo es um den illegalen Transfer von geheimen Ferrari-Daten an einen ehemaligen McLaren-Ingenieur gegangen war, wurde das Team zur Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar verurteilt und aus der Konstrukteurs-Wertung ausgeschlossen.

Chronologie der Lügen-Affäre um McLaren-Mercedes

29. März

Toyota-Pilot Jarno Trulli wird wegen Überholens in der Safety-Car-Phase beim Großen Preis von Australien mit einer 25-Sekunden-Zeitstrafe belegt. Lewis Hamilton rückt im McLaren-Mercedes aufs Podest (3.) vor. Bei der Anhörung geben Hamilton und Sportdirektor Dave Ryan nach FIA-Angaben zu Protokoll, dass es keine Anweisung gab, Trulli überholen zu lassen. Toyota kündigt Einspruch gegen die Entscheidung an.

1. April

Toyota verzichtet auf den Einspruch gegen die Trulli-Strafe. Man sehe keine Chance, die Entscheidung der Rennkommissare vor dem Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA zu kippen.

2. April

Die FIA verhandelt den Fall doch noch einmal neu. Hamilton wird disqualifiziert, dem Team werden die Punkte gestrichen. Trulli kann sich doch über seinen Podiumsplatz freuen.

3. April

Sportdirektor Dave Ryan wird suspendiert. Der 54-Jährige hatte Hamilton am Sonntag in Melbourne zu der Anhörung vor den Rennkommissaren begleitet. Ryan war seit 1974 bei McLaren, seit 1990 war er Teammanager. 2008 wurde er Sportdirektor.

3. April

Bei einer Pressekonferenz im offiziellen FIA-Raum sagt Hamilton. "Ich habe gemerkt, dass es ein großer Fehler ist. Ich habe mich noch nie so schlecht gefühlt. Ich bin kein Lügner. Ich habe in meinem Leben noch nie gelogen. Ich kann nicht sagen, wie beschämend das für mich ist." Ryan solle ihn aufgefordert haben, Informationen zurückzuhalten. "Ich hatte keine Zeit, darüber nachzudenken."

5. April

Martin Whitmarsh stellt am Rande des Großen Preises von Malaysia seine Zukunft als Teamchef in Frage. Er sei bereit, seinen Rücktritt anzubieten. Doch die Entscheidung liege bei den Anteilseignern.

7. April

Die FIA gibt bekannt, dass sich McLaren-Mercedes bei einer außerordentlichen Sitzung des Weltrates am 29. April in Paris verantworten muss. McLaren sichert volle Zusammenarbeit zu und gibt die Entlassung Ryans bekannt.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal