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Klöden soll mit Eigenblut gedopt haben

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Doping  

Klöden soll mit Eigenblut gedopt haben

12.02.2010, 23:02 Uhr | dpa

Andreas Klöden steht unter Doping-Verdacht. (Foto: imago)Andreas Klöden steht unter Doping-Verdacht. (Foto: imago) Dem Radsport droht der nächste Dopingskandal. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet, bringt der Abschlussbericht einer unabhängigen Expertenkommission, die seit zwei Jahren die Dopingvorwürfe gegen Sportmediziner der Freiburger Universitätsklinik untersucht hat, die Profis Andreas Klöden und Matthias Kessler mit Doping in Verbindung.

Aus dem 64 Seiten starken Bericht, der dem "Spiegel" vorliegt, gehe hervor, dass beiden Fahrern und Patrik Sinkewitz am 2. Juli 2006 in der Freiburger Uniklinik von dem Sportmediziner Andreas Schmid Eigenblut infundiert worden sei.

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Klöden und Kessler schweigen

"Die Kommission geht davon aus, dass an diesem 2. Juli nicht nur der geständige Sinkewitz, sondern auch Kessler und Klöden mit Eigenblut gedopt haben". Klöden, der heute für den Astana-Rennstall fährt, gilt als derzeit bester Radprofi Deutschlands. Er hat Doping bisher stets bestritten. Kessler ist wegen Dopings noch bis 26. Juli 2009 gesperrt. Die beiden Profis äußerten sich gegenüber dem "Spiegel»" nicht zu dem Vorwurf.

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Systematisches Dopingsystem errichtet

Die beiden Sportmediziner Lothar Heinrich und Schmid sollen dem Bericht zufolge von 1995 bis mindestens 2006 ein systematisches Dopingsystem errichtet und betrieben haben. Bislang hatten sowohl Heinrich als auch Schmid nur zugegeben, in dem strafrechtlich nicht mehr relevanten Zeitraum bis 1999 Dopingmittel verabreicht zu haben.

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Konsequenzen drohen

Der Bericht der Kommission unter Vorsitz des ehemaligen Präsidenten des Reutlinger Sozialgerichts, Hans-Joachim Schäfer, wurde am 16. April fertiggestellt und soll in Kürze veröffentlicht werden. Weil sich daraus arbeits- und sogar strafrechtliche Konsequenzen ergeben könnten, wird das Dokument derzeit von Juristen geprüft.

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Gefälschte Atteste

Die beiden Ärzte sollen laut dem Bericht Atteste gefälscht und Zahlungen verschleiert haben. Keiner der beiden beschuldigten Mediziner soll vor den Dopingkuren die Athleten vor möglichen Nebenwirkungen gewarnt haben.

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Einkauf in einer Schwarzwald-Apotheke

In einem Fall habe Schmid nach einer Panne bei einer Eigenblut-Transfusion von Sinkewitz seinen Profi dem "Risiko schwerster Komplikationen" ausgesetzt. Nach Erkenntnissen der Kommission war eine Apotheke in dem Schwarzwald-Städtchen Elzach der Hauptlieferant der zu Dopingzwecken bestellten Medikamente. Allein für die Saison 2006 hätten Schmid und Heinrich dort etwa zwei Drittel aller Medikamente geordert. Die beiden Mediziner hatten sich für eine Anhörung durch die Kommission nicht zur Verfügung gestellt.

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