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FC Schalke 04: Neuer macht den Kahn

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29. Spieltag - FC Schalke 04  

Acht Jahre danach: Neuer macht den Kahn

25.04.2009, 21:40 Uhr | t-online.de

Schalkes Keeper Manuel Neuer mit einer der Eckfahnen der Münchner Allianz-Arena. (Foto: imago)Schalkes Keeper Manuel Neuer mit einer der Eckfahnen der Münchner Allianz-Arena. (Foto: imago) Jeder, der sich ein wenig für die Bundesliga interessiert, wusste sofort, auf wen Manuel Neuer anspielte: Schalkes Torhüter raste unmittelbar nach dem Schlusspfiff der Partie in der Münchner Allianz-Arena Richtung Gästeblock, riss die rechte Eckfahne aus ihrer Verankerung, legte sich kurz mit ihr auf den Rasen und warf sie dann triumphierend von sich. Vorbild dieser Einlage war Oliver Kahn.

Bayerns Torwartlegende hatte anno 2001 in Hamburg derart losgelöst den frisch verteidigten Titel gefeiert. Und Neuer musste leidend zusehen: im kollektiv paralysierten Gelsenkirchener Parkstadion.

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Brutal aus dem Himmel geholt

Für ein paar glückselige Momente hatte sich der damals 15-Jährige mitsamt der ganzen Schalker Familie als Meister fühlen dürfen - und musste dann die letzten viereinhalb Minuten der Bayern auf Leinwand miterleben, wie er bei Premiere erzählte. "Schlimme Minuten", wie er im ZDF ergänzte. Dieses "schlimme" Ende ist weithin bekannt: Der damalige HSV-Keeper Mathias Schober - heute auf Schalke Neuers Stellvertreter - nahm einen Rückpass Tomas Ujfalusis unerlaubterweise auf. Es lief längst die Nachspielzeit, und Schober hätte das Spielgerät locker auf die Tribüne dreschen können. Nichts wäre passiert. So aber erhielten die Bayern wenige Meter vor dem Hamburger Tor einen Freistoß zugesprochen. Der Schwede Patrik Andersson jagte die Kugel ins Netz und ins Herz jedes Schalkers.

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Neuer rettet gegen Altintop den Dreier

Die schmerzende Erinnerung daran kam in dem Moment zurück, als der erste Schalker Sieg gegen die Bayern seit dem 16. Oktober 2004 feststand. Nicht zuletzt, weil Neuer mit einer Glanzparade den letzten Ausgleichsversuch Hamit Altintops vereitelte. Den Schuss des Zwillingsbruders des Schalker Siegtorschützen Halil lenkte Neuer im Stile eines Klassemannes über die Querlatte.

Genugtuung

Noch derart unter Strom stehend, "bin ich Richtung Gästeblock gerannt", beschrieb der Nationaltorwart die Szene, "um zu jubeln. Und da habe ich die Eckfahne gesehen, habe sie herausgerissen und hoch gehoben. Das war ein bisschen Genugtuung für mich - und für viele Schalker."

Kuranyis Zurechtweisung

Schon während der Begegnung jedoch war Neuer ein bisschen Kahn gewesen: als er wutentbrannt auf Ex-Nationalstürmer Kevin Kuranyi losging. Im Anschluss an einen Freistoß des Münchner Argentiniers José Ernesto Sosa rannte Neuer in der ersten Halbzeit aus seinem Gehäuse, zielgenau auf Kuranyi zu. Mit dessen Einordnung in der königsblauen Mauer war Neuer absolut nicht einverstanden gewesen. Passiert war weiter nichts, da die Bayern nicht genau genug zielten. Dass Kuranyi nichts passierte, verdankte er dem Eingreifen seiner Kollegen.

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Kahn und Rost als Gefahr für die eigenen Mitspieler

Erinnerungen wurden in dieser Szene wach an den 19. August 1995. Damals hatte Kahn seinen österreichischen Kollegen Andreas Herzog im Rahmen eines 6:2-Sieges in Karlsruhe körperlich gezüchtigt, war ihm tatsächlich an den Hals gegangen. Jener Wachrüttler wurde legendär. Aber auch Neuers Vorgänger und heutiger HSV-Torwart Frank Rost ließ einst in Kaiserslautern seinen argentinischen Verteidigerkollegen Anibal Matellan unverzüglich physisch spüren, was er von seiner liederlichen Mitarbeit hielt.

Ein bisschen wie in Wolfsburg

Nicht überliefert ist, ob sich Neuer im Münchner Kabinengang noch mit Bayern-Kapitän Mark van Bommel auseinanderzusetzen hatte. Van Bommel hatte sich nach dem 1:5 des Meisters in Wolfsburg heftig über VfL-Coach Felix Magath beschwert. Der frühere Meistermacher der Bayern hatte den für die Gäste demütigenden 90 Minuten am 26. Spieltag die Krone aufgesetzt, als er ab der 89. Minute Ersatztorhüter André Lenz noch dessen Auftritt an Stelle der Nummer eins, Diego Benaglio, gönnte. Gegen Schalke geriet van Bommel schon während der Partie in den Blickpunkt. Zwei Zweikämpfe mit seinem Schalker Pendant Jermaine Jones (38. und 70. Minute) führten in Summe zum Ausschluss des Gastspielers.

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