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FC Bayern München: Jürgen Klinsmanns Katastrophen-Saison

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FC Bayern München  

Klinsmanns Katastrophensaison

26.04.2009, 17:07 Uhr | Spiegel Online

Jürgen Klinsmann scheint am Ende. (Foto: imago)Jürgen Klinsmann scheint am Ende. (Foto: imago) Jürgen Klinsmann war beim FC Bayern angetreten, um jeden und alles besser zu machen. Tatsächlich hat sich der Trainer einen Platz in der Vereinsgeschichte erobert - mit Niederlagen, die niemand vergessen wird. Bayern München vor der Saison 2008/2009: Ein Verein im Umbruch. Die Zukunft sollte eingeläutet werden. Manager Uli Hoeneß bereitete seinen Abgang als Manager vor, Franz Beckenbauer sollte aus dem Präsidentenamt scheiden.

Ein neuer Trainer sollte her, um den international nicht mehr zur absoluten Spitze zählenden Verein an die Erfordernisse moderner fußballerischer Spielweisen heranzuführen. Jürgen Klinsmann war es, der für diese Mission auserkoren wurde und seine Vorstellungen mit allen erdenklichen Machtbefugnissen umsetzen durfte.

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Konzepte brauchen Zeit

Zu Beginn seiner Amtszeit hatte Klinsmann vor allem eines immer wieder betont: Dass es Zeit brauchen würde, bis seine Konzepte greifen, dass nicht alles von heute auf morgen besser werde. Diese Zeit haben ihm Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge gegeben. Nach Maßstäben des Deutschen Rekordmeisters hat er sogar mehr Zeit bekommen als irgendein anderer Bayern-Trainer der vergangenen Jahre - gemessen an den (Miss-)Erfolgen.

Hat Jürgen Klinsmann seinen Kredit endgültig verspielt? Sagen Sie uns Ihre Meinung im Kommentarfeld am Ende des Artikels.

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Pleiten, Pech und Pannen

Denn Bayern München hat in diesem Jahr viele Demütigungen hinnehmen müssen. Sehr viele. Und Klinsmann sitzt immer noch auf der Bank. Eine kleine Chronik der Peinlichkeiten des FC Bayern in dieser Saison.

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5. Spieltag gegen Werder Bremen

0:5 lag die Klinsmann-Elf zurück, ehe sich ein Ex-Bremer erbarmte, die Bayern-Ehre ansatzweise zu retten. Tim Borowski sorgte für doppelte Ergebniskosmetik. Bremen, ein Hauptkonkurrent der vergangenen Jahre im Kampf um nationale Titel, hatte den Meister vorgeführt. Peinliches Ergebnis für Klinsmann: 2:5.

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26. Spieltag gegen Wolfsburg

Die ohnehin schon versteinerte Miene von Uli Hoeneß verfinsterte sich noch mehr, als VfL-Torjäger Grafite den Ball an vier Bayern-Spielern vorbei mit der Hacke ins Tor legte und der ehemalige Trainer Felix Magath noch Wolfsburgs Ersatztorwart André Lenz einwechselte. Blamage für die Bayern: 1:5.

DFB-Pokal in Leverkusen

0:3 hieß es nach 70 Minuten, die zwei Anschlusstreffer konnten die phasenweise hilflose Vorstellung der Bayern nicht kaschieren. Bitterer Endstand für die Bayern: 2:4.

Champions League beim FC Barcelona

Bis zu diesem Spiel waren die Bayern in Spanien als "Bestia negra" (schwarze Bestie) gefürchtet. Das hat sich jetzt geändert. Die schwarzen Bestien kehrten als weiße Würstchen aus Spanien zurück. Beim 1:1 im Rückspiel singen die Fans in Anlehnung an den einstigen Erfolgstrainer "Ottmar Hitzfeld, du bist der beste Mann". Endstand in Barcelona: 0:4

Fieser Spruch von Ex-Trainer Magath

Den mühevollen 1:0-Auswärtserfolg der Bayern bei Abstiegskandidat Arminia Bielefeld bezeichnet Magath im Premiere-Interview als "souveränen Sieg".

29. Spieltag gegen Schalke

Schalkes Torwart Manuel Neuer verhöhnt die Bayern, reißt die Eckfahne heraus, schmeißt sich rücklings auf den Boden. So hatte Keeper Oliver Kahn 2001 gejubelt als die Bayern in letzter Minute den Schalkern die Meisterschaft abknöpften. Tiefschlag für Klinsmanns Truppe: 0:1.

Der Titel ist wohl futsch

Zieht man Bilanz, stehen eine ordentliche Vorrunde sowie ein glorreiches Achtelfinale in der Champions League auf der positiven Seite. Die Negativliste ist deutlich länger: Das Desaster im Viertelfinale der Königsklasse gegen Barcelona gehört ebenso dazu wie ein enttäuschendes Aus im Pokal. In der Meisterschaft steht derzeit ein dritter Rang zu Buche, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Der Titel kann wohl abgeschrieben.

Andere flogen früher

Angesichts dieser Ergebnisse hat Jürgen Klinsmann erstaunlich viel Zeit bekommen. Andere Trainer auf der Bayern-Bank wurden schon aus weit geringeren Anlässen gefeuert. Felix Magath musste als Tabellenvierter gehen, obwohl er in zwei Jahren zwei Meisterschaften und zweimal den DFB-Pokal gewonnen hatte. Otto Rehhagel musste abdanken, obwohl er den FCB ins Uefa-Cup-Finale geführt hatte und in der nationalen Meisterschaft auf dem zweiten Platz lag - punktgleich mit dem Spitzenreiter aus Dortmund. Klinsmann war angetreten, jeden Spieler an jedem Tag ein bisschen besser zu machen. Nimmt man nur einige Beispiele, so ist dieser Plan gescheitert.

Nicht nur Poldi stagniert

Lukas Podolski, mit Hoffnungen auf mehr Spielanteile nach Klinsmanns Amtsantritt, wurde in dieser Saison, selbst wenn absolute Stürmernot herrschte, auf der Bank gelassen. Martin Demichelis hat eine Art Stammplatzgarantie, obwohl er meilenweit von seiner Top-Form aus der vergangenen Saison entfernt ist. Luca Toni fällt nicht mehr durch Tore, sondern nur noch durch Lamentieren und seine staksige Spielweise auf. Und Franck Ribéry macht den Eindruck, als hätte er den Spaß am Fußball in dieser Saison verloren.

Torwart als Bauernopfer

Als der Ton an der Säbener Straße rauer wurde, zog Jürgen Klinsmann erstmals als Bayern-Trainer Konsequenzen und griff seine Spieler an - und zeigte Schwäche. Er setzte Torwart Michael Rensing auf die Bank. Denjenigen, der unter den Stars am wenigsten zu sagen hat, dessen Rufe am wenigsten gehört werden. Ein Bauernopfer.

Gedemütigt und im Stolz verletzt

Die Bilanz von Klinsmann liest sich wenig erfreulich. Bislang haben sich die Verantwortlichen des Deutschen Rekordmeister mit Statements stark zurückgehalten, doch bei ihrer Beurteilung werden sie sich erinnern an den FC Bayern München in der Saison 2008/2009: ein Verein, gedemütigt und in seinem Stolz verletzt.

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