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Großer Preis von Bahrain - Kolumne: Ferrari und Co. rüsten zur Aufholjagd

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Kolumne zum GP von Bahrain  

McLaren und Co. rüsten zur Aufholjagd

26.04.2009, 18:09 Uhr | t-online.de

Aus Sakhir berichtet Elmar Brümmer

In Barcelona will Hamilton (hinten) vor Überflieger Button liegen (Foto: imago)In Barcelona will Hamilton (hinten) vor Überflieger Button liegen (Foto: imago) Noch Zweifel, dass wir wirklich eine ganz neue Formel 1 haben? Dann setzen wir das Ergebnis des vierten Übersee-Rennens in Folge am Sonntag in Bahrain einfach mal ins Verhältnis. Diesmal nicht personen-, sondern teambezogen. Eins, zwei, drei: In der Wüste siegte Brawn-Mercedes vor Red Bull und Toyota. Zum Vergleich die Platzierungen der betreffenden Teams am Ende der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft 2008: Honda-Brawn neun, Red Bull sieben, Toyota fünf.

Zur noch besseren Einordnung sei der Hinweis erlaubt, dass der amtierende Marken-Champion Ferrari in der aktuellen Wertung nur noch mit drei zu fünfzig Punkten gegen Tabellenführer Brawn zurück liegt...

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"Das wird noch eine tolle Weltmeisterschaft"

Der Schöpfer der unschuldig weißen Rennwagen, die die Formel 1 auf den Kopf gestellt haben wie selten ein anderes Team, hat das Wort "Favorit" aus seinem Wörterbuch gestrichen - trotz des neuerlichen Triumphes. Ross Brawn unkt: "In Bahrain haben wir ja gesehen, wie schnell alles kippen kann. Das wird in jedem Fall noch eine tolle Weltmeisterschaft...“ Hoffentlich bleibt sie so, auch wenn es bislang kaum ein komplett reguläres Rennen gegeben hat. In zwei Wochen erlebt diese ungeheuer spannende, verwirrende und faszinierende Saison in Barcelona einen Neu-Start, der neue Dramen verspricht.

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Doppel-Diffusor und KERS sind Pflicht

Es ist der Beginn einer großen Aufholjagd. Während der letzten anderthalb Monate, als die Formel-1-Boliden von Australien über Malaysia und China nach Bahrain tingelten, wurden kaum Weiterentwicklungen an den Boliden vorgenommen. So fuhr Spitzenreiter Jenson Button mit einem Auto auf dem Entwicklungsstand von Anfang März gleich drei Siege heraus. Alle die, die jetzt ins Hintertreffen geraten sind, rüsten nach. Langsam, aber gewaltig. Müssen sie auch. Da ein Testverbot gilt, laufen Design-Bildschirme und Prozessoren heiß. Wer noch keinen Doppel-Diffusor besitzt oder noch nicht an KERS gedacht hat, der muss das jetzt nachholen, will er nicht übers Rennjahr gewaltig ins Hintertreffen geraten.

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Haug: "Wir werden nachlegen"

Die Ex-Favoriten McLaren-Mercedes und Ferrari haben das gleiche Problem: Zu lange im Titelrennen beschäftigt, zu sehr die Rennwagenentwicklung nach neuem Reglement vernachlässigt – und keinerlei Möglichkeit, die Erkenntnisse aus dem zugespitzten WM-Kampf mit ins neue Rennjahr zu nehmen. Mercedes-Sportchef Norbert Haug kombiniert diese Analyse mit einem Versprechen: "Bei uns hat keiner geschlafen zu Saisonbeginn, wir haben uns nur verschätzt. Aber wir werden nachlegen.“ Dass Lewis Hamilton in Bahrain knapp am Podium vorbeischrammte, ist zumindest ein Silberstreif am Horizont, auch wenn der Rückstand immer noch beachtlich ist.

Ferrari will "niemals aufgeben"

Noch größer ist er, gemessen an den Erwartungen, bei Ferrari – wo selbst Michael Schumacher angesichts der Nullnummern in die Kritik geriet. "Wir werden niemals aufgeben“, sagt Teamchef Stefano Domenicali nach dem sechsten Platz von Kimi Räikkönen, der damit den schlechtesten Saisonstart aller Zeiten verhinderte. Dass das in Bahrain erreichte Minimalziel als psychologisch wichtig gilt, zeigt die neue Bescheidenheit in Maranello. Domenicali sagt: "Barcelona ist noch nicht unsere letzte Chance.“ Aber vielleicht die letzte Hoffnung...

BMW-Piloten maulen

BMW-Sauber ist bisher eine mindestens ebenso große Enttäuschung , auch wenn die Schlusslichter von Sakhir, Nick Heidfeld und Robert Kubica, meist Opfer der Umstände (oder Unfälle) wurden. Wie schlecht ist das Team, das erstmals in den Titelkampf eingreifen wollte, wirklich? Die Fahrer maulen, BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen muss jetzt für Selbst-Vertrauen sorgen, denn schon im Vorjahr war das Tempo der Weiterentwicklung während der Saison nicht optimal. Theissen gesteht ein: „Wir haben eine schwache Phase. Aber diese spiegelt nicht unseren wirklichen Stand wider.“

Toyotas erster Sieg zum Greifen nah

Und jetzt endlich die Positivbeispiele, mit starker deutscher Beteiligung: Red Bull Racing und Toyota. Die Japaner mit Teamzentrale in Köln schrammten am Sonntag nur knapp am ersten Sieg der Rennstallgeschichte vorbei, was Sebastian Vettel für sein Team ja gerade erst geschafft hatte. "Jarno Trulli lieferte unser drittes Podium des Jahres, Unser Ziel muss es nun sein, die Mitte des Podiums anzustreben“, sagt Teamchef Tadashi Yamashina. Wenn die Reifenproblematik besser gelöst wird als beim Hitzerennen, stehen die Chancen nicht so schlecht – auch nicht für Timo Glock, den eigentlichen Antreiber in der Truppe.

Vettel: "Wir müssen weiterhin Druck machen"

Bei Red Bull stehen nach dem zeichnerischen Geniestreich des Fahrzeugkonstrukteurs Adrian Newey gewaltige Umbauarbeiten an, um den magischen Doppel-Diffusor tortz der komplizierten Radaufhängungen unterzubringen – ohne den Dienstwagen von Sebastian Vettel langsamer zu machen. "Es ist noch ein langer Weg“, strahlte der Heppenheimer nach dem dritten Podestplatz seiner Karriere, dem ersten zweiten Platz: "Wir geben alles, wir kommen näher, wir müssen also weiterhin intensiv Druck machen." Das Versprechen an die Fans darf die Konkurrenz durchaus als Drohung verstehen.

Die Ergebnisse des Wochenendes im Überblick

Ergebnis Rennen Vettel rast auf Rang zwei in Bahrain
Ergebnis Qualifying Glock verpasst die Pole nur knapp
Ergebnis 3. freies Training Timo Glock rast zur Bestzeit
Ergebnis 2. freies Training Rosberg hängt die Konkurrenz ab
Ergebnis 1. freies Training BMW-Duo auf Rang zwei und drei

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