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Doping bei Olympischen Spielen: Sechs Olympia-Teilnehmer in Peking positiv

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Doping  

Sechs Olympia-Starter in Peking positiv

12.02.2010, 22:26 Uhr | dpa

Ein Doping-Schatten über Peking. (Foto: imago)Ein Doping-Schatten über Peking. (Foto: imago) Olympia in Peking hat seinen Doping-Skandal. Nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sind sechs Olympia-Teilnehmer von 2008 bei Nachkontrollen positiv getestet worden. Darunter der Silbermedaillengewinner und frühere Gerolsteiner-Radprofi Davide Rebellin.

Italiens Nationalen Olympisches Komitee CONI hat offiziell bestätigt, dass Rebellin bei Nachkontrollen der Dopingproben der Olympischen Spiele in Peking positiv auf das EPO-Präparat CERA getestet worden ist und ihn vorläufig gesperrt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte mitgeteilt, dass bei den Nachtests sechs Sportler in sieben Proben positiv getestet worden seien. In allen Fällen wurde CERA nachgewiesen. Es soll sich um drei Leichtathleten, einen weiteren Radsportler und einen Gewichtheber handeln, zwei von ihnen Medaillen-Gewinner. Insgesamt hat das IOC 948 Doping-Proben von Peking mit neuen Verfahren nachuntersucht. 847 davon wurden auf CERA kontrolliert. Alle 101 auf Insulin getesteten Proben waren negativ.

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War auch ein Goldmedaillengewinner gedopt?

Davide Rebellin hatte in Peking hinter dem Spanier Samuel Sanchez und vor dem Schweizer Fabian Cancellara die Silbermedaille im Straßenrennen gewonnen. Seit diesem Jahr fährt Rebellin für das Team Serramenti PVC Diquigiovanni. Zuvor war er für Gerolsteiner am Start. Rebellin hat in seiner Karriere auch die Frühjahrsklassiker Amstel Gold Race, Lüttich-Bastogne-Lüttich sowie La Flèche Wallonne gewonnen. Am vergangenen Mittwoch siegte er beim Ardennen-Klassiker Fleche Wallone. Die Nachrichtenagentur AP berichtete unter Berufung auf einen Offiziellen, dass einer der betroffenen Leichtathleten ein Mann sei, der eine Goldmedaille gewonnen hab.

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Rebellin bestreitet Doping

Rebellin hat unterdessen bestritten, gedopt gewesen zu sein. "Das ist unmöglich. Ich habe nichts getan", ließ der ehemalige Fahrer des deutschen Teams Gerolsteiner von seiner Frau und Managerin Selina Rebellin auf Anfrage der "La Gazzetta dello Sport" mitteilen. Rebellin habe bereits die Analyse der B-Probe gefordert.

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Stolze Kommission

"Die Nachkontrollen der Peking-Proben sollen ein klares Signal geben, dass es sich nicht lohnt zu betrügen und dass Betrüger nicht davon ausgehen können, dass ihre Schummeleien nicht aufgedeckt werden", sagte Arne Ljungqvist, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des IOC, in einer Pressemitteilung. "Die ganz große Mehrheit der Athleten sucht keinen unfairen Vorteil. Wir tun alles, was wir können, um die Voraussetzungen für faire Wettbewerbe zu schaffen."

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Konzentration auf den Ausdauersport

Das IOC bewahrt alle bei Olympischen Spielen abgegebenen Dopingproben acht Jahre lang für mögliche Nachkontrollen auf neue Substanzen bzw. Methoden auf. Bei den Nach-Tests wollte man sich nach früheren Aussagen vor allem auf die Ausdauer-Disziplinen im Radsport, Rudern, Schwimmen und in der Leichtathletik konzentrieren.

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Nachtests auch in Köln

Bei den Spielen in Peking gab es bei 4770 Dopingtests zunächst sechs positive Fälle; danach wurden noch drei weitere Athleten erwischt. Die eingefrorenen Proben wurden und werden in Lausanne und Paris auf CERA (eine neue Version des Blutdopingmittels EPO) und in Köln auf Insulin (Hormon mit anaboler Wirkung) nachkontrolliert. Auf diese beiden verbotenen Substanzen wurde bei den Sommerspielen in Peking noch nicht getestet.

So wie bei Schumacher

Mit dem neuen Verfahren war Radprofi Stefan Schumacher bei nachträglichen Untersuchungen der Tour-Proben zweimal positiv getestet worden. Schumacher hat Doping stets bestritten. CERA ist ein EPO-Präparat der dritten Generation und kann in einem neuen Blut- Testverfahren nachgewiesen werden.

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