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Der Nachmittag des Jupp Heynckes

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FC Bayern München  

Der Nachmittag des Jupp Heynckes

02.05.2009, 14:31 Uhr | t-online.de

Jupp Heynckes im Fokus der Fotografen. (Foto: dpa)Jupp Heynckes im Fokus der Fotografen. (Foto: dpa) Mit breitem Grinsen stapfte Jupp Heynckes über den Rasen der Allianz Arena und klatschte einen Spieler nach dem anderen ab. Ordentliche Unterhaltung hatten sie dem neuen Trainer des FC Bayern München an diesem Nachmittag geboten und ihn mit dem hochverdienten 2:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach zu einem gelungenen Einstand verholfen. Da kann man schon einmal Danke sagen. Und wenn das so weiter geht, wird der 63-Jährige auf seine alten Fußballlehrer-Tage vielleicht noch einmal Deutscher Meister.

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Optimistisches Trio

Das Medieninteresse an seiner Person war jedenfalls riesengroß. Dutzende Fotografen versammelten sich schon um 15.15 Uhr vor Heynckes' Trainerbank. Jeder wollte die Topposition haben, wenn es darum ging, das begehrteste Motiv des 30. Spieltags abzulichten. Daran änderte auch ein heftiger Regenguss, der in dieser Zeit runter ging, nichts. Um 15.28 Uhr hatte des Warten der Knipser ein Ende. Fast 18 Jahre nach seinem letzten Spiel auf der Bank des deutschen Rekordmeisters nahm Heynckes seinen Arbeitsplatz ein. Gut gelaunt, charmant lächelnd plauderte er mit Assistent Hermann Gerland und Manager Uli Hoeneß. Drei Männer, die Optimismus und Aufbruchstimmung versprühen.

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Gladbacher Defensivtaktik

Und das nicht ohne Grund. Auch wenn Gladbach mit seinen drei Abwehrketten eine Defensivtaktik aus der Rubrik "besonders gruselig" wählte, die Bayern spielten zielstrebig und konzentriert. "Erst einmal ist es wichtig in der Defensive gut zu stehen, die kreativen Spieler bekommen schon ihre Chancen." So war es dann auch. Die erste große Gelegenheit nutzte Bastian Schweinsteiger. Das Stadion tobte. Jupp Heynckes stand nur kurz auf, klatschte Beifall, setzte sich zu seinen beiden Platznachbarn und lachte und schwatzte weiter. Nicht einmal der zwischenzeitliche Ausgleich nach Butts Patzer und dem folgenden Elfmeter von Philipp Daems änderte etwas an der Stimmung.

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Altintop beruhigt die Gemüter

Lukas Podolski, dem Heynckes demonstrativ den Rücken stärkte, zahlte seinem neuen Coach das Vertrauen zurück. Sein Zuckerpass landete bei Hamit Altintop und der Türke hämmerte die Kugel mit Wucht in den Winkel. 2:1 noch vor der Pause, das beruhigte die Gemüter. Warum es in der zweiten Halbzeit nicht mehr zu einem höheren Sieg reichte, analysierte Heynckes sachlich: "Wir haben im zweiten Durchgang schlechter gespielt und trotzdem viele Chancen gehabt. Die müssen wir konsequenter nutzen."

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Zustimmung vom Kaiser

Aber das sei nicht so schlimm: "Es kann ja nicht alles gleich beim ersten Mal klappen", sagte Heynckes. Auch dass Mönchengladbach unterirdisch schwach spielte, lässt der der ehemalige Borusse höflich unter den Tisch fallen. Bayern-Präsident Franz Beckenbauer war jedenfalls zufrieden und erkannte einen Aufwärtstrend: "Das Team hat viel geduldiger gespielt und sich sehr kompakt präsentiert, das hat mir gefallen", lobte der Kaiser. Und ginge es nach ihm, könnte der Trainer der Zukunft auch Heynckes heißen. Allerdings mit einer entscheidenden Einschränkung: "Er müsste zehn bis 15 Jahre jünger sein."

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Freude am Aushilfsjob

Heynckes kann darüber nur schmunzeln. Er weiß genau, dass sein Abenteuer am 23. Mai endet. Es ist ein gut bezahlter Aushilfsjob oder eine willkommene Aufbesserung der Rente. Und wer weiß, vielleicht gibt ihm Kumpel Uli Hoeneß ja auch noch einen Anschlussfreundschaftsvertrag als Berater. "Wir haben eine klare Absprache, daran wird sich nichts ändern", erstickte Heynckes alle Spekulationen im Keim. Dass "Don Jupp", wie sie Heynckes in seiner spanischen Zeit liebevoll nannten, Spaß an seiner Aufgabe hat, dürfte spätestens jetzt jedem klar sein. Er genießt den Respekt und die Sympathien, die ihm von den Verantwortlichen, der Mannschaft und den Fans entgegen gebracht werden. Von Vorgänger Jürgen Klinsmann redet in München jedenfalls keiner mehr. Fast keiner. Ein verwirrter Fan brüllte beim Einmarsch der Teams "Klinsmann raus". Heynckes lachte.

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