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TSG 1899 Hoffenheim: Streit zwischen Rangnick und Hopp geht weiter

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1899 Hoffenheim  

Zoff in Hoffenheim: Rangnick rudert zurück

04.05.2009, 10:42 Uhr | t-online.de

Ralf Rangnick ist mit den Perspektiven in Hoffenheim unzufrieden. (Foto: imago)Ralf Rangnick ist mit den Perspektiven in Hoffenheim unzufrieden. (Foto: imago) Die einstmals heile Welt in Hoffenheim bleibt nachhaltig gestört. Zwar versuchten alle Beteiligten im Streit zwischen Mäzen Dietmar Hopp und Trainer Ralf Rangnick kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen, doch der Graben zwischen den beiden Protagonisten bei 1899 Hoffenheim ist nach wie vor tief. Immerhin schloss Rangnick einen Rücktritt aus.

"Ich werde meinen bis 2011 laufenden Vertrag in Hoffenheim auf jeden Fall erfüllen", sagte der Coach der "Rhein-Neckar-Zeitung/RNZ", nachdem er zuvor in der "Bild" noch mal nachgelegt und klar gemacht hatte, dass er nicht von dem Klub abhängig sei, den er mit den Hopp'schen Millionen von der Regionalliga bis an die Spitze der Bundesliga geführt hat.


Ein Gespräch soll alles klären

Es könne keiner glauben, "dass ich bedingungslos bleibe", hatte er betont. Nun widersprach Rangnick in der "RNZ" aber dem Eindruck, sein Verhältnis zu Hopp sei belastet. "Ich habe kein Problem mit Dietmar Hopp und er auch nicht mit mir." Nach seiner Rückkehr in den Kraichgau werde es ein klärendes Gespräch zwischen ihm und Hopp geben, erklärte der 50-Jährige. Auch Hopp verkündete, er werde erst wieder etwas zu dem Thema sagen, wenn er mit seinem Übungsleiter gesprochen habe.

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"Nicht bereit für Rückschritte"

Am Wochenende hatte der 1899-Coach mit der Forderung nach mehr Geld für Neuzugänge für Aufsehen gesorgt und den in der Hinrunde noch so harmonisch wirkenden Provinzverein in seinen Grundfesten erschüttert. "Mit Mittelmaß kann ich mich nicht identifizieren. Ich bin nicht bereit, weitere Rückschritte in Kauf zu nehmen", hatte er nach der 0:4-Pleite in Wolfsburg, dem zwölften sieglosen Spiel in Serie, gesagt. Der Klub müsse für sechs, sieben neue Spieler mehr als die bisher vorgesehenen zehn Millionen Euro in die Hand nehmen, sonst sei man nicht konkurrenzfähig. "Um den Kader zu verstärken, müssen drei Neue dabei sein, die von vornherein Stammspieler-Potenzial besitzen", sagte Rangnick im Fachmagazin "kicker".

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Der Name Klinsmann macht die Runde

Hopp konterte, er lasse sich nicht erpressen und fügte im "Mannheimer Morgen" süffisant hinzu. "Wenn er sagt, er wolle keine Rückschläge mehr hinnehmen, so frage ich mich: Wer soll sie verhindern, wenn nicht er?" Der SAP-Mitbegründer scheint von den Trainer-Aussagen tief verletzt zu sein. Im Umfeld des Klubs machte bereits verstärkt der Name Jürgen Klinsmann die Runde, der mit Hopp befreundet ist und der in Hoffenheim unter anderem auf Bernhard Peters treffen würde, den er einst als Sportdirektor zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) holen wollte.

Rangnick schlägt versöhnliche Töne an

Auf dem derzeit mächtig aufgeheizten Trainer-Markt wird der Name des Hoffenheimer Coaches schon mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht, sollte Felix Magath wie erwartet zum FC Schalke 04 gehen. Entsprechende Spekulationen wies der 1899-Trainer aber zurück. "Ich will darstellen, wie ich die Situation um 1899 Hoffenheim sehe. Letztlich ist diese Mannschaft doch das Baby von Herrn Hopp, Jan Schindelmeiser und mir", versuchte es Rangnick, wohl selbst etwas überrascht von Hopps heftigem Konter, mit versöhnlichen Tönen.

Der Trainer spürt die gestiegenen Erwartungen

Doch ob das Verhältnis zwischen dem öffentlich zurückhaltenden Milliardär und dessen forschem Angestellten zu kitten ist, scheint fraglich. Schon im Winter-Trainingslager hatten Hopp die allzu lauten Forderungen des Fußball-Lehrers nach einem Ersatz für Torjäger Vedad Ibisevic (Kreuzbandriss) missfallen. Der Trainer wiederum spürt nach der fulminanten Hinrunde den gestiegenen Erwartungsdruck, dem das Team bereits in dieser Rückrunde nicht gewachsen war.

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