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1899 Hoffenheim schraubt die Erwartungen zurück

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1899 Hoffenheim  

Hoffenheim schraubt die Erwartungen zurück

06.05.2009, 18:03 Uhr | t-online.de

Aus Hoffenheim berichtet Jörg Runde

Jan Schindelmeiser und Ralf Rangnick stapeln tief. (Foto: imago)Jan Schindelmeiser und Ralf Rangnick stapeln tief. (Foto: imago) Es war ein Satz, den Uli Hoeneß nur so nebenbei fallen ließ. Kurz vor Weihnachten, als 1899 Hoffenheim die Herbstmeisterschaft errungen hatte und im Kraichgau noch Eitel Sonnenschein herrschte, sagte der von Ralf Rangnicks "Besserwisserei" genervte Manager des FC Bayern München: "Bei Ralf Rangnick weiß man doch, das seine Mannschaften selten zwei gleichstarke Serien spielen." Ein kleiner Seitenhieb, mit dem Hoeneß ins Schwarze treffen sollte. Denn fast fünf Monate später, findet sich Rangnicks Team in der Rückrundentabelle auf dem letzten Platz wieder.

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Keine Europacup-Träume mehr

Vorbei sind die Tage, da man rund um den idyllischen Stadtteil von Sinsheim von internationalem Glanz träumte. In Hoffenheim ist der pure Realismus eingekehrt. Sogar einen ersten echten Hauskrach hat es zwischen Dietmar Hopp und dem Trainer gegeben. Der besonnene Mäzen hatte Rangnick Erpressung vorgeworfen, weil dieser angekündigt hatte, für Mittelmaß nicht zu haben zu sein. Sogar eine vorzeitige Trennung stand zwischenzeitlich im Raum. "Alle Meinungsverschiedenheiten sind ausgeräumt. Wir ziehen weiterhin an einem Strang", betonte Rangnick, der mindestens bis Vertragsende 2011 auf der Kommando-Brücke der TSG stehen will.

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Mittelfeld nicht Mittelmaß

Und mit Mittelmaß zufrieden geben muss er sich auch nicht sondern mit dem Mittelfeld. Um genauer zu sein, mit dem Mittelfeld der Tabelle. Denn genau da wolle man sich langfristig etablieren, bestätigte Manager Jan Schindelmeiser. Und Trainer Rangnick ergänzte, dass es keine Vorgabe von Mäzen Hopp sei, einen internationalen Wettbewerb zu erreichen. "Das Ziel ist, dass sich Hoffenheim weiterentwickeln soll, dass der Verein ein fester Bestandteil der Bundesliga wird und mit dem Abstiegskampf nichts zu tun hat."

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Großes Verletzungspech

Um dieses Ziel zu erreichen, stehen dem Aufsteiger zehn Millionen Euro für neue Spieler zur Verfügung. Und wenn ein besonders entwicklungsfähiges Talent auf der Liste stehe, dann könne man mit Hopp reden, betonte Rangnick, der unbedingt drei erfahrene Profis verpflichten will und zudem drei Spieler mit Potenzial für die Zukunft sucht. "Wichtig ist", so Rangnick, "dass man wieder mit einem großen Kader auf hohem Niveau trainieren kann". Das sei nämlich das Hoffenheimer Erfolgsgeheimnis im Jahr 2008 gewesen. "Nach der Winterpause haben wir doch manchmal nur noch mit zwölf Profi-Spielern gearbeitet. Der Rest kam aus unserer Oberliga-Mannschaft. Unser Verletzungspech war mit Ibertsberger, Jaissle, Salihovic, Obasi und natürlich auch Ibisevic schon extrem", nennt Rangnick einen Grund für den brutalen Absturz des Wintermeisters.

Eduardos Ausraster nerven

Dass die Neueinkäufe Timo Hildebrand und Boubacar Sanogo nicht einschlugen, fiel fast ebenso stark ins Gewicht. Nicht zu vergessen die vielen Undiszipliniertheiten einzelner Profis auf dem Platz. Luis Gustavo zum Beispiel flog gleich zweimal vom Feld. Torwart Daniel Haas erwischte es genauso wie zuletzt Andreas Beck. Vor allem ärgert man sich in Hoffenheim über die Ausfälle von Carlos Eduardo. Der spielstarke und bei seinen Einsätzen oft überragende Brasilianer leistete sich gleich zwei üble Tätlichkeiten und lief deshalb nur bei knapp der Hälfte aller Rückrundenspiele auf den Rasen. Intern wurde wegen Eduardos Ausraster sogar dessen Rauswurf diskutiert. Mit einem guten Ende für den Spieler, er bekommt eine letzte Chance.

Fußball wie 2008

So bleiben dem Verein bis auf Selim Teber auch in der neuen Saison alle Leistungsträger erhalten. Und trotz der zurückgeschraubten Erwartungen hat Trainer Rangnick Großes vor. "Die Fans hier sehnen sich nach dem begeisternden Fußball, den wir vor Weihnachten gespielt haben. Egal ob wir gegen Dortmund 4:1 gewinnen oder in Bremen 4:5 verlieren - so wollen uns die Zuschauer sehen. Und auch ich sehne mich danach zurück." Schafft es Rangnick, sein Team wieder dort hinzubekommen, sind höhere Tabellenregionen sehr wahrscheinlich. Und mit einer Retourkutsche in Richtung Bayern-Manager wäre ebenfalls zu rechnen. Denn Aussagen, wie jene von Uli Hoeneß, kann der sehr von sich selbst überzeugte Rangnick überhaupt nicht leiden.


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