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Alarmstufe Rot bei Ferrari

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Kolumne zum Großen Preis von Spanien  

Alarmstufe Rot bei Ferrari

10.05.2009, 18:42 Uhr | t-online.de

Aus Barcelona berichtet Elmar Brümmer

Symbolisch für den bisherigen Saisonverlauf: Ferrari hinter Vettels Red Bull (Foto: imago)Symbolisch für den bisherigen Saisonverlauf: Ferrari hinter Vettels Red Bull (Foto: imago) Ein richtiger Glücksbringer ist Michael Schumacher nicht für seine alte Ferrari-Mannschaft, jedes Mal, wenn der weltmeisterliche Berater an der Boxenmauer auftaucht, geht was schief bei der Scuderia. Das ist nicht Schumis Schuld, aber beim Großen Preis von Spanien traf der Fluch der Anwesenheit erst Kimi Räikkönen, der sich in der Qualifikation verspekulierte. Und im Rennen dann Felipe Massa, der zum Schluss noch auf den sechsten Platz zurückfiel, weil ihm durch einen Fehler an der Tankanlage am Ende das Benzin auszugehen drohte.

Es braucht wenig Phantasie, um die Reaktion der Ferraristi, der Extremisten unter den Renn-Fans, vorher zu sehen: Das automobile Italien sieht weiterhin Rot, aber nicht aus Liebe. Es ist das Rot der Alarmstufe.

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Rennbericht Massa verzockt sich beim Tanken
Fotos, Fotos Die besten Bilder des GP von Spanien

Aktuelle News Nachrichten rund um die Formel 1

Runderneuerter Bolide

Für den in die Kritik geratenen Teamchef Stefano Domenicali, der schwer am übermächtigen Erbe von Jean Todt trägt, sollte der Europa-Start der Formel 1 in Barcelona die Wende zum Guten einleiten. Am F 60 ist nichts mehr, wie es noch vor ein paar Wochen war. Das Auto ist derart runderneuert, dass man von einer B-Version sprechen kann. Das zeigt, wie groß der Nachholbedarf in Maranello war.

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Video Testverbot in der Formel 1 - und wie die Teams damit umgehen

Schlappe 57 Punkte weniger auf dem Konto

Der neue Rot-Runner ist konstanter, ausbalancierter, die Piloten können aggressiver damit umgehen. "Damit kann man kämpfen“, sagt Massa. Solange das nicht bedeutet, gegen das Auto kämpfen zu müssen. Die drei Punkte, die Massa am Ende des Neu-Starts der Formel 1 noch gutgeschrieben werden konnten (Räikkönen rollte ohne Hydraulik schon in Runde 19 aus), sind bestenfalls ein Anfang. Sollten sie zum Standard werden, wäre es das Ende des Scuderia-Managements in der jetzigen Form. Im Vergleich zum Vorjahr hat das Team nach fünf Rennen schlappe 57 WM-Punkte weniger auf dem Konto. Ein echtes Debakel, das selbst mit reichlich emotionalem Rouge nicht zu übertünchen ist. Dennoch: Wo bleibt die Leidenschaft? Von der Verunsicherung überholt? Das mündet dann in einen Neu-Fehl-Start wie am Sonntag in Spanien.

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Viele Pannen im Hintergrund

Der technische Schritt ist unbestritten groß, aber offenbar können die Menschen noch nicht richtig Schritt halten. "Wir nehmen eine gewisse Befriedigung mit aus diesem Wochenende“, sagt der Teamchef trotzig. Doch Domenicali klingt noch überzeugender, wenn er anfügt: "Aber Barcelona hat gleichzeitig neue Sorgen aufgeworfen.“ Bis auf drei, vier Zehntel Sekunden ist der neue rote Rennwagen an die Spitze herangekommen, zumindest auf die schnellsten Runden bezogen. Aber die vielen Pannen im Hintergrund bremsen den Vorwärtsdrang immer wieder.

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Atalanta statt Juventus

"Da gibt es noch eine Menge zu tun an allen Fronten“, schimpft Domenicali, "wir müssen endlich wieder unseren üblichen Maßstäben genügen.“ Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ist neulich mit einer Mönchskutte in der Rennwerkstatt aufgetaucht, um seiner Truppe Demut zu lehren. Die Zeiten der Überheblichkeiten seien vorbei, sagt ein Teammitglied mit einem Beispiel aus der Fußball-Liga: "Wir dürfen nicht mehr so tun, als ob wir Juventus sind, wir sind eher Atalanta....“

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Der Titel ist abgeschrieben

Dass es BMW-Sauber und McLaren-Mercedes, den anderen Papierfavoriten, ganz ähnlich geht, ist kein Trost. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass man sich in Italien gerade über alles Gedanken machen muss, nur nicht darüber, wie man Jenson Button schlagen kann. Denn das Titelrennen, das hat Felipe Massa nach dem neuerlichen Rückschlag bereits abgeschrieben: "Das können wir vergessen“, sagt der Brasilianer, der die Achterbahnfahrt der Gefühle in Spanien als "schmerzhaft“ empfand. Am Schlimmsten ist etwas anderes: Zuverlässig unzuverlässig zu sein, dass ist ein Rückfall des stolzen Rennstalls in die Vor-Schumi-Steinzeit.

Ergebnisse des Wochenendes im Überblick

Ergebnis Rennen Brawn-Duo feiert Doppelsieg
Ergebnis Qualifying Vettel verpasst Pole nur knapp
Ergebnis 3. freies Training Ferrari meldet sich zurück
Ergebnis 2. freies Training Rosberg mit leerem Tank zur Bestzeit
Ergebnis 1. freies Training Button hat die Konkurrenz im Griff

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